• 23.06.2000, 12:55:59
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  • OTS0187

Ilgenfritz: Zugriff auf österreichisches Wasser muß vermieden werden

Wien, 2000-06-23 (fpd) - "So manches EU-Mitgliedsland hat in den
vergangenen Jahren mit seinen Wasserreserven schlecht hausgehalten.
Der Wasserspiegel ist durch Herbizide, Pestizide und Kunstdünger
kriminell abgesunken. Jetzt dürsten viele nach dem ‚alpenländischen‘
Wasser", erklärte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Mag.
Wolfgang Ilgenfritz. ****

Aus diesem Grund bestand in der Union Handlungsbedarf, man hat über
Richtlinien versucht, den Umgang mit Wasser streng zu regeln. Dadurch
ist es auch zum Teil gelungen, die wichtigsten Ursachen für die
Verschmutzung in den Griff bekommen, und die Wasserqualität für
Badegewässer und Trinkwasser zu erhöhen. So stellt z. B. das
Einleiten von ungeklärten Abwasser eines der größten Umweltprobleme
Europas. Bis spätestens 2005 müssen die bebauten Gebiete über ein
Kanalsystem verfügen. Zusätzlich muß je nach der Empfindlichkeit der
Gebiete, in die Abwässer eingeleitet werden, eine Erst-, Zweit- und
Drittbehandlung der Abwässer erfolgen.

Neben den Kommunen werden auch die Bürger der Union von den diversen
Maßnahmen wie z. B. kostendeckendem Wasserpreis betroffen sein. Für
Länder wie z. B. Irland, wo der Wasserpreis nicht sämtliche
Bewirtschaftungskosten deckt, wird die Umstellung sicher nicht leicht
sein, da sich der Wasserbezug verteuern wird. In anderen
Westeuropäischen Ländern wie z. B. Österreich sind die Kosten durch
höhere Gebühren bereits weitgehend gedeckt.

Erfreulicher Weise geht aus dem Ende Mai 1999 jährlich
veröffentlichten Bericht der Kommission über die Qualität der
europäischen Badegewässer hervor, daß sich die Wassergüte deutlich
verbessert hat. Fast 95 % der Strände entsprechen den
Mindestanforderungen der Union.

Neben diesen Bestrebungen der Union, durch die Verabschiedung von
EU-Wasserrichtlinien, den Wasserbedarf in allen Mitgliedstaaten der
Union sicherzustellen, gibt es auch andere Initiativen, die vor allem
von den Vertretern der Mittelmeerländer ausgehen. Diese Länder denken
offen über eine Neuverteilung des Wassers in Europa nach. Für eine
Umverteilung machen sich vor allem die spanischen Sozialisten stark.
In ihrer Resolution zu diesem Thema heißt es wörtlich:"Angesichts der
unregelmäßigen Verteilung des Niederschlags und der natürlichen
Wasservorräte wie Seen, Gletscher und Grundwasserspeicher soll die
technische Machbarkeit von Transeuropäischen Wassernetzwerken
erforscht werden."

Es gibt offenbar Volksvertreter, die der Meinung sind, Wasser sei ein
kostenloses Allgemeingut, daß offensichtlich vom lieben Gott
ungerecht verteilt wurde und daher über Wassernetzwerke umzuverteilen
(umzuleiten) ist. Die meisten europäischen Experten sind jedoch
anderer Meinung. Die ökologischen Zusammenhänge sind nämlich
komplizierter. In den Mittelmeerländern hat sich die Flora und Fauna
auf die bestehende Wasserknappheit eingestellt, umgekehrt haben sich
in den Alpenländern Flora und Fauna ebenfalls auf die vorhandenen
Wasserresourcen eingestellt.

Pumpt man Wasser in großen Mengen ab, so sinkt der
Grundwasserspiegel. Die Folgen wären fatal, gravierende Umweltschäden
wie z. B.: Waldsterben wäre vorprogrammiert. Das Ökosystem ist
sensibler als es so mancher Volksvertreter in Brüssel wahrhaben
möchte.

Gefährlich wird es für das österreichische Wasser, wenn bei einer
eventuellen Einführung des Mehrstimmigkeitsprinzips für alle Bereiche
im Rat unser österreichischer Vertreter den Zugriff auf unser Wasser
nicht mehr verhindern kann.

Ilgenfritz wird sich dafür einsetzen, daß das Einstimmigkeitsprinzip
in allen sensiblen Bereichen wie z. B. Umwelt, Steuern usw.
aufrechterhalten bleiben. Nur dadurch können Zugriffe auf
österreichisches Wasser vermieden werden. (Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat

Tel.: (01) 40 110 / 5620

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