- 16.06.2000, 11:23:36
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Angedrohte Klage von Austria Lustenau wegen der Begrenzung auf drei ausländische Spieler in der 1. Division=
Wien (KMSfB/ÖGB). Am 25. November 1999 wurde zwischen der
Bundesliga und den Spielervertretern der VdF - Peter Schöttel, Oliver
Prudlo, Roland Goriupp und Robert Hnik - vereinbart, dass ab der
nächsten Saison zumindest ein U 21-Spieler in der Grundformation und
drei weitere am Spielbericht aufscheinen müssen. Weiters dürfen nur
mehr drei Spieler am Spielbericht aufscheinen, die nicht für das
österreichische Nationalteam spielberechtigt sind. Diese Regelung
wurde damals von allen Vereinen, also auch von jenen der
max.Bundesliga zur Kenntnis genommen. Es war natürlich, so die
Spielervertreter, allen Beteiligten klar, dass aus rechtlichen
Erwägungen weder eine Diskriminierung älterer Spieler noch eine von
EU-Bürgern einer eventuellen Klage standhalten wird. Entsprechend dem
Leitbild der 1. Division (jugendfreundlich und österreichisch) wurden
trotzdem vorhandene Bedenken diesem Ziel untergeordnet.++++
Auch Austria Lustenau wurde von dieser Regelung rechtzeitig
informiert und hat diese Vereinbarung auch akzeptiert.
Bedauerlicherweise ist es ein Sittenbild der Bundesliga, dass zu
einem späteren Zeitpunkt dann wieder ein Verein nur seinen eigenen
Vorteil sucht. Wenn Austria Lustenau nun von der Erfüllung laufender
Verträge spricht, dann ist dies aufklärungsbedürftig. Denn bei jenen
Verträgen, die bei der Bundesliga aufliegen, ist im Falle des
Abstiegs eine Kündigungsmöglichkeit vorgesehen und davon hätte auch
Austria Lustenau Gebrauch machen können.
Forcierung der Nachwuchsspieler und Reduzierung ausländischer
Spieler stehen für die 1. Division in einem Zusammenhang. Sollte also
das Ausländerkontingent von dieser Regelung ausgenommen werden, dann
ist die gesamte Vereinbarung nichtig. Es ist also klar, dass mit der
Weigerung von Austria Lustenau, diese von ihnen ursprünglich
mitgetragene Vereinbarung auch einzuhalten, das Gesamtkonzept für die
1. Division in Frage gestellt wird. Ein verpflichtender Einsatz von U
21-Spielern ohne Begleitmaßnahmen wurde niemals diskutiert und werde
daher von der Spielervertretung auch nicht akzeptiert werden.
ÖGB, 16. Juni 2000
Nr. 503
Rückfragehinweis: Dr. Rudolf Novotny
VdF der Gewerkschaft KMSfB
Maria Theresien-Straße 11
1090 Wien
Tel. (01) 31316/83805
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