• 14.06.2000, 08:21:40
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  • OTS0024

Überproportionale Wachstumschancen für Binnenschifffahrt

Politische Veränderungen seit Beginn der 90er wirken sich aus

Wien (PWK) - Die zunehmende Arbeitsteilung und der damit
verbundene erhöhte Bedarf an Transporten zwischen den einzelnen
Fertigungsstufen - verteilt über ganz Europa und letztlich auch
Übersee - bietet den Transportunternehmen eine "Jahrhundert"-Chance.
Möglich scheint ein Marktwachstum, wie es derzeit lediglich die
Internet-Industrie kennt. Bezogen auf Österreich sollte das
Transportaufkommen für die Binnenschifffahrt im Jahr 2015 knapp 16
Milliarden Tonnen betragen.

Um den Aussichten auf ein derart gesteigertes Wachstum für die
Binnenschifffahrt Rechnung zu tragen, haben die Oesterreichische
Kontrollbank AG im Rahmen des vom Finanzministerium eingerichteten
Studienfonds und der Fachverband der Schifffahrtsunternehmungen eine
Studie über ein "Strategisches Export-Marketingkonzept für
Österreichs Binnenreedereien" in Auftrag gegeben.

In knapp 40 Einzelgesprächen mit Verladern, Speditionen, Behörden und
anderen in die Binnenschifffahrt involvierten Unternehmen
(Reedereien, Hafenbetreiber etc.) in den Niederlanden, Deutschland
und Österreich wurden der Stellenwert und die Zunkunftsperspektiven
der Binnenschifffahrt ermittelt.

Das Marketingkonzept vergleicht detailliert die Konkurrenz der
österreichischen Binnenreedereien anhand verschiedener Indikatoren
und kommt zum Schluss, dass vor allem die osteuropäischen Reedereien
ihre Leistungen deutlich ineffizienter produzieren.

In der Umweltanalyse werden eingehend die wirtschaftlich-politischen
aber auch die nautisch-technischen Rahmenbedingungen untersucht. Hier
wird transparent, wie sehr sich die politischen Veränderungen seit
dem Beginn der 90er Jahre direkt und indirekt auf die
Binnenschifffahrt auswirken: mit dem bevorstehenden EU-Beitritt
Ungarns verliert Österreich seine Brückenfunktion zwischen Ost und
West, während die Schienenliberalisierung innerhalb der EU schon
jetzt aufzeigt, dass der wichtigste Konkurrent - die Bahn -
effizienter werden muss.

Konkrete Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Produkt-, Preis-,
Kommunikations- aber vor allem auch auf die Kooperationspolitik
schließen das Konzept ab.

1998 betrug der Marktanteil österreichischer Binnenreedereien am
Transit durch Österreich lediglich 3,9 Prozent, beim Güterversand
19,9 Prozent und beim Güterempfang 26,1 Prozent. (hp)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

FV Schifffahrtsunternehmungen
Tel.: (01) 50105-3252

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

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