Enquete: Die Donau als Verkehrsalternative der Zukunft

Hindernisse für die Binnenschifffahrt sollten beseitigt werden

Wien (PWK) - "Die Binnenschifffahrt stellt aus
volkswirtschaftlicher und umweltpolitischer Sicht eine sinnvolle und zweckmäßige Transportart dar. Maßnahmen zur besseren Schiffbarkeit der Donau, die Räumung der blockierten Schifffahrtsrinne in Novi Sad, wesentlich kürzere Sperrzeiten bei den Schleusen zufolge der Revisionsarbeiten sowie Liberalisierungsmaßnahmen für bestimmte grenzüberschreitende Transporte sind unbedingt notwendig, damit die Wirtschaft die Binnenschifffahrt voll nutzen kann," betonte Roderich Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik der Wirtschaftskammer Österreich.

Bei der Enquete der Wirtschaftskammer "Die Donau als Verkehrsalternative der Zukunft" am 9. Juni 2000 im Haus der Wirtschaft wurden dazu die Erfordernisse und Möglichkeiten diskutiert. Der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Dipl.Ing. Michael Schmid, und der österreichische Botschafter bei der Donaukommission, Präsident Dr. Hellmuth Straßer, zeigten dabei zusammen mit prominenten Firmenvertretern die derzeit bestehenden Probleme auf.

"Das Garantieren einer durchgehenden Fahrwassertiefe von 2,70 m bei Regulierungsniederwasser muss als Ausbauziel von der österreichischen Bundesregierung auch für die nicht überstauten Donauabschnitte angestrebt werden," forderte Regler. Auch die deutsche Donaustrecke zwischen Straubing und Vilshofen müsste dieses Ziel garantieren.

"Eine weitere Erschwernis sind die langen und zahlreichen Schleusensperren im Zuge der Revisionsarbeiten," betont Regler weiters. Eine bessere Koordinierung und Beschleunigung dieser Reparaturen sollten die Behinderungen für die Fracht- und Personenschifffahrt in erträglichen Grenzen halten.

"Die Wirtschaftskammer Österreich fordert schon seit längerer Zeit die Räumung der durch eingestürzte Brücken bzw. durch eine Pontonbrücke gesperrten Fahrwasserrinne der Donau in Novi Sad," erklärte Regler. Hier müssten die diplomatischen Bemühungen wesentlich verstärkt werden, damit die durchgehende Schiffbarkeit der Donau möglichst rasch erreicht wird. Ebenso muss das Vorschreiben von Bewilligungen für bestimmte grenzüberschreitende Transporte, wie dies von Ungarn und der Slowakei, aber auch von Deutschland erfolgt, entfallen, da dies nur dem protektionistischen Ziel dient, den eigenen nationalen Schiffsraum zu schützen bzw. zu Einsatzmöglichkeiten zu verhelfen. "Hier muss der freie Marktzugang für österreichische Schifffahrtsunternehmungen in Abstimmung mit den völkerrechtlichen Verträgen durchgesetzt werden," forderte Regler. (pt)

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