• 09.06.2000, 13:13:32
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  • OTS0215

Enquete: Die Donau als Verkehrsalternative der Zukunft

Hindernisse für die Binnenschifffahrt sollten beseitigt werden

Wien (PWK) - "Die Binnenschifffahrt stellt aus
volkswirtschaftlicher und umweltpolitischer Sicht eine sinnvolle und
zweckmäßige Transportart dar. Maßnahmen zur besseren Schiffbarkeit
der Donau, die Räumung der blockierten Schifffahrtsrinne in Novi Sad,
wesentlich kürzere Sperrzeiten bei den Schleusen zufolge der
Revisionsarbeiten sowie Liberalisierungsmaßnahmen für bestimmte
grenzüberschreitende Transporte sind unbedingt notwendig, damit die
Wirtschaft die Binnenschifffahrt voll nutzen kann," betonte Roderich
Regler, Leiter der Abteilung für Verkehrspolitik der
Wirtschaftskammer Österreich.

Bei der Enquete der Wirtschaftskammer "Die Donau als
Verkehrsalternative der Zukunft" am 9. Juni 2000 im Haus der
Wirtschaft wurden dazu die Erfordernisse und Möglichkeiten
diskutiert. Der Bundesminister für Verkehr, Innovation und
Technologie, Dipl.Ing. Michael Schmid, und der österreichische
Botschafter bei der Donaukommission, Präsident Dr. Hellmuth Straßer,
zeigten dabei zusammen mit prominenten Firmenvertretern die derzeit
bestehenden Probleme auf.

"Das Garantieren einer durchgehenden Fahrwassertiefe von 2,70 m bei
Regulierungsniederwasser muss als Ausbauziel von der österreichischen
Bundesregierung auch für die nicht überstauten Donauabschnitte
angestrebt werden," forderte Regler. Auch die deutsche Donaustrecke
zwischen Straubing und Vilshofen müsste dieses Ziel garantieren.

"Eine weitere Erschwernis sind die langen und zahlreichen
Schleusensperren im Zuge der Revisionsarbeiten," betont Regler
weiters. Eine bessere Koordinierung und Beschleunigung dieser
Reparaturen sollten die Behinderungen für die Fracht- und
Personenschifffahrt in erträglichen Grenzen halten.

"Die Wirtschaftskammer Österreich fordert schon seit längerer Zeit
die Räumung der durch eingestürzte Brücken bzw. durch eine
Pontonbrücke gesperrten Fahrwasserrinne der Donau in Novi Sad,"
erklärte Regler. Hier müssten die diplomatischen Bemühungen
wesentlich verstärkt werden, damit die durchgehende Schiffbarkeit der
Donau möglichst rasch erreicht wird. Ebenso muss das Vorschreiben von
Bewilligungen für bestimmte grenzüberschreitende Transporte, wie dies
von Ungarn und der Slowakei, aber auch von Deutschland erfolgt,
entfallen, da dies nur dem protektionistischen Ziel dient, den
eigenen nationalen Schiffsraum zu schützen bzw. zu
Einsatzmöglichkeiten zu verhelfen. "Hier muss der freie Marktzugang
für österreichische Schifffahrtsunternehmungen in Abstimmung mit den
völkerrechtlichen Verträgen durchgesetzt werden," forderte Regler.
(pt)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Verkehrspolitische Abteilung
DI Roderich Regler
Tel.: (01) 50105-4000

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