ARBÖ: Kilometergeld gehört rasch erhöht

Wien (ARBÖ) - In Deutschland wird die Erhöhung der Kilometerpauschale für Autofahrer bereits diskutiert. Höhere Spritpreise und die Ökosteuer in der Bundesrepublik geben dazu Anlass.

In Österreich haben wir gleichfalls Handlungsbedarf bei einer Anhebung des amtlichen Kilometergeldes.

Das amtliche Kilometergeld gilt als Pauschalentschädigung für Bundesbedienstete und zugleich als Richtlinie sowie Höchstbetrag für die Steuerfreiheit in der Privatwirtschaft.

Die Autofahrer müssen nicht nur bei Treibstoffen tiefer in die Tasche greifen, die Bundesregierung hat einige "Anpassungen" beschlossen.

Der von "Statistik Österreich" (vormals ÖSTAT) errechnete Autokosten-Index weist eine stärkere Erhöhung als der allgemeine Verbraucherpreis-Index auf. Höhere Treibstoffpreise sorgen für einen Teuerungsschub. Ab 1. Juni 2000 steigt die motorbezogene Versicherungssteuer um mehr als 51 Prozent.

Die letzte Festsetzung der amtlichen Kilometergeldsätze fand im Juni 1997 statt. Der Preisindex für den privaten Pkw-Verkehr ist bereits im April 2000 um 3,9 Prozent auf den Wert von 105,0 (Basis 1996=100) gestiegen.

Mit dem Monat Juni steigt der Index für den privaten Pkw-Verkehr AKI noch einmal kräftig. Die 1.000-Schilling-Mautvignette für Pkw, eine weitere "Anpassung" der Bundesregierung, wirkt sich mit Jahresbeginn 2001 aus.

Das amtliche Kilometergeld gehört daher ebenfalls "angepasst". Der ARBÖ hat bereits vor zwei Wochen eine Anpassung um durchschnittlich 10 Prozent gefordert.

"Die Bundesregierung kann der Belastung der Kraftfahrer gegensteuern", erklärte ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Die neuen Kilometergeld-Sätze sollten nach Berechnung des ARBÖ lauten:

Neu derzeit Personenwagen 5,30 ATS 4,90 ATS
Motorräder > 250 ccm 3,05 ATS 2,76 ATS
Motorräder < 250 ccm 1,70 ATS 1,56 ATS
Beifahrer 0,65 ATS 0,59 ATS

Der Vorschlag des ARBÖ liegt seit zwei Wochen auf dem Tisch des Finanzministers und wurde der dafür zuständigen Vizekanzlerin bereits zugestellt.

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