• 31.05.2000, 16:24:54
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  • OTS0285

Wirtschaft fordert Verwirklichung von eGovernment

WKÖ-Präsident Maderthaner übergibt Bundeskanzler Schüssel Neun-Punkte-Programm

Wien (PWK) Anlässlich des Tages der Wirtschaft der
Wirtschaftskammer Österreich, übte Maderthaner Kritik an den
"unüberlegt verhängten Sanktionen der EU 14". "Es war falsch und
unüberlegt, Österreich in das EU-Winkerl zu stellen. Tatsache ist
aber, dass die internationale Wirtschaft trotzdem kühlen Kopf
bewahrt." Beispielhaft dafür erwähnt Maderthaner die Gründung von
Niederlassungen eines israelischen High-tech-Riesen in Österreich.

Der Wirtschaftskammerpräsident lobte in diesem Zusammenhang und im
Beisein von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel besonders den Einsatz von
Mitgliedern der Bundesregierung, die unermüdlich die Botschaft von
der anerkannten und gefestigten Demokratie Österreichs durch ganz
Europa tragen. "Die Wirtschaft hat sich für den Beitritt zur EU
ausgesprochen, weil wir von der europäischen Idee überzeugt waren und
es auch heute noch sind", bekräftigte Maderthaner sein
Europabekenntnis.

Die Unternehmer sollen mit den Behörden elektronisch in Kontakt
treten können. "eGovernment ist wichtig, weil es für unsere
Unternehmen eine Ersparnis von Zeit und Kosten bedeutet und den
Zugang zur öffentlichen Verwaltung erleichtert. Das alles sind in der
heutigen Zeit enorme Wettbewerbsvorteile, die wir für unsere
Mitglieder einfordern wollen."

Maderthaner nützte die Gelegenheit der Anwesenheit von Bundeskanzler
Schüssel und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und überreichte in
diesem Zusammenhang ein neun-Punkte-Forderungsprogramm der
Wirtschaft. Kernpunkte des Kataloges sind unter anderem die
Einführung von technischen Standards beim Kontakt zwischen Behörden
und Unternehmen, die Weiterentwicklung von help.gv und die bessere
technische Ausstattung sowie Personalschulung im öffentlichen Dienst.
"Technische Standards brauchen wir, damit unsere Unternehmen nicht
für jede Behörde eine eigene Software erwerben müssen. Help.gv muss
neben den Lebenssituationen für den Bürger auch
Unternehmenssituationen kennen." Maderthaner verwies dabei auf die
Vorschläge der Wirtschaftskammer zur Erweiterung des
Dienstleistungsangebotes von help.gv, dem Diensthelfer im Internet.

Für Maderthaner ergibt sich aus der digitalen Wirtschaft für den
"Unternehmer von morgen" ein neues Aufgabengebiet: das
Wissensmanagement. Die Herausforderung, Informationen zu anwendbarem
Wissen zu machen, rückt den Menschen neben all den neuen Technologien
wieder in den Mittelpunkt des Geschehens", sieht Maderthaner die
enormen Chancen für Unternehmer in der Zukunft. (AB)

Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Österreich

Presseabteilung
Tel.: (01) 50105-4462
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