Wirtschaft fordert Verwirklichung von eGovernment

WKÖ-Präsident Maderthaner übergibt Bundeskanzler Schüssel Neun-Punkte-Programm

Wien (PWK) Anlässlich des Tages der Wirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, übte Maderthaner Kritik an den "unüberlegt verhängten Sanktionen der EU 14". "Es war falsch und unüberlegt, Österreich in das EU-Winkerl zu stellen. Tatsache ist aber, dass die internationale Wirtschaft trotzdem kühlen Kopf bewahrt." Beispielhaft dafür erwähnt Maderthaner die Gründung von Niederlassungen eines israelischen High-tech-Riesen in Österreich.

Der Wirtschaftskammerpräsident lobte in diesem Zusammenhang und im Beisein von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel besonders den Einsatz von Mitgliedern der Bundesregierung, die unermüdlich die Botschaft von der anerkannten und gefestigten Demokratie Österreichs durch ganz Europa tragen. "Die Wirtschaft hat sich für den Beitritt zur EU ausgesprochen, weil wir von der europäischen Idee überzeugt waren und es auch heute noch sind", bekräftigte Maderthaner sein Europabekenntnis.

Die Unternehmer sollen mit den Behörden elektronisch in Kontakt treten können. "eGovernment ist wichtig, weil es für unsere Unternehmen eine Ersparnis von Zeit und Kosten bedeutet und den Zugang zur öffentlichen Verwaltung erleichtert. Das alles sind in der heutigen Zeit enorme Wettbewerbsvorteile, die wir für unsere Mitglieder einfordern wollen."

Maderthaner nützte die Gelegenheit der Anwesenheit von Bundeskanzler Schüssel und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und überreichte in diesem Zusammenhang ein neun-Punkte-Forderungsprogramm der Wirtschaft. Kernpunkte des Kataloges sind unter anderem die Einführung von technischen Standards beim Kontakt zwischen Behörden und Unternehmen, die Weiterentwicklung von help.gv und die bessere technische Ausstattung sowie Personalschulung im öffentlichen Dienst. "Technische Standards brauchen wir, damit unsere Unternehmen nicht für jede Behörde eine eigene Software erwerben müssen. Help.gv muss neben den Lebenssituationen für den Bürger auch Unternehmenssituationen kennen." Maderthaner verwies dabei auf die Vorschläge der Wirtschaftskammer zur Erweiterung des Dienstleistungsangebotes von help.gv, dem Diensthelfer im Internet.

Für Maderthaner ergibt sich aus der digitalen Wirtschaft für den "Unternehmer von morgen" ein neues Aufgabengebiet: das Wissensmanagement. Die Herausforderung, Informationen zu anwendbarem Wissen zu machen, rückt den Menschen neben all den neuen Technologien wieder in den Mittelpunkt des Geschehens", sieht Maderthaner die enormen Chancen für Unternehmer in der Zukunft. (AB)

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