Bundesminister Michael Schmid: "Handymasten sind nicht gesundheitsgefährdend"

Aufklärungsarbeit durch Mobilfunkbetreiber soll vorhandene Ängste abbauen

Eine Gesundheitsgefährdung für Menschen durch den Mobilfunk - Handys und Sendestationen - ist mittels bisheriger durchgeführter wissenschaftlicher Untersuchungen nicht nachzuweisen. - So lautet die zentrale Aus-sage einer Studie des Austrian Research Centers Seibersdorf, die gestern im Rahmen der internationalen Konfe-renz "Mensch und Mobilfunk" präsentiert wurde.

Bundesminister Michael Schmid appelliert unter diesem Gesichtspunkt, die permanente Verunsicherung der Bevölkerung einzustellen und wieder "auf den Boden der Realität" zurückzukommen. Besonders unverständlich ist für Schmid in diesem Zusammenhang der vom Land eingeführte "Salzburger Vorsorgewert", der ein Zehn-tausendstel der bestehenden österreichischen Grenzwerte darstellt. "Die Einhaltung dieser Grenze würde nicht nur das Ende des mobilen Telefonierens bedeuten, sondern zusätzlich auch jedes Rettungs- und Taxifunksystem sowie Radio und TV abdrehen", stellt Schmid fest.

In der heutigen Zeit, wo immer mehr Menschen ein Mobiltelefon besitzen, stellen die Handymasten einen unver-zichtbaren Bestandteil der Infrastruktur dar. Und wie die Studie bestätigt, liege durch diese Masten keinerlei Gesundheitsgefährdung vor. Zudem orientiere sich Österreich an dem europaweit gültigen Grenzwert für die Strahlenbelastung für Sendeanlagen.

Die Sorgen der Bevölkerung nimmt der Minister ernst: "In Abstimmung mit dem FMK (Forum Mobilkommuni-kation) wurde mit den Mobilfunkbetreibern vereinbart, daß diese die zuständige Behörde beziehungsweise den Bürgermeister der betreffenden Gemeinde ab diesem Sommer mit detaillierten Informationen über die techni-schen Daten der Sendeanlage sowie die Sicherheitsabstandsberechnung versorgen - am Tag der Einreichung des Vorhabens, eine Sendeanlage aufzustellen." Zusätzlich werde bei der Gemeinde einen Ansprechperson bekannt gegeben, die den Bürgern für weitere Fragen Rede und Antwort stehen. "Oft sind Bürger verängstigt, weil sie zu wenig in die Materie eingeweiht sind. Durch diese Maßnahmen wird es künftig möglich sein, Mißverständnisse zu beseitigen", ist Schmid überzeugt.

Weiters plant der Minister den Erlaß einer Verordnung gemäß § 67 TKG (Telekommunikationsgesetz), welche die technischen Anforderungen an Funkanlagen und Endgeräte regelt. Vorgesehen ist die Festschreibung eines Grenzwertes für die Strahlenbelastung. Den genauen Inhalt macht der Minister vom Ergebnis der Mobilfunken-quete am 20. Juni im Parlament abhängig.

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