- 29.05.2000, 12:39:24
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Grüne zu IFES-Studie / Ärzte: Endlich bekannte Mängel beheben!
"Endstation Schublade" droht wie bei TurnusärztInnenstudie
Wien (Grüne) - "Die heute vorgestellte IFES-Studie benennt die
wichtigsten Probleme der ärztlichen Berufsgruppe in Wiener Spitälern
- aber leider haben wir in Wien schon die Erfahrung gemacht, daß auch
die besten Studien nicht zu entsprechenden Reformen führen, sondern
von den Verantwortlichen einfach schubladiert werden", stellt
Alessandra KUNZ, Gesundheitssprecherin der Wiener Grünen fest.
Die Grünen erinnern an eine frühere Studie, die der
Krankenanstaltenverbund selbst in Auftrag gegeben hat und die vor
über einem Jahr präsentiert wurde. Darin wurden die katastrophalen
Ausbildungsbedingungen der TurnusärztInnen an Wiener Spitälern
aufgezeigt: Demnach gäbe es aufgrund von Ausbildungsmängel später
Probleme bei der Berufsausübung, was auch aus Sicht der PatientInnen
eine wirklich bedrohliche Entwicklung darstellt. "Obwohl diese Studie
große Mängel aufdeckte und obwohl auch die Ärztekammer mehrfach
darauf aufmerksam machte, ist bis heute nichts geschehen", berichtet
KUNZ.
Die Grünen fordern endlich konkrete Taten. "Wer von einem Problem
in seinem Kompetenzbereich weiß, es aber nicht löst, ist selbst Teil
des Problems," so die Grüne Gesundheitsprecherin in Richtung des
Wiener Gesundheitsstadtrates Rieder. "Ich erwarte, dass der
zuständige Stadtrat sowohl zur Lage der SpitalsärztInnen als auch zur
Lage der auszubildenden ÄrztInnen aufgrund der vorgelegten Studien
Stellung bezieht und ein Reformenkonzept inklusive Zeitplan auf den
Tisch legt", so KUNZ. "Das bisher praktizierte jahrelange
Verschleppen von Reformen muß ein Ende haben, wenn das Wiener
Gesundheitsressort nicht als Steuergeldverschleuderungs- und
Vogel-Strauß-Ressort gelten will", schließt KUNZ.
Rückfragehinweis: Pressereferat
Grüner Klub im Rathaus
Tel.: (01) 4000 - 81821
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