- 27.05.2000, 08:09:13
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"Neues Volksblatt" Kommentar: "Problemzone" (Von Christian Buchar)
Ausgabe vom 27. Mai 2000
Linz (OTS) - Wenn Bernhard Görg und Werner Suppan heute um den
Wiener VP-Vorsitz in den Ring steigen, ist das keine
Auseinandersetzung unterschiedlicher Ansichten. Beide sind
unzweifelhaft, will man mit solchen Chiffren arbeiten, dem Òliberalen
FlügelÒ der VP zuzuordnen. Das, worum es beim Wiener
VP-Landesparteitag aber eigentlich geht, völlig abgesehen von dieser
Personalentscheidung, ist die Zukunft der Partei in den Städten. Nur
rund jeder Siebente konnte sich bei den letzten Gemeinderatswahlen in
der Bundeshauptstadt dazu entschließen, sein Kreuzerl bei der
Volkspartei zu machen. Die Städte ganz allgemein, wenn auch Wien
dafür ein besonders herausragendes Symbol ist, sind für die VP zu
Problemzonen geworden. Was Wien konkret angeht: Die Arbeiter
schwärmen für FPÖ oder SPÖ, das Bürgertum, vor allem die Jugend,
tendiert zu Grünen und Liberalen. Dass das LIF durch seine internen
Streitereien und sein Finanz-Desaster politisch so gut wie dem
Gestern angehört, eröffnet der ÖVP nun wieder eine einmalige Chance -
ebenso, wie den Grünen. Wer sich in diesem Konkurrenzverhältnis
letztlich durchsetzt, ist, vor allem für die VP, nur in zweiter Linie
eine Frage der handelnden Personen. Primär geht es um anderes: viel
Arbeit - und zwar nicht nur an der Parteispitze.
Rückfragehinweis: Neues Volksblatt
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