Die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter informiert

Anspruch auf vorzeitige Alterspension wegen ge-minderter Arbeits/Erwerbsfähigkeit bereits ab dem 55. Lebensjahr für Männer und Frauen erfordert zwingend eine voraussichtlich nur mehr bis ein-schließlich 1. Juni 2000 mögliche Antragstellung

Wien (OTS) - In Reaktion auf die am 23.5.2000 ergangene
Entscheidung des Europäischen Gerichts-hofes (EuGH), wonach das unterschiedliche Anfallsalter (Frauen ab dem 55. Lebensjahr, Männer ab dem 57. Lebensjahr) dieser Pension deswegen europarechtswidrig ist, weil es sich nach Meinung des EuGH inhaltlich nicht um eine Alterspension, sondern um eine Lei-stung bei Invalidität handelt, soll mit einem gestern vom Sozialausschuss behandelten Gesetzesvorhaben sämtlichen durch diese EuGH Entscheidung potentiell Anspruchsberechtigten (Männern und Frauen ab dem 55. Lebensjahr) noch kurzfristig die Möglichkeit eingeräumt werden, ihren Leistungsanspruch zu realisieren.

Da nach dem Ergebnis der gestrigen Ausschusssitzung derzeit davon auszugehen ist, dass auch die Beschlussfassung durch den Nationalrat in diese Richtung gehen wird, sieht sich die Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter verpflichtet, auf diesem Weg auf die hiermit eröffnete umfassende, nach derzeitigem Wissensstand zeitlich aber doch sehr beschränkte Antragsmöglichkeit aufmerksam zu machen.

Das in der Pensionsversicherung seit jeher bestehende Antragsprinzip beruht inhaltlich darauf, dass bei den Versicherten die Kenntnis der für ihn maßgeblichen Bestimmungen vorausgesetzt wird. Da diese gesetzliche Vermutung in Anbetracht der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht unbedenklich ist, steht die Mehrzahl der Pensionsversicherungsträger vor dem Problem, wie möglichst sämtliche ihrer in Betracht kommenden Versicherten von diesem Antragsrecht informiert werden.

Alle männlichen und weiblichen Versicherten, die bis zum 1.6.2000 das 55. Lebensjahr vollenden und auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen vermeinen, ihre bisherige oder frühere Erwerbstätigkeit nicht mehr ausüben zu können, werden auch auf diesem Weg über die nur mehr ganz wenige Tage bestehende Antragsmöglichkeit informiert.

Im Sinne der anzuwendenden einschlägigen Sozialversicherungsbestimmungen ist nicht nur eine persönliche Antragstellung bei einem der Sozialversicherungsträger (also auch alle Kranken- und Unfallversicherungsträger) bzw. bei Gemeindeämtern, magistratischen Bezirksämtern sondern auch eine bei einer der genannten Stellen noch bis zum 1.6.2000 (Feiertag!) einlangende schriftliche Antragstellung ausreichend. Selbstverständlich sind auch bis zu diesem Zeitpunkt einlangende Fax-(e-mail)Anträge, bzw. in den Dienststunden telefonisch erfolgende Antragstellungen (sofern letzteren eine schriftliche Antragstellung nachfolgt) zugelassen. Des weiteren steht bei den genannten Stellen ein Hausbriefkasten für die fristgerechte Abgabe zur Verfügung.

Abschließend ergeht an die gesetzlichen und freiwilligen Interessenvertretungen das dringende Ersuchen auch in ihrem Bereich auf dieses Antragsrecht aufmerksam zu machen.

Kontaktstellen der Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter:

Hauptstelle und Landesstelle Wien, Roßauer Lände 3, 1092 Wien Telefon (01) 313 20-2831 oder 2679
Fax (01) 313 20-2769
E-Mail peter.nechansky@pvarb.sozvers.at

Landesstelle Graz, Bahnhofgürtel 79, 8021 Graz
Telefon (0 316) 781-224
Fax (0 316) 781-462
E-Mail heinz.hanl@pvarb.sozvers.at

Landestelle Linz, Volksgartenstraße 14, 4021 Linz
Telefon (0 732) 6594-213
Fax (0 732) 660-425
E-Mail horst.enderle@pvarb.sozvers.at

Landesstelle Salzburg, Faberstraße 20, 5021 Salzburg
Telefon (0 662) 8699-328
Fax (0 662) 8699-321
E-Mail josef.poettler@pvarb.sozvers.at

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