• 24.05.2000, 10:30:04
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  • OTS0124

OeKB legt Jahresergebnis 1999 vor

Innovative Produkte ergänzen bewährte Services

Wien (OTS) - Die Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB), der
zentrale heimische Finanzdienstleister für Exportwirtschaft und
Kapitalmarkt wird für das Geschäftsjahr 1999 eine Dividende von 12 %
plus Bonus zur Dividende in Höhe von 3 % auf das im letzten Frühjahr
von 440 Mio. ATS auf 100 Mio.: Euro erhöhte Grundkapital ausschütten.
Dies gab das Institut anlässlich seiner Hauptversammlung bekannt.

Das im Eigentum österreichischer und internationaler Banken
stehende Spezialinstitut wies zum Jahresende 1999 eine Bilanzsumme
von 21,805 Mrd. Euro (1998: 20,282 Mrd. Euro) aus, wovon 21,112 Mrd.
Euro (1998: 19,594 Mrd. Euro) auf die Exportfinanzierung entfielen.
Die Betriebserträge vor Betriebsaufwendungen und Reservendotierungen
stiegen im Vorjahresvergleich von 133 auf 137 Mio. Euro. Das Ergebnis
der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im selben Zeitraum von 22
Mio. Euro auf 29 Mio. Euro.

Im Bereich der von der OeKB gestionierten Exporthaftungen konnte
auch für das versicherungs-technisch schwierige Jahr 1999 eine
positive Schadensrechnung vorgelegt werden: Den Schadenszahlungen
von 2,7 Mrd. Schilling stehen Rückflüsse zu Schadenszahlungen von S
1,6 Mrd. Schilling gegenüber. Die daraus erwachsenen
Netto-Schadenszahlungen von - 1,1 Mrd. Schilling und die 2,8 Mrd.
Schilling an vereinnahmten Entgelten brachten der Republik einen
Überschuss von 1,7 Milliarden Schilling (1998: 1,6 Mrd. Schilling).
Selbst nach Abzug von umschuldungsbedingten Zinsnachlässen von 1,4
Mrd Schilling ergibt sich damit ein Gesamtüberschuß von immerhin
0,3 Mrd. Schilling. Damit wurden die Exporthaftungen als
subventionsfreies und selbsttragendes System bestätigt.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr von der Republik Österreich
Haftungen mit einem Gesamtvolumen von 67,1 Mrd. Schilling (1998: 71,4
Mrd.) übernommen. Der Umsatzrückgang ist vor allem auf den
Sondereffekt der 1998 neugeregelten pauschalen Rückgarantien an
private Exportversicherer für politische Risken in OECD-Ländern
zurückzuführen. Der Stand der Haftungen belief sich zum 31.12.1999
auf 388,3 Mrd. Schilling - dies entspricht einem Plus von 6,2 %
gegenüber dem Stand Ende1998 (381,4 Mrd.). Berücksichtigt man auch
die in den Vorjahren erteilten und 1999 bestehenden revolvierenden
Haftungen, so wurden im letzten Geschäftsjahr etwa 9 % des gesamten
heimischen Exports mit Exportgarantien abgesichert.

Das Jahr 1999 brachte ab 1. April eine völlig neue
Prämienberechnung auf Basis des im Rahmen der OECD beschlossenen
politischen Mindestprämiensystems. Zur Berechnung des Entgelts hat
die OeKB einen elektronischen Entgeltrechner entwickelt, der auf der
OeKB-Website oekb.co.at online zur Verfügung steht.

1999 haben die in Kooperation mit anderen Export Credit Agencies
(ECAs) realisierten Großprojekte weiter an Bedeutung gewonnen. Die
OeKB hat daher ihr Netz von Kooperationsabkommen zügig ausgebaut. So
etwa durch Rahmenrückversicherungsabkommen mit der COFACE
(Frankreich) und NCM (Niederlande). Das bereits Ende 1998
entsprechende Abkommen mit dem deutschen HERMES wurde im letzten Jahr
bereits intensiv genutzt.

Im von der OeKB betreuten Exportfinanzierungsverfahren war 1999
eine kräftige Volumensentwicklung zu verbuchen. So standen zu
Jahresende Finanzierungen in Höhe von 276,8 Mrd. Schilling (1998:
257,2 Mrd.) aus. Im Berichtsjahr wurden 51,7 Mrd. Schilling (1998:
41,5 Mrd.) an Krediten ausgezahlt. Die Rückflüsse aus Krediten
beliefen sich auf 32,0 Mrd. Schilling (1998: 24,5 Mrd.). Die
Kreditausweitung betrug damit netto 19,7 Mrd. Schilling (1998: 17,0
Mrd.). Insgesamt nahmen mehr als 70 % der Versicherungsnehmer auch
eine Refinanzierung der OeKB in Anspruch.

Als Geschäftsstelle für inländische Anleiheemissionen betreute die
OeKB im Jahr 1999 mit einem Emissionsnominale von 14,025 Mrd. Euro
mehr als 70 % des gesamten Anleihevolumens (10,575 Mrd. Euro). Das
von der OeKB entwickelte automatisierte Auktionsverfahren hat sich
auch aus Sicht des Emittenten und der mehrheitlich ausländischen
Auktionsbanken sehr gut bewährt.

Als Abwickler der Arrangementgeschäfte an der Wiener
Wertpapierbörse verzeichnete der Bereich Börseclearing der OeKB 1999
einen Umsatz von 18,289 Mrd. Euro. Seit Übertragung des Handels an
der Wiener Börse auf das Handelssystem Xetra (5. November 1999)
ermöglicht die OeKB auch die Geschäftsabwicklung über einen
sogenannten "Clearing Agent". Damit wird vor allem deutschen
Handelsteilnehmern der Zugang zum Wiener Aktienmarkt erleichtert. Für
das Clearinghaus Euroclear nimmt die OeKB selbst als Clearing Agent
am Abwicklungsverfahren teil. Mit einem Ende Oktober eingeführten
neuen Collateralverfahren zur Besicherung des Abwicklungsrisikos
konnte die OeKB zum Vorteil der Marktteilnehmer die
Collateralanforderungen im Schnitt um 50 % reduzieren.

In der in der OeKB eingerichteten österreichischen
Wertpapiersammelbank (WSB) waren zu Jahresende 5.855
Wertpapierkategorien für 126 Deponenten verwahrt, davon Rentenwerte
mit einem Nominale von 126 Mrd. Euro. Die Sammelbank-Services wurden
durch das Produkt CCL D (Custody mit Clearing Link Deutschland)
erweitert. WSB-Kunden sparen sich so aufwendige Clearing- und
Abwicklungsstrukturen und können die an der Frankfurter Börse in
Xetra abgeschlossenen Geschäfte einfach auf ihre Depots und Konten
bei der OeKB verbuchen lassen. Die Vorteile von CCL D nutzen bereits
mehr als drei Viertel der österreichischen Marktteilnehmer. Das in
Europa einzigartige CCL-Konzept wird auch auf andere Marktplätze
ausgeweitet werden.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von professionellen
und maßgeschneiderten Informationsdienstleistungen haben sich im Jahr
1999 neben den nun verstärkt via Internet zugänglichen
FinanzDatenServices besonders die Information Services der
OeKB-Abteilung Bank- und Wirtschaftsinformation (BWI) gut entwickelt:

Mit den elektronischen Pressespiegeln liefert das BWI-Team in
Kooperation mit der Austria Presse Agentur (APA) täglich
strukturierte Überblicke über das aktuelle Geschehen aus heimischen
und internationalen Medien. Darüber hinaus nutzen Unternehmen,
Finanzdienstleister, Medien und öffentliche Stellen die Information
Services der OeKB verstärkt für Auftragsrecherchen zu
unterschiedlichsten Wirtschaftsthemen und nutzen im Rahmen von
Pauschalvereinbarungen kontinuierliche Information Broking-Services
des Institutes. Führende Häuser in Deutschland und Österreich haben
die OeKB bereits mit den Agenden des Informationsmanagements betraut.

Wesentliche Datenbasis für die Information Services der OeKB ist
die Finanz- und Wirtschaftsdatenbank FinEcon, ein umfassender Pool
von Daten und Informationen zu wesentlichen Fragen des
internationalen Finanz- und Wirtschaftsgeschehen. Die ursprünglich
für den internen Gebrauch konzipierte Datenbank ist auch direkt via
Internet weltweit abrufbar.

Der GESCHÄFTSBERICHT 1999 ist in Kürze auch als PDF-DOWNLOAD im
InformationMarket der OeKB-Website www.oekb.co.at verfügbar!

Rückfragehinweis: Peter Gumpinger,
OeKB Öffentlichkeitsarbeit
Tel: (01) 531 27-441
e-mail: [email protected]
OeKB-Services im Internet:www.oekb.co.at

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