OeKB legt Jahresergebnis 1999 vor

Innovative Produkte ergänzen bewährte Services

Wien (OTS) - Die Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB), der zentrale heimische Finanzdienstleister für Exportwirtschaft und Kapitalmarkt wird für das Geschäftsjahr 1999 eine Dividende von 12 % plus Bonus zur Dividende in Höhe von 3 % auf das im letzten Frühjahr von 440 Mio. ATS auf 100 Mio.: Euro erhöhte Grundkapital ausschütten. Dies gab das Institut anlässlich seiner Hauptversammlung bekannt.

Das im Eigentum österreichischer und internationaler Banken stehende Spezialinstitut wies zum Jahresende 1999 eine Bilanzsumme von 21,805 Mrd. Euro (1998: 20,282 Mrd. Euro) aus, wovon 21,112 Mrd. Euro (1998: 19,594 Mrd. Euro) auf die Exportfinanzierung entfielen. Die Betriebserträge vor Betriebsaufwendungen und Reservendotierungen stiegen im Vorjahresvergleich von 133 auf 137 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg im selben Zeitraum von 22 Mio. Euro auf 29 Mio. Euro.

Im Bereich der von der OeKB gestionierten Exporthaftungen konnte auch für das versicherungs-technisch schwierige Jahr 1999 eine positive Schadensrechnung vorgelegt werden: Den Schadenszahlungen von 2,7 Mrd. Schilling stehen Rückflüsse zu Schadenszahlungen von S 1,6 Mrd. Schilling gegenüber. Die daraus erwachsenen Netto-Schadenszahlungen von - 1,1 Mrd. Schilling und die 2,8 Mrd. Schilling an vereinnahmten Entgelten brachten der Republik einen Überschuss von 1,7 Milliarden Schilling (1998: 1,6 Mrd. Schilling). Selbst nach Abzug von umschuldungsbedingten Zinsnachlässen von 1,4 Mrd Schilling ergibt sich damit ein Gesamtüberschuß von immerhin 0,3 Mrd. Schilling. Damit wurden die Exporthaftungen als subventionsfreies und selbsttragendes System bestätigt.

Insgesamt wurden im Berichtsjahr von der Republik Österreich Haftungen mit einem Gesamtvolumen von 67,1 Mrd. Schilling (1998: 71,4 Mrd.) übernommen. Der Umsatzrückgang ist vor allem auf den Sondereffekt der 1998 neugeregelten pauschalen Rückgarantien an private Exportversicherer für politische Risken in OECD-Ländern zurückzuführen. Der Stand der Haftungen belief sich zum 31.12.1999 auf 388,3 Mrd. Schilling - dies entspricht einem Plus von 6,2 % gegenüber dem Stand Ende1998 (381,4 Mrd.). Berücksichtigt man auch die in den Vorjahren erteilten und 1999 bestehenden revolvierenden Haftungen, so wurden im letzten Geschäftsjahr etwa 9 % des gesamten heimischen Exports mit Exportgarantien abgesichert.

Das Jahr 1999 brachte ab 1. April eine völlig neue Prämienberechnung auf Basis des im Rahmen der OECD beschlossenen politischen Mindestprämiensystems. Zur Berechnung des Entgelts hat die OeKB einen elektronischen Entgeltrechner entwickelt, der auf der OeKB-Website oekb.co.at online zur Verfügung steht.

1999 haben die in Kooperation mit anderen Export Credit Agencies (ECAs) realisierten Großprojekte weiter an Bedeutung gewonnen. Die OeKB hat daher ihr Netz von Kooperationsabkommen zügig ausgebaut. So etwa durch Rahmenrückversicherungsabkommen mit der COFACE (Frankreich) und NCM (Niederlande). Das bereits Ende 1998 entsprechende Abkommen mit dem deutschen HERMES wurde im letzten Jahr bereits intensiv genutzt.

Im von der OeKB betreuten Exportfinanzierungsverfahren war 1999 eine kräftige Volumensentwicklung zu verbuchen. So standen zu Jahresende Finanzierungen in Höhe von 276,8 Mrd. Schilling (1998:
257,2 Mrd.) aus. Im Berichtsjahr wurden 51,7 Mrd. Schilling (1998:
41,5 Mrd.) an Krediten ausgezahlt. Die Rückflüsse aus Krediten beliefen sich auf 32,0 Mrd. Schilling (1998: 24,5 Mrd.). Die Kreditausweitung betrug damit netto 19,7 Mrd. Schilling (1998: 17,0 Mrd.). Insgesamt nahmen mehr als 70 % der Versicherungsnehmer auch eine Refinanzierung der OeKB in Anspruch.

Als Geschäftsstelle für inländische Anleiheemissionen betreute die OeKB im Jahr 1999 mit einem Emissionsnominale von 14,025 Mrd. Euro mehr als 70 % des gesamten Anleihevolumens (10,575 Mrd. Euro). Das von der OeKB entwickelte automatisierte Auktionsverfahren hat sich auch aus Sicht des Emittenten und der mehrheitlich ausländischen Auktionsbanken sehr gut bewährt.

Als Abwickler der Arrangementgeschäfte an der Wiener Wertpapierbörse verzeichnete der Bereich Börseclearing der OeKB 1999 einen Umsatz von 18,289 Mrd. Euro. Seit Übertragung des Handels an der Wiener Börse auf das Handelssystem Xetra (5. November 1999) ermöglicht die OeKB auch die Geschäftsabwicklung über einen sogenannten "Clearing Agent". Damit wird vor allem deutschen Handelsteilnehmern der Zugang zum Wiener Aktienmarkt erleichtert. Für das Clearinghaus Euroclear nimmt die OeKB selbst als Clearing Agent am Abwicklungsverfahren teil. Mit einem Ende Oktober eingeführten neuen Collateralverfahren zur Besicherung des Abwicklungsrisikos konnte die OeKB zum Vorteil der Marktteilnehmer die Collateralanforderungen im Schnitt um 50 % reduzieren.

In der in der OeKB eingerichteten österreichischen Wertpapiersammelbank (WSB) waren zu Jahresende 5.855 Wertpapierkategorien für 126 Deponenten verwahrt, davon Rentenwerte mit einem Nominale von 126 Mrd. Euro. Die Sammelbank-Services wurden durch das Produkt CCL D (Custody mit Clearing Link Deutschland) erweitert. WSB-Kunden sparen sich so aufwendige Clearing- und Abwicklungsstrukturen und können die an der Frankfurter Börse in Xetra abgeschlossenen Geschäfte einfach auf ihre Depots und Konten bei der OeKB verbuchen lassen. Die Vorteile von CCL D nutzen bereits mehr als drei Viertel der österreichischen Marktteilnehmer. Das in Europa einzigartige CCL-Konzept wird auch auf andere Marktplätze ausgeweitet werden.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von professionellen und maßgeschneiderten Informationsdienstleistungen haben sich im Jahr 1999 neben den nun verstärkt via Internet zugänglichen FinanzDatenServices besonders die Information Services der OeKB-Abteilung Bank- und Wirtschaftsinformation (BWI) gut entwickelt:

Mit den elektronischen Pressespiegeln liefert das BWI-Team in Kooperation mit der Austria Presse Agentur (APA) täglich strukturierte Überblicke über das aktuelle Geschehen aus heimischen und internationalen Medien. Darüber hinaus nutzen Unternehmen, Finanzdienstleister, Medien und öffentliche Stellen die Information Services der OeKB verstärkt für Auftragsrecherchen zu unterschiedlichsten Wirtschaftsthemen und nutzen im Rahmen von Pauschalvereinbarungen kontinuierliche Information Broking-Services des Institutes. Führende Häuser in Deutschland und Österreich haben die OeKB bereits mit den Agenden des Informationsmanagements betraut.

Wesentliche Datenbasis für die Information Services der OeKB ist die Finanz- und Wirtschaftsdatenbank FinEcon, ein umfassender Pool von Daten und Informationen zu wesentlichen Fragen des internationalen Finanz- und Wirtschaftsgeschehen. Die ursprünglich für den internen Gebrauch konzipierte Datenbank ist auch direkt via Internet weltweit abrufbar.

Der GESCHÄFTSBERICHT 1999 ist in Kürze auch als PDF-DOWNLOAD im InformationMarket der OeKB-Website www.oekb.co.at verfügbar!

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