Die Verabreichung von TAXOL auf wöchentlicher Basis erweist sich als sicher und wirksam bei der Behandlung von Eierstockkrebs

New Orleans, USA - (ots) Neuartiger TAXOL-Verabreichungsplan bietet neue Hoffnung für Frauen mit Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Forschungsergebnisse aus Schweden und Finnland, die auf dem 36. jährlichen Treffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt wurden, zeigten, dass die Verabreichung von TAXOL (Paclitaxel) in kleineren wöchentlichen Dosen genauso wirksam ist, wie das Verabreichen von einer größeren Dosis alle drei Wochen. Außerdem hat die neue wöchentliche Verabreichung den Vorteil, sowohl die hämatologischen als auch die nicht hämatologischen Nebenwirkungen wesentlich zu reduzieren.

"Dies ist eine wichtige Untersuchung, da sie zeigt, dass man die Nebenwirkungen reduzieren kann, wenn man eine wöchentliche Verabreichung wählt", sagte Dr. Per Rosenberg vom Universitätskrankenhaus in Linköping, Schweden. "Aber es ist auch wichtig, weil es darauf schließen läßt, dass wir die Dosis von TAXOL, die wöchentlich verabreicht wird, erhöhen könnten, ohne die Toxizität zu erhöhen".

TAXOL in Verbindung mit einem Platin-Medikament ist jetzt die Standardtherapie für Frauen mit Eierstockkrebs. Dies wurde kürzlich in der Verschreibungsrichtlinie bestätigt, die Anfang dieses Monats von dem UK Government's National Institute for Clinical Excellence (NICE) veröffentlicht wurde. Jedoch suchen die Ärzte noch immer nach neuen Wegen, die ermöglichen, die Toxizität auf ein Minimum zu beschränken und gleichzeitig die Antitumor-Aktivität zu erhalten.

In der Studie, die von der schwedischen und finnischen Eierstock-Kooperative durchgeführt wurde, trat bei 45 Prozent der Frauen, die mit der standardmäßigen Behandlung im Drei-Wochen-Zyklus behandelt wurden, eine Neutropenie des Grades 3 oder 4 auf, während dies nur bei 18 Prozent der Frauen der Fall war, die TAXOL auf wöchentlicher Basis erhielten. Neunundzwanzig Prozent der Frauen, denen TAXOL alle drei Wochen verabreicht wurde, hatten eine Neutropenie des Grades 3, jedoch betraf diese Komplikation nur 11 Prozent der Frauen mit wöchentlicher Verabreichung. Der Haarausfall wurde auch bei der wöchentlichen Verabreichung reduziert: Die Alopezie betraf 79 Prozent der Frauen, die das Medikament im Drei-Wochen-Zyklus erhielten, verglichen mit 46 Prozent der Frauen, die TAXOL wöchentlich verabreicht bekamen.

Obwohl die wöchentliche Verabreichung von TAXOL die Anzahl der Frauen, die Nebenwirkungen hatten, erheblich reduzierte, hatte die Umstellung auf die wöchentliche Behandlung keine Auswirkung auf die Wirksamkeit des Medikaments. Der Anteil der Frauen, der auf die Behandlung ansprach betrug bei der TAXOL-Verabreichung alle drei Wochen 37% und 35% bei der wöchentlichen Verabreichung von TAXOL.

Die gesamte mittlere Überlebensrate war vergleichbar: 14,7 Monate bei den Frauen, die wahllos ausgewählt wurden und das Medikament alle drei Wochen erhielten und 13,6 Monate bei der wöchentlichen Verabreichungsgruppe.

Mehr als 200 Frauen wurden für die drei-wöchentliche bzw. die ein-wöchentliche Verabreichungstherapie zufällig ausgewählt. Die wöchentliche Dosis wurde so berechnet, dass sie die gleiche Dosisintensität hatte, wie die herkömmliche drei-wöchentliche Dosis, d.h. 67 mg/m2 pro Woche. Alle Frauen, die an der Studie teilnahmen litten unter Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium und hatten mindestens eine platinbasierte Chemotherapie hinter sich.

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