- 18.05.2000, 10:35:32
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- OTS0170
Umwelt-Informationstag für NÖ Gemeinden
Sobotka: Großräumige Lösungen nachhaltigen Wirtschaftens
St.Pölten (NLK) - In St.Pölten fand heute ein
Umwelt-Informationstag für niederösterreichische Gemeinden zu den
Bereichen Abfallwirtschaft, Wasser - Abwasser - Luft, Contracting,
Energiesparen, Infrastruktur/Verkehr und Telekommunikation statt.
Umwelt-Landesrat Wolfgang Sobotka betonte dabei, es gehe bei diesen
so wichtigen Themen generell um großräumige Lösungen für die gesamte
Ostregion, um ein nachhaltiges Wirtschaften für die nächsten
Generationen, um einen Produktions-Stop von Altlasten und eine
Absicherung bzw. Sanierung der Wasservorräte.
Beim Thema Abfall verwies der Landesrat auf die klare NÖ Strategie
von Vermeiden - Trennen - Verwerten, die auch dank der Arbeit der
Kommunen und der landesweiten Aktion "Sei g’scheit, vermeid" dazu
beigetragen hätte, dass die Zuwachsraten bei Haus- und Restmüll seit
1992 nicht mehr wesentlich gesteigert, in Teilbereichen sogar
deutlich gesenkt und jedenfalls geringer als die
Wirtschaftswachstumsraten ausgefallen wären.
Hinsichtlich der Verwertung erneuerte Sobotka das klare Bekenntnis
des Landes und der NÖ Abfallwirtschaftsverbände zur Verbrennung, die
mittlerweile auch vom WWF in der Schweiz als die geeignetste Methode
anerkannt worden sei. Umweltpolitik dürfe nicht von der
wirtschaftlichen Nutzung räumlicher Voraussetzungen dominiert werden,
weshalb er Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der zufolge einer
Strategie aus den 80er-Jahren angelegten riesigen Deponievolumen für
andere Nutzungsmöglichkeiten begrüße.
Im Bereich Abwasser erhob der Landesrat die Forderung nach einer
klaren Ausrichtung vom Grenzwert zum Richtwert in Wasserrechtsgesetz
sowie nach ökologischen Modellen wie etwa in der Ökosiedlung
Dunkelsteinerwald, die den Wasserkreislauf forcieren. Um die
Gemeinden nicht vor unlösbare Probleme zu stellen und die
Ökostandards aufrechterhalten bzw. leistbar machen zu können, brauche
Niederösterreich hier die Unterstützung des Bundesgesetzgebers, wofür
er gemeinsam mit den Landesräten Knotzer und Stadler bei Minister
Molterer vorsprechen werde.
Das Contracting nannte Sobotka abschließend ein in der
Öffentlichkeit noch zu wenig bekanntes Instrument zur besseren
Bewirtschaftung von Stoffkreisläufen für knappe Kassen bzw. klares
Signal, dass Umweltschutz nicht nur koste, sondern wirtschaftlich
auch etwas bringe. Im Rahmen des NÖ Umweltsystems NUS gehe
Niederösterreich jetzt auch daran, den durch Umwelt-Zertifizierungen
in der Privatwirtschaft erzielten wirtschaftlichen Erfolg auch auf
den Non-Profit-Bereich umzulegen.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2175
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