Greenpeace warnt: Gift in Babywindeln von Pampers und Benetton!

Bundesregierung muß Schutz der Babys sicherstellen

Wien/Berlin (OTS) - Greenpeace-Untersuchungen in Deutschland haben ergeben, dass in den Babywindeln von Pampers und Benetton das Immun-und Hormongift TBT enthalten ist. Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung sofort auf, die in Österreich verkauften Babywindeln sofort auf diese Giftstoffe zu untersuchen.

Greenpeace Deutschland fand das Hormongift TBT (Tributylzinn) und andere giftige Organozinn-Verbindungen in mehreren Marken von Babywindeln: Pampers Baby Dry (von Procter & Gamble), Fixies Ultra Dry (von der Paul Hartmann AG), United Colors of Benetton Junior unisex (von Ledysan Spa). Die Gift-Belastung reichte von 4,2 Mikrogramm TBT in Benetton-Windeln bis zu 8,6 Mikrogramm TBT. Außerdem fanden sich neben TBT weitere Organozinnverbindungen wie DBT (Dibutylzinn) und MBT (Monobutylzinn) in Windelteilen, die direkt mit der Haut der Babys in Berührung kommen.

Greenpeace fordert die Bundesregierung auf, in Österreich verkaufte Marken von Babywindeln unverzüglich auf das Vorhandensein von Organozinn-Verbindungen wie TBT, DBT und MBT sofort zu untersuchen. "Die Regierung muss sofort alles unternehmen, um die Gesundheit unserer Kinder zu schützen", fordert Greenpeace-Sprecher Matthias Schickhofer.

"TBT ist einer der giftigsten Stoffe der Welt. Es wird über die Haut aufgenommen und schädigt Mensch und Umwelt", sagt der deutsche Greenpeace-Chemieexperte Thilo Maack. Das Umweltgift TBT hat eine hormonähnliche Wirkung. Es schädigt selbst in geringen Mengen das Immunsystem und beeinträchtigt das Hormonsystem. Greenpeace fand das Gift bereits früher in Speisefischen, Fußball-Trikots und PVC-Böden. TBT wird auch in Schiffsfarben eingesetzt, da es schon in kleinsten Mengen Algen und Muscheln tötet. Greenpeace betont, dass es für alle Organozinn-Verbindungen sinnvolle umweltfreundliche Alternativen gibt. Weitere Windelmarken werden von Greenpeace Deutschland derzeit untersucht. Die Ergebnisse werden für nächste Woche erwartet.

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