- 12.05.2000, 11:46:55
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- OTS0166
"Spurensuche - Czernowitz und die Bukowina einst und jetzt"
Ausstellung auf der Schallaburg
St.Pölten (NLK) - Aus dem Jahr 1775 stammt die Urkunde, mit der
die Bukowina mit der Hauptstadt Czernowitz an Österreich abgetreten
wurde. Dieses Datum sowie das 175jährige Gründungsjubiläum der
Franz-Josephs-Universität in Czernowitz ist Anlass der Ausstellung
"Spurensuche - Czernowitz und die Bukowina einst und jetzt", die vom
3. Juni bis 29. Oktober auf Schloss Schallaburg gezeigt wird.
Mitveranstalter ist der Traditionsverband "Katholische Czernowitzer
Pennäler".
Das östlichste Kronland der Habsburger Monarchie ist dem
Bewusstsein der heutigen Österreicher fast völlig entschwunden. Es
kam 1775 zu Österreich, wurde 1918 rumänisch, 1940 sowjetisch und ist
heute zwischen der Ukraine und Rumänien aufgeteilt: Der nördliche
Teil mit Czernowitz gehört zur Ukraine.
In der österreichischen Zeit erlebte Czernowitz eine
wirtschaftliche und kulturelle Blüte, viele bedeutende Literaten
stammen aus Czernowitz, es gab hier eine deutsche Bevölkerungsgruppe
ebenso wie eine große jüdische Gemeinde, aber auch Vertreter vieler
anderer Völker. Die Architektur in Czernowitz entspricht dem
altösterreichischen Stil, viele Architekten, die auch in anderen
Hauptstädten der Habsburger Monarchie und in Wien bauten, haben in
Czernowitz ihre Spuren hinterlassen. Die Stadt selbst wurde in den
Weltkriegen nicht zerstört, die Architektur heute präsentiert sich in
ihrer ursprünglichen Form. Die zahlreichen Leihgaben, beispielsweise
Originale aus dem "Kronprinzenwerk" (Band "Bukowina") oder die
Abtretungsurkunde aus dem Jahr 1775 und künstlerisch hochwertige
Huldigungsadressen an das Kaiserhaus stammen aus der
Nationalbibliothek, aber auch aus privaten Sammlungen.
Die Eröffnung am 2. Juni wird Landeshauptmannstellvertreterin
Liese Prokop im Beisein offizieller Vertreter der Ukraine und des
Czernowitzer Bürgermeisters vornehmen. Texte aus der
jüdisch-deutschen Literatur der Bukowina werden ebenso vorgetragen
wie das Czernowitzer Universitätslied von 1875 und das Tonbild
"Czernowitz - Zauber einer Stadt".
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174
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