Burschenschafter-Kommers und Gegen-Demonstartion

Wien (OTS) - "... Man kann dazu stehen wie man will, CV war immer katholisch und pro Österreich, Burschenschafter waren immer antiklerikal und deutschnational.", sagt der Innsbrucker Univ.Doz. Dr. Reinhold Gärtner (Forschungsschwerpunkte Rechtsextremismus, Rassismus, Migrationspolitik) in einem Interview mit der Zeitschrift "Diogenes" der Südtiroler Hochschülerschaft Nr. 32/ März 2000, Seite 6 und 7).

Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) möchte unterstreichen, dass er sich als katholischer Verband ganz klar von den Umtrieben der Burschenschafter und der sonstigen Beteiligten an der Veranstaltung in Innsbruck distanziert. Obwohl es im äußeren Erscheinungsbild (Band, Mütze, studentische Tracht) keine erkennbaren Unterschiede gibt, liegen doch in der ideologischen Ausrichtung Welten zwischen den deutsch-nationalen/freiheitlichen Studentenverbindungen (Burschenschaften, Corps,.....) und den katholischen, christlich-sozial geprägten Verbindungen des ÖCV.

"Unter dem Deckmantel einer akademischen Diskussion latent rechtsextremes Gedankengut aus einer längst überwunden geglaubten Zeit hoffähig machen zu wollen, wird von uns auf das entschiedenste abgelehnt; und auch wenn die Herren Burschenschafter sich als nette und ordentliche Akademiker präsentieren wollen, so sind sie doch nur Vertreter einer Herrenrasse-Mentalität, die in ein neues, zusammenwachsendes und sich erweiterndes Europa einfach nicht passt.", meinen der ÖCV-Präsident, Mag. Christian Gehrer und der Präsident des Innsbrucker CV Hans-Michael Höfle unisono.

Selbstverständlich muss in einem liberal-demokrtischen Rechtsstaat die Versammlungsfreiheit sowohl für die Burschenschafter als auch für ihre Gegendemonstrierer erlaubt sein. Hier treffen aber zwei politisch extreme Positionen aufeinander, deren Gewaltbereitschaft auf beiden Seiten natürlich großen Sprengstoff in sich birgt und daher Anlass zur Sorge gibt, so der ÖCV.

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