• 10.05.2000, 14:15:36
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  • OTS0266

Österreichs Kaffee- und Teewirtschaft wehrt sich gegen Steuererhöhung

Wien (OTS) - Nach der Abschaffung der nicht EU-konformen
Getränkesteuer hat das Finanzministerium ein Ersatzpaket vorgestellt,
das den entstehenden Steuerausfall kompensieren soll. Ein
erheblicher Anteil an der Ersatzfinanzierung soll durch eine
Verdoppelung der bisherigen Mehrwertsteuer für Kaffee und Tee im
Handel sowie für Kaffee und alle heißen Aufgussgetränke in der
Gastronomie erzielt werden. Den österreichischen Konsumenten trifft
die Erhöhung also in doppelter Hinsicht, für den Kaffee- und Teegenuß
daheim wie auch beim Verzehr außer Haus.

Diese Erhöhung wird den Verbraucher und hier am stärksten die
Familien betreffen. Denn der Kaffee, als Österreich's beliebtestes
Genußmittel, wird durch die Mehrwertsteuererhöhung von 10 auf 20
Prozent für jeden Haushalt um mehr als S 160,-- teurer. Die
Kaffeeröster Österreichs appellieren daher an die Parlamentarier, den
zu beschließenden Initiativantrag vehement abzulehnen.

Der Kaffee- und Tee-Verband Österreichs kritisiert die geplanten
Ersatzmaßnahmen zur Kompensation der bisherigen Getränkesteuer auf
das Schärfste. Die Entwicklung der Ertragslage der österreichischen
Kaffeewirtschaft in den letzten anderthalb Jahre ist ohnehin sehr
angespannt, da auf Grund eines Verdrängungswettbewerbs die
Verbraucherpreise für Kaffee kontinuierlich gefallen sind (minus 16
Prozent), während gleichzeitig die Rohkaffeepreise deutlich gestiegen
sind (plus 23 Prozent). Durch die Euro-Schwäche hat sich der
US-Dollar seit 1998 um rund 50 Prozent für den Rohkaffee-Einkauf
verteuert. Preiserhöhungen für Röstkaffee wären daher schon vor
Monaten notwendig gewesen.

Aus den genannten Gründen wird es nur schwer möglich sein, diese
Kostensteigerungen nicht weiterzugeben. Durch eine zusätzliche
Verteuerung der Mehrwertsteuer kommt auf die Verbraucher eine
erhebliche Belastung zu. Dennoch werden Kaffee und Tee immer noch die
günstigsten Warmgetränke bleiben. Die Kosten für eine zu Hause
konsumierte Tasse werden etwa um 8 Groschen steigen. Gleiches gilt
auch für den löslichen Bohnenkaffee.

Rückfragehinweis: Kaffee- und Tee-Verband
1080 Wien, Alser Str. 45/4B
Univ.-Prof. Dr. Heinz Vejpustek
Tel.: (01) 405 74 42
Fax: (01) 408 78 11

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