• 10.05.2000, 13:09:45
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  • OTS0230

Partnertag Abfallwirtschaft 2000=

Tag der offenen Tür im "48er-Zelt"

Wien, (OTS) Am Freitag, 12. Mai findet in Österreich erstmals
der "Partnertag Abfallwirtschaft" statt, analog zu dem von der
UNO ausgerufenen Weltwassertag am 22. März. Initiiert vom
Umweltministerium soll damit die Bedeutung einer funktionierenden
Abfallwirtschaft herausgestrichen und die partnerschaftliche
Verantwortlichkeit der Gesellschaft für die Abfallwirtschaft in
der Öffentlichkeit verankert werden. Die für die Abfallwirtschaft
in Wien zuständige MA 48 - international anerkannt und häufiges
Ziel von Delegationen - beteiligt sich an dieser Aktion mit einem
"Tag der offenen Tür" in der Abfallbehandlungsanlage in Wien 22,
Percostraße 2. Unter fachkundiger Führung sind die Wienerinnen und
Wiener herzlich eingeladen, sich im "Mistzelt" anzuschauen, was
und wie die "48er" noch Wertvolles aus ihrem Mist herausholt.
Jeweils um 9.00, 11.00, 13.00 und 15.00 ist Treffpunkt beim
Portier des Bürogebäudes. (Achtung: Einfahrt mit Privat-PKW in die
Anlage ist nicht möglich !)

Die Abfallbehandlungsanlage - "48er-Zelt" - in ihrer heutigen
Form entwickelte sich aus der Idee einer privaten Firma, den
Wiener Hausmüll mechanisch in seine Bestandteile (z.B: Metalle,
Papier, Kunststoffe, etc.) zu trennen. 1979 hat die Firma Rinter
AG das Gebäude einschließlich einer mechanischen Separationsanlage
errichtet. Dieses Vorhaben konnte nicht realisiert werden, da es
technisch nicht möglich ist, den Hausmüll mechanisch in seine
einzelnen Bestandteile zu zerteilen. Somit ging die private Rinter
AG einige Zeit später in den Zwangsausgleich.

1984 wurde das Gebäude von der Stadt Wien - vertreten durch
die MA 48 - gepachtet und 1999 gekauft. 1987 wurde die vorhandene
Separationsanlage abgebaut und folgende neue Anlagen im Sinne der
Fortschreibung des Wiener Abfallwirtschaftskonzeptes errichtet,
die auch am "Partnertag Abfallwirtschaft 2000" besichtigt werden
können.

o Sortieranlage für Kunststoff- und Verbundstoffverpackungen:

sie dient derzeit für die Sortierung von getrennt gesammelten
Verpackungen aus Haushalt und Gewerbe. Im Sortierhaus erfolgt
nach einer vorherigen Abtrennung der Eisenbestandteile durch
einen Magnetabscheider die manuelle Aussortierung der Altstoffe
getrennt nach Kunststoffsorten (z.B: Flaschen, Folien, Behälter,
etc). Diese aussortierten Fraktionen, sowie die thermische
Fraktion (für die Verbrennung) werden der ÖKK zur Verwertung
übergeben.
o Kompostaufbereitungsanlage:

Sie ist für eine Jahreskapazität von rund 100.000 Tonnen
ausgelegt und wird einschichtig betrieben. Die getrennt
erfassten biogenen Abfälle werden über eine Sortierstrecke
gefahren, von Störstoffen befreit und anschließend mit dem
zerkleinerten Strukturmaterial aus gewerblichen und privaten
Anlieferungen in einer Mischtrommel homogenisiert. Diese
Kompostrohfraktion wird mit Großraumfahrzeugen in das
Kompostwerk Lobau zur weiteren Verarbeitung transportiert.
o Behandlungsanlage für Verbrennungsrückstände:

Aus den von den drei thermischen Behandlungsanlagen (Spittelau,
Flötzersteig, EBS) angelieferten Schlacken wird der Eisenanteil
abgeschieden und einer Verwertung zugeführt. Die verbleibenden
Rückstände werden mit Asche, Zement und Wasser zu einem
erdfeuchten Beton vermischt, um sie auf der Deponie Rautenweg
zur Errichtung eines Randwalles zu verwenden.
o Behandlungsanlage für Elektro- und Elektronik-Altgeräte:

Der auf den Wiener Mistplätzen angenommene Elektro- und
Elektronikschrott wird in dieser, 1996 errichteten Anlage,
zerlegt und die schadstoffhaltigen Komponenten entfernt. Die
gewonnenen Fraktionen werden einer entsprechenden Verwertung
oder Entsorgung zugeführt.
o Bahnverladung:

Sie dient für den Abtransport und Umschlag von angelieferten
Altstoffen, derzeit hauptsächlich Haushaltsschrott, Altglas,
Altholz, zu Ballen verpresste Wellpappe und
Verpackungskunststoffe.
o Betrieb eines der 19 Wiener Mistplätze beim "48er-Zelt":

Hier besteht die Möglichkeit, Alt- und Problemstoffe sowie
Sperrmüll in Haushaltsmengen abzugeben. Dieser Mistplatz steht
als Einziger auch an Sonntagen von 7 bis 18 Uhr der Wiener
Bevölkerung zur Verfügung.
o Weitere Informationen:

MA 48 - Peter Frybert:
Tel: 588 17/96071
(Schluss) ma

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Renate Marschalek
Tel.: 4000/81 070
e-mail: mar@guv.magwien.gv.at

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