Weltweit erster Bibliotheksbestand über WAP zugänglich

Wien, (OTS) Kulturstadtrat Peter Marboe wies auf die
Bedeutung der Wiener Stadt- und Landesbibliothek mit ihren reichen Beständen an Büchern , wertvollen Autographen, Plakaten etc. hin. Mit der Möglichkeit des Zugriffs über WAP lade die Bibliothek zusätzliche potentielle Benützer ein, sich dieser Bestände zu bedienen. Die Bibliothek zeige damit, dass sie ihre großartige Tradition mit neuesten Technologien zu verbinden verstehe.

Die Wiener Stadt- und Landesbibliothek bietet in einer spektakulären Aktion als weltweit erste Bibliothek ihren Bibliotheksbestand über WAP an. Seit 8. Mai können mit einem WAP-fähigen Handy oder Palmtop die Bücher und Zeitschriften der Bibliothek durchsucht und auch - obwohl WAP den Versand von E-
Mails derzeit noch nicht zulässt - für die Benützung im Lesesaal reserviert werden. Die Adresse dafür lautet: wap.wstlb.at/.

Das Wireless Application Protocol (WAP) ist ein standardisiertes Protokoll, das Handys und anderen mobilen Geräten eine drahtlose Verbindung zum Internet ermöglicht. Nach den Voraussagen der Marktforscher werden in wenigen Jahren 95 Prozent aller Handys WAP-fähig sein, sodass das bisher noch dünne Informationsangebot über WAP bald explodieren wird.****

Mit WAP nützt die Bibliothek eine weitere Möglichkeit, die Bibliotheksbestände näher an den Bürger zu bringen. Über die Internet-Kataloge ist die Bibliothek bereits 24 Stunden am Tag für Recherchen geöffnet und der Bibliotheksbenützer damit zeitlich vollkommen unabhängig. Mit WAP hat nun auch die ortsunabhängige Recherche eine neue Dimension erreicht.

Gemeinsam mit der auf Bibliotheks-EDV spezialisierten österreichischen Softwarefirma Dabis (Bibliotheksystem BIS-C)
wurde dieses Projekt in äußerst kurzer Zeit auf die Beine gestellt. Von der Idee bis zur technischen Umsetzung dauerte es
zwei Wochen, wobei die für die Internet-Kataloge geleisteten Vorarbeiten genützt werden konnten. Die Kürze der Umsetzungszeit ist auch ein Beweis dafür, dass die Bibliothek ihren Ruf als verschlafene Idylle längst nicht mehr verdient, dass vielmehr hinter den Kulissen ein rasanter Entwicklungsprozess abläuft, der alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen stellt.

Dass die Bibliothek einen umfangreichen Bestandskatalog mit mehr als 300.000 Titeln im Internet und über WAP anbieten kann, hängt mit einer 1993 gefällten zukunftsweisenden Entscheidung zusammen. Damals wurde mit der Erfassung der in den traditionellen Zettelkatalogen verzeichneten Altbestände begonnen, so dass heute Bücher und Zeitschriften bis zum Buchstaben R des alphabetischen Kataloges über die Bibliotheksbank abfragbar sind. Besonders im Internetzeitalter ist dies eine hervorragende Grundlage für eine effektvolle Nutzung des Bibliotheksbestandes durch die Benützer.

Die Wiener Stadt- und Landesbibliothek hat schon jetzt eines der vielfältigsten Internetangebote unter den österreichischen Bibliotheken. Herzstück ist der Buch- und Zeitschriftenkatalog, dazu sind in den letzten Jahren der Plakatbestand mit rund 43.000 Titeln und die Flugschriften zur Revolution 1848 gestoßen, der Handschriftenkatalog ist in Vorbereitung. Zu diesen Datenbanken kommen rund 2.800 weitere Seiten mit Inhaltsangeboten, darunter 17 Ausstellungskataloge im Volltext mit allen Abbildungen.

1999 ergriff die Bibliothek die Initiative zu einer
gemeinsamen Internet-Plattform der österreichischen Landesbibliotheken (www.lbb.at/), über die die Buchbestände dieser Bibliothek durchsucht werden können. Auch dieser virtuelle Bibliothekenverbund wird in Kürze über WAP abfragbar sein.

Weitere Informationen:
o Dr. Gerhard Renner, (+ 43 1) 4000-84 912,

e-mail: ren@m09.magwien.gv.at
o Dipl.-Ing. Dr. Marcus Zelezny (+ 43) 0664 5318503,

e-mail: marcus.zelezny@tuwien.ac.at.
(Schluss) gab/bs

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