- 09.05.2000, 13:10:35
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Vizebürgermeisterin Grete Laska zu F-Forderungen=
"Gratiskinderbetreuugsplätze sind Wahlbetrug"
Wien, (OTS) Aus aktuellen Anlass nahm Vizebürgermeisterin und
Sozialstadträtin Grete Laska im Rahmen des
Bürgermeisterpressegesprächs zur Forderung der Freiheitlichen
Partei nach Gratiskinderbetreuungsplätzen Stellung. "Um
politisches Kapital zu schlagen, fordert die Freiheitliche Partei
wieder einmal Gratiskinderbetreuungsplätze. Wir werden das
hervorragend bewährte Prinzip der sozialen Staffelung und der
sozialen Treffsicherheit weiterverfolgen. Außerdem gehe ich davon
aus, dass was Klubobmann Kabas 11 Uhr verspricht, er bereits um
11.30 Uhr wieder vergessen hat", leitete die Vizebürgermeisterin
ein.
Derzeit stehen rund 75.ooo Kinderbetreuungsplätze zur
Verfügung. Ein Drittel bezahlt de facto keinen Beitrag, etwa ein
Drittel der Beiträge ist gestaffelt und nur ein weiteres Drittel
muss für den vollen Betreuungsbeitrag aufkommen. Diese soziale
Staffelung gilt selbstverständlich nicht nur für gemeinnützige
Träger, sondern auch für jene Betreuungsplätze die seitens der
Stadt zugekauft werden. Ziel ist es auch im Zuge des weiteren
Ausbaues, dieses System zu gewährleisten.
Darüber hinaus zeigt sich Laska verärgert über die angekündigte
Unterschriftenaktion zu diesem Thema "Diese Aktion ist einmal mehr
ein Versuch, um bei der WienerInnen für die verlogenen Pläne der
FPÖ Zustimmung zu erheischen. Die Rechnung, Gratisbetreuungsplätze
mit einem Kostenaufwand von nur 400 Millionen Schilling
finanzieren zu können, fällt einmal mehr unter Wahlbetrug",
stellte Laska fest. Die Maßnahmen der FPÖ hätten einzig und allein
eine Umverteilung der sozialen Transferleistungen von unten nach
oben zum Ziel.
Die tatsächlichen Kosten für die Bereitstellung von
Gratisplätzen würden sich auf rund 1,5 Milliarden Schilling
belaufen. Einzig die Umstellung auf Bildungseinrichtungen für die
Altersgruppe der 3-6 jährigen auf Bildungseinrichtungen wurde
aufgrund der Tatsache, dass die Betreuerkosten vom Bund getragen
werden müssten, zu einer spürbaren Kostenreduktion führen.
"Qualität ist in Wien mit einem hohen pädagogischen Standard
verbunden. Eine Verminderung dieser Qualität werden wir jedenfalls
nicht zulassen", schloss Laska. (Schluss) zi
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Barbara Zima
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