• 09.05.2000, 11:54:31
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Bruno Baumann hat es geschafft / Spektakuläre Wüstendurchquerung revidiert den großen Forscherpionier Sven Hedin

München (ots) -
- Querverweis: Bild ist abrufbar unter:
http://recherche.newsaktuell.de/galerie.htx?type=obs

Bruno Baumann, Abenteurer, Himalaya-Experte und erfolgreicher
Wüstenwanderer, ist am 8. Mai in München gelandet. Genau einen Monat
zuvor war Baumann aufgebrochen, um noch einmal zu wagen, was vor ihm
erst einem gelang: die Durchquerung der Takla Makan, der mit 338.000
km2 größten zusammenhängenden Sandwüste der Welt: Dieser als
Todeswüste verrufenen Region im Westen Chinas sollen ganze Karawanen
zum Opfer gefallen sein. 1895 hatte Sven Hedin, der große
Forscherpionier, bei dem Versuch, durch das Innerste der Wüste zu
ziehen, einen Großteil seiner Karawane verloren; er selbst hatte das
Drama in der Takla Makan nur knapp überlebt. Jetzt gelang es Baumann,
das Rätsel des Hedinschen Wüstendramas aufzuklären und den
schwedischen Forscher, der zum Mythos für Generationen wurde, in
einem völlig neuen Licht zu zeigen.

Als Bruno Baumann am 8. April mit zwei einheimischen Begleitern
und sechs Kamelen in der kleinen Oase Merket aufbrach, ahnte er
nicht, daß ihm ähnlich dramatische Erlebnisse bevorstehen würden. Die
Expedition hatte mit extremen Sandstürmen, insbesondere dem
berüchtigten schwarzen Sandsturm Kara Buran zu kämpfen. Außerdem
erwies sich Yaman Kum, der berüchtigte "schlimme Sand", als schier
unüberwindliches Hindernis. Nach 18 Tagen waren die Wasserreserven
nahezu aufgebraucht, und auch Baumanns Karawane drohte der Untergang.
Vier der sechs Lastenkamele gingen zugrunde, und ein Großteil der
Ausrüstung mußte zurückgelassen werden. Als auch noch die letzten
beiden Kamele vor Erschöpfung liegen blieben, mußten Bruno Baumann
und seine Begleiter mit den letzten knappen Wasserreserven um ihr
nacktes Leben laufen. Am eigenen Leib erlitt Baumann, der 1994 durch
seine lebensgefährliche Durchquerung der Gobi für Aufsehen gesorgt
hatte, was schon Hedin erfahren mußte: "Zuerst sterben die Kamele,
dann kommen die Menschen an die Reihe." Am 21. Tag erreichten sie
buchstäblich mit dem letzten Schluck Wasser das rettende Ufer des
Khotan darya, eines heute ausgetrockneten Flußlaufs.

Bruno Baumanns spannender Bericht erscheint unter dem Titel
"Karawane ohne Wiederkehr" im Oktober 2000 im Malik Verlag, München.

ots Originaltext: PIPER MALIK KABEL
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Für weitere Informationen:
PIPER MALIK KABEL
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Eva Brenndörfer, Susanne Grünbeck
Tel. +49-89 / 38 18 01 - 25 / - 28
Fax +49-89 / 38 18 01 - 65
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