- 08.05.2000, 12:03:13
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GPA-Jugend: Regierung soll mit "Qualtinger-Politk" Schluss machen
GPA-Jugendgewerkschaftstag fordert politischen Kurswechsel, "bevor wir uns im Abgrund wieder finden
Wien (GPA/ÖGB). ”Wir bewegen was uns bewegt” - Unter diesem Titel
stand der 28. Jugendgewerkschaftstag der GPA, der vergangenes
Wochenende über die Bühne ging. Unter den zahlreichen Ehrengästen
konnte allen voran der Vorsitzende der GPA, Hans Sallmutter begrüßt
werden.++++
Sallmutter ging ihn seinem Eröffnungsreferat auf die aktuelle
politische Lage ein und richtet an die jungen GewerkschafterInnen den
Appell ”aufzupassen und genau zu schauen, was diese Regierung mit den
ArbeitnehmerInnen in diesem Land vor hat.
Die Demontageversuche bei den Sozialversicherungen und der
Arbeiterkammer sprechen eine klare Sprache. Wir dürfen uns das nicht
kaputt machen lassen! ” Bundesministerin a.D., stv. Vorsitzende der
GPA, Lore Hostasch, rief in ihrem Eröffnungsstatement dazu auf, die
Vorhaben der neuen Regierung konsequent mit viel Diskussion unter den
Leuten bekannt zu machen.
Hostasch: ”Wir haben gute Unterlagen, Broschüren und Programme -
diese gilt es aber auch in vielen Gesprächen den Sozialabbau-Plänen
der Regierung gegenüberzustellen und klar zu machen, wer hier die
Interessen der ArbeitnehmerInnen vertritt.” Als Vertreter
befreundeter ausländischer Organisationen, ging Olaf Behm,
Vorsitzender der Deutschen Angestellten Gewerkschaft DAG-Jugend, auf
die EU Sanktionen ein. Behm: ”Uns scheinen diese Sanktionen
gerechtfertigt und als DAG sprechen wir uns eindeutig dafür aus. Klar
ist auch, dass sich unserer Auffassung nach, diese Sanktionen nicht
gegen die österreichische Bevölkerung richten, sondern vielmehr gegen
die Beteiligung einer rechtspopulistischen Partei an der
Bundesregierung.”
Die über 140 Delegierten beschlossen auch die Schwerpunkte der
gewerkschaftlichen Arbeit für die nächsten Jahre und wählten Barbara
Novak-Schild erneut zur Vorsitzenden der GPA-Jugend. Novak-Schild:
”Für die nächsten Jahre liegt viel Arbeit vor uns und wir müssen
dafür sorgen, dass unsere Vorstellungen im Interesse der Jugendlichen
auch gehört werden. Wir treten gegen die Pläne, junge
ArbeitnehmerInnen, SchülerInnen und StudentInnen ins Visier zu nehmen
auf.” So sind geplante Maßnahmen wie die weitere Aufweichung der
Jugendschutzbestimmungen für Lehrlinge, die Kürzung des
Bildungsbudgets und die Einführung von Studiengebühren entschieden
abzulehnen. Maßnahmen, die die Zukunft der Jugendlichen gefährden,
wie zum Beispiel die Änderungen beim Zivildienst, müssen
zurückgenommen werden. ”Wir müssen dafür sorgen, dass diese Regierung
von ihrer ”Qualtinger”-Politik - egal wohin aber Hauptsache wir sind
schneller dort - abkommt, bevor wir uns im Abgrund wieder finden.”
Barbara Novak-Schild weiter. ”Unsere Aufgabe ist es, diesem
reaktionären Regierungskurs, Politik für ArbeitnehmerInnen
gegenüberzustellen. Einer Ansiedlung des Arbeitsinspektorates im
ehemaligen Wirtschaftsministerium, stellen wir die Forderung nach
Verlagerung in die Kammer für Arbeiter und Angestellte gegenüber,”
zeichnet die GPA-Jugend Vorsitzende den Weg für die Zukunft vor.
Der 28. Jugendgewerkschaftstag nahm auch am 7. Mai 2000 an den
Gedenkfeierlichkeiten anlässlich des 55. Jahrestages der Befreiung
des Konzentrationslagers Mauthausen mit über 100 jungen
GewerkschafterInnen teil. Jugendsekretär der GPA, Alexander Prischl
dazu: ”Es ist für uns ein Auftrag, gerade in diesen Zeiten gegen
aufkeimende AusländerInnenfeindlichkeit aufzutreten. Wir verneigen
uns in Demut vor den Opfern des Nationalsozialismus und werden auch
in Zukunft unseren Beitrag dazu leisten, niemals zu vergessen.”
ÖGB, 8. Mai 2000
Rückfragehinweis: Alexander Prischl
GPA-Jugend
Telefon (01) 313 93/238 Dw.
e-mail: [email protected]
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