FORMAT: Mysteriöser Tod eines nigerianischen Häftlings in Wiener Gefängnis

26jähriger tot im Sessel aufgefunden - Mißhandlungsvorwürfe gegen Polizei

Wien (OTS) - Wie das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet, ist es in der Nacht von 2. auf 3. Mai in der Justizanstalt für Jugendliche in der Rüdengasse (Wien-Erdberg) zu einem mysteriösen Todesfall gekommen: Der aus Nigeria stammende Richard Ibekwe, 26, wurde gegen drei Uhr früh tot in einem Sessel sitzend aufgefunden.

Ibekwe, der unter dem Namen Richard Peter Weah in Österreich um Asyl angesucht hatte, war am 29. April bei einer Razzia in einem Heim des Vereines "Soteria" im 17. Wiener Gemeindebezirk verhaftet worden. Nach Augenzeugenberichten wurde der Mann dabei von Polizeibeamten geschlagen.

Über die Todesursache herrscht bislang Unklarheit. Die Obduktion ist bislang nicht abgeschlossen. Im Justizministerium und in der Justizanstalt wird jedoch damit spekuliert, daß Ibekwe wegen einer Überdosis gestorben sei. Allerdings befand sich der Häftling bei seinem Tod bereits vier Tage im Gewahrsam der Behörden.

Harison Ibekwe, der Cousin des Toten, erklärte gegenüber FORMAT, Richard sei völlig gesund gewesen: "Ich habe noch vergangene Woche mit ihm telefoniert. Dabei klagte er über keinerlei Beschwerden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß er eines natürlichen Todes gestorben ist."

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