- 29.04.2000, 11:10:00
- /
- OTS0054
Weninger: Zivildienst-Warteliste: Verkürzung des Zivildienstes auf 8 Monate
Zivildienst-Hotline des Innenministers wenig hilfreich
St. Pölten, (SPI) - "Die Verkürzung der Zivildienstzeit auf 8
Monate” fordert der Jugendsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg.
Hannes Weninger. Kürzungsminister Ernst Strasser wirft Weninger
brutale Kaltschnäutzigkeit vor. "Wie die die blau-schwarze
Bundesregierung mit der Jugend umgeht, ist menschenunwürdig”, so
Weninger. Die kurzfristige Streichung von hunderten
Zivildienststellen bedoht die Lebensplanung tausender junger
Männer und gefährdet die Existenz wichtiger Hilfsorganisationen.
Zur Budgetsanierung jene als erstes zu opfern, die sich am
wenigsten wehren können, ist politische Feigheit. Sollte es
wirklich um die Budgetsanierung gehen, kann das Problem mit einer
Kürzung der Zivildienstzeit auf 8 Monate gelöst werden, ohne dass
die Jugend und die Hilfsorganisationen exestentiell gefährdet
werden. Damit würde auch wieder ein Schritt in Richtung mehr
Gerechtigkeit zwischen Präsenz- und Zivildienst erreicht
werden.****
Der Rotstift von Innenminister Strasser führt dazu, dass die
Lebensplanung Tausender junger Menschen von heute auf morgen auf
den Kopf gestellt wird. Die meisten jungen Männer haben eine Lehre
abgeschlossen oder sind Absolventen höherer Schulen. Sie müssen
ihren Zivildienst ableisten, bevor sie ins Berufsleben einsteigen
oder ein Studium beginnen. Durch die gravierenden Kürzungen des
Innenministers müssen die jungen Menschen Wartezeiten bis zu drei
Jahren in Kauf nehmen. "Viele überlegen deshalb einen Job für
diese Zeit anzunehmen, weil sie vermeiden wollen, dass sie ihr
Studium für die Dauer des Zivildienstes unterbrechen müssten.
Deshalb wäre die Verkürzung des Zivildienstes auf 8 Monate eine
Maßnahme, den jungen Menschen rascher zur Ableistung ihres
Zivildienstes zu verhelfen”, so Weninger.****
Seit dieser Woche können sich die vom Zivildienst betroffenen
jungen Männer über eine Hotline bezüglich Zivildienst im
Innenministerium informieren. "Diese Hotline ist aber wenig
hilfreich, ja sie zeigt geradezu die sehr oberflächliche
Beschäftigung des neuen Innenministers mit den Problemen der
Zivildiener. Die Betroffenen erfahren nämlich lediglich, ob sie
beim nächsten Zulassungstermin im Juni ihren Zivildienst antreten
dürfen oder nicht. Über Änderungen im Zivilschutz oder andere
wichtige Details wird den Anrufern keine Auskunft gegeben. Deshalb
ist die Hotline des Kürzungsministers Ernst Strasser wohl eher
eine "Augenauswischerei” als eine hilfreiche Einrichtung. Strasser
täte besser daran, seine Einsparungsmaßnahmen grundsätzlich zu
überdenken, anstatt ein sehr mangelhaftes Telefonservice
anzubieten”, so Hannes Weninger weiter.
Aber nicht nur die Zivildiener selbst, sondern auch die
gemeinnützigen Organisationen, die auf Zivildiener angewiesen
sind, haben schwer mit der Reduzierung von Zivildienern zu
kämpfen. Soziale Einrichtungen des Landes, wie Landespensionisten-
und Pflegeheime dürfen keine Zuteilung mehr erwarten. Noch viel
härter trifft es private und halböffentliche Einrichtungen, bei
denen die Einsparungen sogar soweit führen können, dass sie ihren
Betrieb nicht länger aufrecht erhalten können. Selbst
Organisationen wie die Caritas sind von der Kürzungsflut des
Innenministers betroffen. Entgegen ursprünglicher Versprechungen
von Minister Strasser, müssen selbst Rettungsorganisationen
künftig österreichweit mit 15% weniger Zivildienern ihr Auslangen
finden. "Wir Sozialdemokraten lehnen dieses Belastungsgewitter für
junge Menschen und gemeinnützige Organisationen strikt ab und
fordern, dass der Zivildienst auf 8 Monate verkürzt wird. Auch den
Rettungsdiensten und anderen Institutionen muss geholfen werden,
damit sie ihren Dienst am Nächsten uneingeschränkt ausüben
können”, so Weninger abschließend.
(Schluss) as/fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/200/2794
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN/SPI






