• 29.04.2000, 10:02:59
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  • OTS0041

Dirnberger: Lage der Arbeitnehmer verbessern

SP-Gewerkschafter in der AK sind satt und träge

Wien (OTS) - "Es ist hoch an der Zeit, die Situation der
Arbeitnehmer wieder maßgeblich zu verbessern", fordert
AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) anlässlich des 1. Mai und
nennt vier Hauptforderungen:

O Verbesserung der Einkommenssituation, denn auch in Österreich
muss der Trend "die Reichen werden reicher, die Armen ärmer" gestoppt
werden

O Keine Verunsicherung bei den Pensionen durch überfallsartige
Reformen, die nur der Budgetsanierung dienen sollen

O Verbesserung der Abfertigung. Künftig muss es möglich sein, auch
bei Selbstkündigung den Anspruch auf Abfertigung gleichsam "im
Rucksack" von Betrieb zu Betrieb mitzunehmen, weil durch die
derzeitige Abfertigungsregelung jährlich zig-tausende Arbeitnehmer um
ihren Anspruch umfallen.

O Hände weg von der AK. Wer die AK - z.B. durch Kürzung der
Umlage - schwächen will, der zündelt. Die Arbeitnehmer haben sich
ihre eigene Interessensvertretung über Jahrzehnte erkämpft. Das
lassen sie sich jetzt nicht von einigen Ewiggestrigen wegnehmen.

Zur bevorstehenden AK-Wahl in Niederösterreich sagt Dirnberger,
dass es sein Ziel ist, die absolute Mehrheit der SP-Fraktion zu
brechen. Seit Beginn der AK in Niederösterreich haben die
SP-Gewerkschafter die absolute Mehrheit. Das hat sie satt und träge
gemacht und daher gehören sie im Interesse der niederösterreichischen
Arbeitnehmer ausgetauscht. Der ÖAAB bringt unter meiner Führung
frischen Wind in die AK.

SP-Gewerkschafter haben immer aus Parteiräson geschwiegen

Zum gestrigen Vorwurf von AK-Präsident Staudinger an die
ÖAAB-Fraktion in der AK-NÖ, wonach diese die Beschlüsse der
Bundesregierung gutheiße, stellt Dirnberger fest: "Hier irrt
Staudinger wissentlich. Vielmehr ist die Arbeit des ÖAAB unter meiner
Führung Beweis dafür, dass wir uns gegen Belastungen der Arbeitnehmer
wenden, gleichgültig von wem sie vorgeschlagen werden. Ich erinnere
an unser Engagement und unseren nunmehrigen Erfolg bei der
Verhinderung des Selbstbehaltes beim Besuch eines praktischen Arztes
oder Facharztes. Das habe ich bei Präsident Staudinger und den
SP-Gewerkschaftern immer vermisst, wenn es Belastungen gegeben hat,
die von SP-Ministern, wie Edlinger oder Hostasch, ausgegangen sind.
Staudinger hat mehrfach den Sündenfall der Unterlassung begangen, die
Unterlassung, sich tatkräftig gegen Belastungen der Arbeitnehmer,
auch wenn sie von seinen SP-Kollegen ausgegangen sind, zur Wehr zu
setzen. Statt dessen hat Staudinger - aus SP-Parteidisziplin -
geschwiegen".

Rückfragehinweis: Alfred Dirnberger, Tel. 0676-5375106
(Schluss)

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