- 26.04.2000, 11:10:12
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BWT 1999: Gruppenumsatz steigt um knapp 16 Prozent Trotz Umsatzrekord verhindert die Christ-Beteiligung eine Ertragssteigerung - AUDIO
Wien (OTS) - Mit einem konsolidierten Gruppenumsatz von 265,5 Mio.
EUR (+15,9 % gegenüber 229,1 Mio. EUR im Vorjahr) hat BWT das für das
Geschäftsjahr 1999 gesteckte Ziel übertroffen. In der
Konzernobergesellschaft BWT AG blieb der Umsatz mit 48,8 Mio. EUR auf
dem Vorjahresniveau. Vom gesamten Gruppenumsatz werden bereits 77 %
(204,9 Mio. EUR) außerhalb Österreichs erzielt.
Sämtliche Geschäftsbereiche mit Ausnahme der
Gewerbe-/Industrietechnik erzielten zweistellige Zuwachsraten. Der
Anstieg in der Sparte "Haustechnik" betrug +14,5 %, im
Projekt-Engineering +15,2 % und im Bereich "Service, Schwimmbad,
Armaturen" +33,2 %. Das Schwimmbad- und Service-Geschäft entwickelte
sich mit +42,8 % bzw. +37,4 % überdurchschnittlich gut; auch bei den
Armaturen konnte mit +6,3 % eine Trendumkehr im Vergleich zur
Stagnation der vergangenen Jahre erreicht werden. Die "Gewerbe- und
Industrietechnik" blieb mit nur +0,8 % hinter den Erwartungen zurück.
Nachfolgend die Ergebnisse im Überblick (in Mio. EUR):
Sparte 1999 1998 +%
Haustechnik 72,0 62,9 + 14,5%
Gewerbe-/Industrietechnik 41,4 41,1 + 0,8%
Projekt Engineering 93,6 81,3 + 15,2%
Service, Armaturen,
Schwimmbad 58,5 43,9 + 33,2%
GESAMT 265,5 229,1 + 15,9%
Vom Gesamtwachstum stammen 8,9 Prozentpunkte aus Akquisitionen, 7
Prozentpunkte sind auf organisches Wachstum zurückzuführen.
AQA total-Umsatz um 24% gesteigert
Obwohl der Verkaufsstart für das Kalkschutzgerät "AQA total" in
den USA und in Großbritannien nicht wie geplant im Laufe des
Geschäftsjahres 1999 realisiert wurde, konnte der AQA total-Umsatz in
der Gruppe um 24,1 % auf 17,5 Mio. EUR gesteigert werden.
AQA total ist die weltweit erste
Trinkwasseraufbereitungs-Technologie, die DVGW-, ÖVGW- und
SVGW-geprüften Kalkschutz ohne Salz auf elektrophysikalischer Basis
garantiert. AQA total ist die Grundlage für die weiteren
Internationalisierungsschritte der Best Water Technology-Gruppe im
Jahr 2000.
Auftragsbestand: 72 Mio. EUR, + 24,7% zum Vorjahr
Sowohl die BWT-Gruppe als auch die Muttergesellschaft BWT AG gehen
mit deutlich besseren Auftragsbeständen in das Jahr 2000. Zum
Bilanzstichtag betrug der Wert im Konzern 72 Mio. EUR, was eine
Zunahme von +27,4 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Hauptverantwortlich für diese erfreuliche Entwicklung zeichnet die in
Mondsee beheimatete Aqua Engineering GmbH, die u.a. eine führende
Marktposition bei der Planung und Ausführung von kommunalen
Trinkwasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen in China hält.
Ertragssituation: Verluste aus Christ-Beteiligung drücken das
Ergebnis
Betriebserfolg: -5,0% , EGT: -18,8% zum Vorjahr
Nach dem deutlichen Ertragswachstum des Jahres 1998, in dem der
Betriebserfolg um +45,3 % gesteigert wurde, war die
Ertragsentwicklung der BWT-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr vor
allem durch Verluste aus der Beteiligung an der schweizerischen
Christ AG belastet.
Der Betriebserfolg reduzierte sich von 20,2 Mio. EUR im Jahr 1998
auf 19,2 Mio. EUR (-5,0 %). Während die Material- und
Personalaufwendungen in Relation zum Umsatz nur marginal stiegen,
spiegelt sich in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter
anderem die neuerliche Erhöhung der Forschungs- und
Entwicklungsausgaben (von 5,9 auf 7,1 Mio. EUR) wider. Die
Abschreibungen stiegen von 6,9 auf 9,5 Mio. EUR, wovon 1,6 Mio. EUR
Sonderabschreibungen betrafen.
Der Finanzerfolg betrug -4,1 Mio. EUR, wobei das Gros auf das
negative Beteiligungs-ergebnis aus der "at-equity" konsolidierten
Beteiligungsgesellschaft Christ AG entfällt.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 15,1
Mio. EUR und verringerte sich damit hauptsächlich wegen des
niedrigeren Finanzerfolges um -18,8 % gegenüber dem Vorjahr (18,6
Mio. EUR). Der Jahresüberschuss ging von 14,4 Mio. EUR um -18,9 % auf
11,6 Mio. EUR zurück. Ohne den Einfluss der Sonderabschreibungen und
des Christ-Beteiligungsergebnisses wäre der Jahresüberschuss im
Vergleich zum Wirtschaftsjahr 1998 um +7,5 % gesteigert worden.
Dividende von 2,03 EUR auf 2,11 EUR erhöht
Der Vorstand wird der kommenden Hauptversammlung wie geplant eine
Erhöhung der Dividendenauszahlung von im Vorjahr 2,03 EUR je Aktie
auf nunmehr 2,11 EUR (1,82 EUR Dividende + 0,29 EUR Bonus)
vorschlagen.
Cash Flow wächst auf 21,7 Mio. EUR (+3,7%)
Der Gruppen-Cash flow aus dem Ergebnis erhöhte sich von 20,9 Mio.
EUR um +3,7 % auf 21,7 Mio. EUR.
Konzern-Eigenkapital steigt auf 92,2 Mio. EUR (+9%)
Die Eigenkapitalausstattung der BWT-Gruppe erreichte mit 92,2 Mio.
EUR einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte und beträgt
nunmehr 37,6 % der Bilanzsumme, die Eigenkapitalrentabilität liegt
nun bei 20,5 %.
21,2 Mio. EUR für Sach- und Finanzinvestitionen
Die Zugänge im Anlagevermögen ohne Erstkonsolidierungen betrugen
in der BWT-Gruppe 1999 insgesamt 21,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12 Mio.
EUR). 2,7 Mio. EUR flossen in die Modernisierung der EDV-Software
sowie in den Erwerb von Patenten. Die Sachanlage-investitionen stehen
mit 8,1 Mio. EUR zu Buche, die Finanzanlagen mit 10,4 Mio. EUR
(Beteiligungserhöhung an der Schweizer Christ AG, 5 %-Beteiligung an
der japanischen Nomura Micro Science, Beteiligung an der Wiener Börse
AG).
Etwa 3/4 der Gesamtinvestitionen des Konzerns wurden von der
Obergesellschaft BWT AG getätigt (16 Mio. EUR im Vergleich zu 6,6
Mio. EUR im Jahr davor).
Mitarbeiterstand um 185 erhöht
In der BWT-Gruppe stieg der Mitarbeiterstand zum Bilanzstichtag um
185 MitarbeiterInnen, von 1.654 auf 1.839 Personen. Der Anstieg ist
hauptsächlich auf neue Gesellschaften (Van der Molen-Gruppe) sowie
einen Ausbau der Produktionskapazitäten zurückzuführen.
7,1 Mio. EUR für Forschung und Entwicklung
Im Jahr 1999 wurde am Standort Mondsee der Neubau des F&E-Centers
fertiggestellt. Damit steht den F&E-Teams der BWT modernste
Infrastruktur für die konsequente Umsetzung der BWT-Strategie
"Wachstum durch Innovation" zur Verfügung.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der BWT Gruppe sind an
den Standorten Mondsee (A), Schriesheim und St. Ingbert (D) und Paris
(F) konzentriert. Das erklärte Ziel der F&E in der BWT ist es, den
Chemieeinsatz in der Wasseraufbereitung weiter zu optimieren bzw.
ganz zu vermeiden, den Energiebedarf zu reduzieren und mit
innovativen Kreislauflösungen die steigenden Wasserkosten in den
Griff zu bekommen. Die Best Water Technology-Gruppe hat es sich zur
Aufgabe gemacht, ökonomische und ökologische Produkt- und
Verfahrenskonzepte für den ganzen Wasserkreislauf "von der Quelle bis
zum Sickerwasser" zu entwickeln.
FuMA-Tech-Membrane revolutioniert Brennstoffzellen-Technologie
Brennstoffzelle ist der Energiekonverter des 3. Jahrtausends
Die intensive BWT-Grundlagenforschung führte nach der Erfindung
der einzigartigen AQA total-Kalkschutztechnologie Anfang des Jahres
2000 zu einem weiteren durchschlagenden Erfolg: Die BWT/FuMA-Tech
stellte der Fachwelt eine völlig neuartige Membran vor, die der
Brennstoffzelle - der umweltfreundlichen, weil emissionsfreien
Energiequelle der Zukunft - völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Die
BWT-Membran besticht durch ein einzigartiges Wassermanagement,
höchste Oxidationsbeständigkeit und ermöglicht damit einen sehr hohen
Wirkungsgrad.
Ausblick 2000: Dynamisches Wachstum durch 33% mehr AQA
total-Umsatz
Das Ziel von BWT, "AQA total" zu einer internationalen Marke
auszubauen, resultiert in einem auf 7,7 Mio. EUR erhöhtem
Werbebudget. Der Umsatz soll im Jahr 2000 um 33,3 % auf 23,3 Mio. EUR
steigen.
Für das Jahr 2000 plant die BWT-Gruppe einen konsolidierten
Gruppenumsatz von 295 Mio. EUR und ein ÖVFA-Ergebnis von 17 Mio. EUR.
(Siehe auch APA/AOM - OTS-AUDIO)
Weitere Informationen erhalten Sie bei
Rückfragehinweis: BWT Aktiengesellschaft
A-5310 Mondsee, Walter-Simmer-Straße 4
Telefon 06232/5011-1110, Telefax 06232/5011-1191
E-Mail: [email protected]
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