ÖBJR-Vorsitzender Maderner: "Diese angebliche Reform des Zivildienstes kommt seiner Zerschlagung gleich".

Eine Reform die diesen Namen verdient, würde nicht den sozialen Frieden gefährden!

Wien (OTS) - Der geschäftsführende Vorsitzende des Österreichischen Bundesjugendrings, Stefan Maderner, nahm heute, Dienstag, zu den sogenannten Reformplänen des Zivildienstes, die Innenminister Ernst Strasser heute angekündigt hatte, Stellung.

"Diese angebliche Reform des Zivildienstes kommt seiner Zerschlagung gleich, denn anders kann ich, beim besten Willen, diese Verschlechterungen für die Zivildiener sowie die Trägerstellen nicht nennen", so der Vorsitzende.

"Der Zivildienst wurde als Ersatz für den Dienst an der Waffe gegründet. Nach den Verschlechterungen im Jahre 1996, welche durch die letzten Gesetzesnovellierungen hervorgerufen wurden, mußten die junge Männer, die sich gegen den Dienst an der Waffe entschieden haben, schon eine längere Dienstzeit in Kauf nehmen. Nun müssen diese jungen Männer nicht nur den um 14 Wochen längeren Dienst in Kauf nehmen, teilweise verbunden mit langen Wartezeiten, sondern scheinbar auch noch das Budget durch Hungern sanieren", so Maderner.

"Diese Regelung, die Zivildienern in Zukunft noch ein "Essensgeld" von 43.-öS am Tag zugesteht, ist an Hohn wohl kaum noch zu übertreffen", so der ÖBJR-Vorsitzende weiter.

"Eine Reform, die diesen Namen verdient hätte, würde nicht den sozialen Frieden gefährden, indem sie Trägerstellen, wie der Drogenhilfe und der Flüchtlingsberatung, die Zivildiener entzieht, den Gedenkdienst in Frage stellt und jungen Männern auf Jahre eine Lebensplanung unmöglich macht", so Maderner abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Robert Pichler
SJÖ
Tel.: (01) 523 41 23

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS