Julius Meinl veräußert Lebensmittelhandel an die Spar - Institution "Julius Meinl" bleibt mit "Flaggschiff" Julius Meinl am Graben erhalten

Wien (OTS) - Am Freitag, 14. April 2000, 18.00 Uhr veräußerte die Julius Meinl AG ihren gesamten Lebensmitteleinzelhandel an die Spar Warenhandels AG. Nach Abschluss der Prüfung durch die Kartellbehörde werden alle 93 Märkte in Wien Niederösterreich und dem Burgenland -mit Ausnahme des Flaggschiffes Julius Meinl am Graben, das weiterhin im Eigentum der Familie Meinl verbleibt - von der Spar übernommen. Der überraschende wirtschaftliche Erfolg des Gourmetkonzeptes hatte kurzfristig zu einem sehr attraktiven Angebot der Spar geführt. Mit dem Verkauf zu einem "sehr fairen Preis" zieht sich die Julius Meinl AG endgültig aus dem Lebensmitteleinzelhandel zurück. Julius Meinl V setzte damit den - mit dem Verkauf eines Teiles seiner Märkte an REWE - begonnen Weg konsequent fort.

Gourmet-Konzept übertraf Erwartungshaltung deutlich -

kurzfristig sehr attraktives Angebot der Spar

Mit ihren 1480 Mitarbeitern erwirtschafteten die 93 Meinl-Gourmet-Filialen im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 2,7 Mrd. Schilling. Der wirtschaftliche Erfolg des Gourmet-Konzeptes in das im Vorjahr von der Julius Meinl AG rund 120 Millionen Schilling investiert worden waren, zeigte sich deutlich früher als ursprünglich erwartet. Hatte man mit einem jährlichen Wachstum von 3% vom Umsatz gerechnet, so belief sich diese Kennziffer bereits nach einem Jahr auf 9%. Die ursprünglich angenommene Pay-back-Period von 5-6 Jahren wurde damit deutlich verkürzt. Diese positive wirtschaftliche Entwicklung führte kurzfristig zu einem überaus attraktiven Angebot der Spar. Der Transaktionswert der 93 Märkte, die Österreichweit einen Marktanteil von rund 1,7% repräsentieren lag am oberen Ende der Bewertungsskala im Lebensmitteleinzelhandel.

: Veräußerung an Spar sichert langfristige Fortsetzung des Unternehmenserfolges - Name "Julius Meinl" bleibt im Eigentum der Familie Meinl

"Ausschlaggebend für den Ausstieg aus dem Lebensmitteleinzelhandel war für uns nicht nur der sehr faire Preis.", bekräftigt Julius Meinl V seine Entscheidung. "Die langfristige Absicherung des wirtschaftlichen Erfolges der 93 Filialen ist für einen Player mit mehr als 25% Marktanteil deutlich effizienter zu bewerkstelligen, als für einen Nischenanbieter mit weniger als 2%". Der Namen Julius Meinl wurde bei der Veräußerung der 93 Filialen nicht an die Spar übertragen. Der Käufer erhielt lediglich das Recht, die Märkte 6 Monate lang unter dem Namen "Julius Meinl" führen zu können. Der Mohr bleibt damit dem "Julius Meinl am Graben" und der Lebensmittelmarke "Julius Meinl" vorbehalten.

Stärkung der Finanzkraft der Julius Meinl Gruppe -

Investitionen in Österreich noch heuer geplant

Mit dem Erlös aus dem Verkauf des Lebensmitteleinzelhandels wächst die Finanzkraft der Julius Meinl Gruppe auf rund 10 Mrd. Schilling. Ein Teil davon soll noch heuer in neue Projekte in Österreich reinvestiert werden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Publico
Markus Schindler
E-mail: m.schindler@publico.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS