- 12.04.2000, 11:34:50
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- OTS0151
- Haider attackiert im NEWS-Interview die EU: "Nicht Österreich, die
EU hat sich zu korrigieren. Die haben einen Fehler gemacht.
Was bilden die sich ein!?" Und: "Je dümmer die sich verhalten,
desto schwieriger wird es in der EU werden, Ergebnisse zu
erzielen." - Der scheidende FPÖ-Chef gibt Kanzler-Anspruch nicht
auf: "Natürlich ist ein Kanzlerkandidat Jörg Haider möglich."
- Haider werde sich spätestens im Wiener Wahlkampf in der
Hauptstadt zurückmelden: "Mir ist es ein Anliegen, dass diese
Stadt nicht von einem unerzogenen und unkultivierten Menschen
regiert wird."
Utl.: Vorausmeldung NEWS 15/00 vom 13.4.00 =
Wien (OTS) - Sichtlich erholt gibt sich Jörg Haider nach einer
Bergtour auf den Mont-Blanc im NEWS-Interview. Im Gegensatz zu
resignativen Tönen in der Vorwoche gibt er sich nun besonders im
Hinblick auf seinen Brüssel-Besuch kämpferisch. Haider sehe Brüssel
"gelassen entgegen". Haider attackiert dabei erneut die
EU-Sanktionen: "Nicht Österreich, die EU hat sich zu korrigieren. Die
haben einen Fehler gemacht. Ich werde nicht einlenken. Was bilden die
sich ein!?" Österreich hätte gegenüber der EU aufgrund des
Einstimmigkeitsprinzips gute Karten: "Ich verstehe nicht, warum sich
alle wegen der EU-Sanktionen solche Sorgen machen. Je dümmer die sich
verhalten, desto schwieriger wird es in der EU werden, Ergebnisse zu
erzielen."
In diesem Zusammenhang attackiert Haider auch seinen Salzburger
Landeshauptmann-Kollegen Schausberger, der ihn, Haider, für die
EU-Maßnahmen verantwortlich gemacht hatte: "Herr Schausberger hat
sich nie durch besonderes Heldentum ausgezeichnet. Das ist die alte
linke Theorie, aus Opfern Täter zu machen."
Auch den Kanzler-Anspruch will Haider noch nicht aufgeben:
"Natürlich ist ein Kanzlerkadidat Haider möglich." Der scheidende
FPÖ-Chef relativiert dabei auch seine Selbstbescheidung als
"einfaches Parteimitglied". Haider: "Ich bin ja Landeshauptmann und
bleibe einer der höchsten Funktionäre der FPÖ." Das sei "wie bei dem
Niki Lauda - der fährt auch keine Rennen mehr, bleibt aber sehr
populär". Und kommentiere weiter Ferrari.
Haider plant auch, im kommenden Wiener Wahlkampf die FPÖ Wien
massiv zu unterstützen: "Ich werde meine Wiener Freunde sicher nicht
im Stich lassen." Und in Anspielung auf Wiens Bürgermeister Häupl:
"Es ist mir ein Anliegen, dass diese Stadt nicht von einem
unerzogenen und unkultivierten Menschen regiert wird."
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS-Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12103
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