"Neues Volksblatt" Kommentar: "Krise! Krise?" (Von Chistian Buchar)

Ausgabe vom 11. 4. 2000

Linz (OTS) - Dass heute für zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher die Sicherung der Pensionen an oberster Stelle ihres politischen Prioritätenkatalogs steht, kann als Erfolg der neuen Regierung gewertet werden. Was bisher, nicht zuletzt bei jungen Menschen, mehr unter der Oberfläche schwelte, das berechtigte mangelnde Vertrauen in das derzeitige System, scheint nunmehr endgültig zum Allgemeingut geworden zu sein. Die "Lust aufs Geldausgeben", wie "market"-Chef Werner Beutelmayer gestern formulierte, ist den Österreichern trotzdem nicht vergangen - im Gegenteil, es herrsche bezüglich der Konjunktur eine geradezu "exzellente Stimmung". Auch ein zweites Ergebnis der gestern veröffentlichten Umfrage verdient nähere Betrachtung. Ganz hoch im Kurs steht bei der Bevölkerung nämlich auch der Kampf gegen die EU-Sanktionen. Die Klammer zu beiden Fragen: Die SPÖ (und mit ihr ÖGB und Grüne) liegt mit ihrem derzeitigen Kurs offensichtlich abseits der Empfindungen vieler Menschen. Blanke "Nein-Sagerei" als Reaktion auf den Machtverlust wird offenbar als unseriös aufgenommen. Die Verunsicherung und Identitäts-Krise der SPÖ ist nach zweimonatiger VP-FP-Regierung noch tiefer, als sie Viktor Klima hinterlassen hat.

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