• 04.04.2000, 10:27:31
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Kein Ende der Fensterstürze von Kleinkindern! "Sicher Leben" fordert serienmäßige Fenstersicherungen für Neubauten und empfiehlt Nachrüsten bei Altbauten

Wien (OTS) - Fensterstürze zählen zwar nicht zu den häufigsten,
wohl aber zu den schwersten Kinderunfällen. Wieder stürzte gestern
ein Kind in Wien aus 12 Meter Höhe. Zum Glück überlebte der Bub den
Unfall. Der letzte Fenstersturz dieser Art liegt erst 10 Tage zurück.
Die meisten dieser Unglücksfälle enden mit schweren Wirbelsäulen- und
Schädelverletzungen, die oft der Grund bleibender Schäden sind. Jedes
Jahr sind etwa 3 Todesopfer zu beklagen.

Kinder im 2. bis zum 3. Lebensjahr sind besonders gefährdet. Sie
können in diesem Alter bereits innerhalb kurzer Zeit Tische und
Sessel verschieben, um so an Fenster zu gelangen, die etwa zum Lüften
geöffnet wurden. Da ihnen Eltern diese Fähigkeit oft noch nicht
zutrauen, sind die meisten Kinder zum Unfallzeitpunkt allein oder
zumindest für einen Augenblick uneaufsichtigt.

Verbote und Erklärungen sind notwendig, können die Kinder aber nicht
zuverlässig schützen, da die Gefahr in diesem Alter noch nicht
verstanden wird.

"Sicher-Leben"- Forderung: Kindersicherung Standard für Hausfenster

"Eltern können ihre Kinder weder ständig beaufsichtigen, noch
wegsperren. Das sollten doch auch Gesetzgeber, Bauträger, Bauherrn
oder Hersteller von Fenstern wissen. Eine Kindersicherung kostet
nicht mehr als zwei Päckchen Zigaretten, schützt dabei das Leben der
Kinder und erleichtert das der Eltern. Es ist mir daher
unverständlich, warum Kindersicherungen noch nicht Standard für
Hausfenster sind", sagt Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes
"Sicher Leben".

"Sicher Leben" fordert daher, Kindersicherungen durch entsprechende
Änderungen in der Bauordnung zur Standardausstattung neuer
Hausfenster zu machen, sofern sie nicht bereits durch
Klappmechanismen für Kinder sicher gemacht wurden.

"Sicher Leben"-Sicherheitstips:

Kindersicherung nachträglich einbauen

Gute Kindersicherungen verhindern nicht nur, daß Fenster weiter als
10 cm geöffnet werden können, sondern auch das Schließen: Dadurch
können sich die Kleinen nicht die Finger einklemmen, wenn sie das
Fenster zudrücken.

Kindern keine Aufstiegshilfe geben

Leicht bewegbare Gegenstände wie Tische oder Sessel aus dem
Fensterbereich oder von Balkonen verbannen. Balkongitter so anordnen,
daß die Sprößlinge nicht an ihnen hochklettern können, z.B. keine
Querlatten. Abstand der senkrechten Stäbe nicht größer als 12 cm.
Gefährliche Geländer mit Holz oder dickem Markisenstoff verkleiden.

Rückfragehinweis: Institut "Sicher Leben",
Mag. Thomas Lettner
Tel.: (01) 71770 DW 158
thomas.lettner@sicherleben.at

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