Annemarie Kramser neue Pressechefin des ÖGB

"Keine Gehaltserhöhung kommt von selbst"

Wien (ÖGB). Die neue ÖGB-Pressechefin, Annemarie Kramser (33), will den ArbeitnehmerInnen, vor allem den jungen, den Gewerkschaftsgedanken schmackhaft machen, ihnen vor Augen führen, dass Sozialleistungen und ArbeitnehmerInnenrechte hart erkämpft werden müssen. "Keine Gehaltserhöhung kommt von selbst, dahinter steckt monatelange Kleinarbeit", betont Kramser.++++

"Leiterin der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Werbung", so lautet der neue offizielle Titel von Kramser. Die Mutter einer fünfjährigen Tochter bleibt weiterhin persönliche Pressesprecherin von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch. Die Chefredaktion der "Solidarität" wird sie zwar abgeben, aus den Augen verlieren wird sie die auflagenstärkste Monatszeitschrift sicher nicht.

Mit einem Layout wird die "Soli" übersichtlicher gestaltet, mehr Service, mehr Information bieten und via Internet-Tipps die Jungen ansprechen. Gerade bei ihnen sieht Kramser dringenden gewerkschaftlichen Handlungsbedarf: "Viele junge Menschen glauben, sie brauchen keine Gewerkschaft, weil ohnedies alles geregelt wird. Aber wer sagt uns, dass das so weitergeht? Der Druck auf den ÖGB wird immer stärker, die Anfeindungen nehmen zu", erläutert Kramser. Sie sieht darin ein Zeichen, dass der ÖGB und seine Stärke vielen ein Dorn im Auge ist. Er wird sich dafür einsetzen, dass es durch die neue Dienstleistungsgesellschaft weder zu sozialen Benachteiligungen, noch zu einem geteilten Arbeitsmarkt kommt. Für die 33jährige ist die neue Funktion sowohl eine Herausforderung, als auch der Beweis dafür, dass Frauen wichtige Positionen übernehmen können.

"Der ÖGB kann nur effizient arbeiten, wenn er von den Mitgliedern legitimiert wird, er braucht also möglichst viele Mitglieder", wirbt Kramser um mehr Popularität für die Gewerkschaftsidee. Nach dem Studium - Geschichte und Publizistik - begann Kramser beim ORF, wechselte dann zu "profil" und anschließend zum "Standard". Seit Juni 1997 arbeitet sie für den ÖGB.(ff)

ÖGB, 31. März 2000 Nr. 214

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