- 28.03.2000, 11:48:05
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Spatenstich für Medizinisches Zentrum Gänserndorf
Lange, wechselvolle Geschichte mit gutem Ende
St.Pölten (NLK) - Nach fast 30 Jahren dauernden Bemühungen, die
Bevölkerung des südöstlichen Weinviertels mit Spitalseinrichtungen zu
versorgen, gibt es jetzt ein gutes Ende: Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll nimmt am kommenden Donnerstag, 30. März, den Spatenstich für
den Bau des Medizinischen Zentrums Gänserndorf vor. Mit einem
Kostenaufwand von rund 138 Millionen Schilling wird auf einem
Grundstück gegenüber dem Pensionistenheim das Medizinische Zentrum
errichtet und bis 2001 fertiggestellt. Es handelt sich um eine
Sonderkrankenanstalt für ambulante und tagesklinische Diagnostik und
Therapie mit acht Patientenbetten, die als Filiale des Krankenhauses
Mistelbach betrieben wird. Es wird eine Unfallambulanz mit
24-Stunden-Betrieb mit einer am Vormittag geführten Nachsorgeambulanz
sowie eine Tagesklinik mit Leistungen aus verschiedenen medizinischen
Fachrichtungen betrieben. Generalunternehmer für den Bau ist die NÖ
Hypo Leasing Gesellschaft, an den Errichtungskosten beteiligt sich
die Stadtgemeinde Gänserndorf mit 20 Prozent.
Betrieben wird das Medizinische Zentrum Gänserndorf vom
Gemeindeverband AÖ Krankenhaus Mistelbach. Zwischen Land
Niederösterreich, NÖKAS, dem Gemeindeverband AÖ Krankenhaus
Mistelbach und der Stadtgemeinde Gänserndorf wurde bereits vor mehr
als einem Jahr ein Vertrag über den Betrieb des Zentrums
abgeschlossen. Der Beschluss des Landtages, das Zentrum zu errichten,
wurde Ende 1997 gefasst. Das Land Niederösterreich und NÖKAS haben
sich verpflichtet, je 50 Prozent eines allfälligen Verlustes zu
tragen. Die Erwartung besteht, dass sich auch die niedergelassenen
Ärzte des Bezirkes der neuen Einrichtungen bedienen.
Damit hat eine langjährige Entwicklung einen positiven Abschluss
gefunden, die 1973 mit einem Vertrag mit der Stadtgemeinde Wien
begonnen hatte. Darin war vorgesehen, dass Wien 200 Betten für
niederösterreichische Patienten im Sozialmedizinischen Zentrum Ost
bereit stellt und sich Niederösterreich an den Errichtungskosten
beteiligt. Ende der achtziger Jahre wurde dieser Vertrag aber von
Wien einseitig gekündigt, da der niederösterreichische Anteil der
Errichtungskosten nicht valorisiert wurde, was auch nicht vereinbart
war. Der eigenständige Weg, der dann eingeschlagen wurde, begann mit
einer Studie der Firma Humanomed Krankenhausmanagement G.m.b.H. Auf
dieser Basis fasste der NÖ Landtag auch 1993 den Grundsatzbeschluss
zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Bereich Gänserndorf.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200-2174
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