Spatenstich für Medizinisches Zentrum Gänserndorf

Lange, wechselvolle Geschichte mit gutem Ende

St.Pölten (NLK) - Nach fast 30 Jahren dauernden Bemühungen, die Bevölkerung des südöstlichen Weinviertels mit Spitalseinrichtungen zu versorgen, gibt es jetzt ein gutes Ende: Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll nimmt am kommenden Donnerstag, 30. März, den Spatenstich für den Bau des Medizinischen Zentrums Gänserndorf vor. Mit einem Kostenaufwand von rund 138 Millionen Schilling wird auf einem Grundstück gegenüber dem Pensionistenheim das Medizinische Zentrum errichtet und bis 2001 fertiggestellt. Es handelt sich um eine Sonderkrankenanstalt für ambulante und tagesklinische Diagnostik und Therapie mit acht Patientenbetten, die als Filiale des Krankenhauses Mistelbach betrieben wird. Es wird eine Unfallambulanz mit 24-Stunden-Betrieb mit einer am Vormittag geführten Nachsorgeambulanz sowie eine Tagesklinik mit Leistungen aus verschiedenen medizinischen Fachrichtungen betrieben. Generalunternehmer für den Bau ist die NÖ Hypo Leasing Gesellschaft, an den Errichtungskosten beteiligt sich die Stadtgemeinde Gänserndorf mit 20 Prozent.

Betrieben wird das Medizinische Zentrum Gänserndorf vom Gemeindeverband AÖ Krankenhaus Mistelbach. Zwischen Land Niederösterreich, NÖKAS, dem Gemeindeverband AÖ Krankenhaus Mistelbach und der Stadtgemeinde Gänserndorf wurde bereits vor mehr als einem Jahr ein Vertrag über den Betrieb des Zentrums abgeschlossen. Der Beschluss des Landtages, das Zentrum zu errichten, wurde Ende 1997 gefasst. Das Land Niederösterreich und NÖKAS haben sich verpflichtet, je 50 Prozent eines allfälligen Verlustes zu tragen. Die Erwartung besteht, dass sich auch die niedergelassenen Ärzte des Bezirkes der neuen Einrichtungen bedienen.

Damit hat eine langjährige Entwicklung einen positiven Abschluss gefunden, die 1973 mit einem Vertrag mit der Stadtgemeinde Wien begonnen hatte. Darin war vorgesehen, dass Wien 200 Betten für niederösterreichische Patienten im Sozialmedizinischen Zentrum Ost bereit stellt und sich Niederösterreich an den Errichtungskosten beteiligt. Ende der achtziger Jahre wurde dieser Vertrag aber von Wien einseitig gekündigt, da der niederösterreichische Anteil der Errichtungskosten nicht valorisiert wurde, was auch nicht vereinbart war. Der eigenständige Weg, der dann eingeschlagen wurde, begann mit einer Studie der Firma Humanomed Krankenhausmanagement G.m.b.H. Auf dieser Basis fasste der NÖ Landtag auch 1993 den Grundsatzbeschluss zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Bereich Gänserndorf.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2174

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK