- 24.03.2000, 20:25:35
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Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Die Rettung "kummt net"...=
Ausgabe vom 25.3.2000
Jeder von uns hofft, dass er sie niemals braucht - die Rettung. Kommt
es aber zu einem Notfall, dann sollten die Helfer erstens greifbar
und zweitens so schnell wie möglich vor Ort sein. Die Helfer, das
sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Zivildiener. 2076 junge
Männer haben allein im vergangenen Jahr ihren Zivildienst beim Roten
Kreuz abgeleistet. Pro Jahr werden 1,9 Millionen Menschen betreut und
versorgt.
Die Zahl allein belegt schon, welch große Bedeutung die Zivildiener
für die Aufrechterhaltung des Rettungsdienstes haben. Aber nicht nur
das Rote Kreuz setzt auf jene, die den Sozialdienst dem Dienst mit
der Waffe vorziehen. Die Personalknappheit und die Beschränktheit der
Mittel im Sozialbereich führen dazu, dass fast alle Vereine, die -
das darf man keinesfalls vergessen - wichtige soziale Aufgaben für
die Gesellschaft, wie Altenpflege, Behindertenbetreuung etc. -
übernehmen, die Zivildiener händeringend brauchen und in ihrem Alltag
fix eingeplant haben.
Nun droht angesichts der knappen Budgetmittel ein Zivildiener-Stopp.
Damit wird einerseits jungen Menschen die Möglichkeit genommen, ihre
Kräfte für einen sinnvollen Dienst an der Allgemeinheit einzusetzen.
Andererseits werden die sozialen Einrichtungen, deren Mittel ohnehin
immer weiter beschnitten werden, noch weiter geschwächt. Man kann nur
hoffen, dass sich der Innenminister - selbst einst Zivildiener -
gegenüber dem Finanzminister durchsetzt. Sonst könnte eines Tages das
Horrorszenario eintreten, dass man die Rettung ruft, "aber si kummt
net".
Rückfragehinweis: Kärntner Tageszeitung
Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
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