- 24.03.2000, 11:53:02
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Dirnberger: Probst bestätigt Versäumnisse von Sallmutter
Kostelka und Wipplinger sind "Undemokraten"
Wien (OTS) - "Der Stv. Generaldirektor des Hauptverbandes Probst
hat gestern bei der Tagung "Was ist die Gesundheit wert?" meine
Kritik am Präsidenten des Hauptverbandes Hans Sallmutter bestätigt",
stellt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest.
Dirnberger, der Sallmutter Versäumnisse bei der Eindämmung der
Kostenexplosion bei den Medikamenten vorwirft, verweist dazu auf
Aussagen von Probst bei der Veranstaltung. Demnach sagte Probst, man
müsse versuchen, ein Gegengewicht gegen einen, von der
Pharmaindustrie geforderten, EU-weiten Medikamentenpreis
herzustellen. Auch meinte Probst, mit den Aufwendungen der
Pharmakonzerne für Forschung und Entwicklung seien die
Kostensteigerungen nicht zu rechtfertigen. Dabei verwies Probst auf
die enormen Gewinne der Pharmakonzerne von bis zu 33,5 %. Dirnberger:
"Die Feststellungen von Dr. Probst sind ja sehr interessant, aber
bitte was hat denn der Hauptverband bisher gegen diese Entwicklung
-die Gewinne der Konzerne explodieren, die Krankenkassen kollabieren
- unternommen? Feststellungen alleine und ein Herunterspielen der
Kassendefizite, wie es Sallmutter macht, sind zu wenig."
Ztwl.: Vorstände der Krankenkassen sind willkürlich besetzt
Als wörtlich "Undemokraten" bezeichnet Dirnberger SP-Klubobmann
Kostelka wegen dessen ablehnender Haltung zu Wahlen für die Vorstände
der Krankenkassen. Da passt, so Dirnberger, Kostelka hervorragend zum
Präsidenten der AK-Oberösterreich, Hubert Wipplinger, der gestern die
Öffentlichkeit für dumm verkaufen wollte, in dem er die Behauptung
(APA-OTS0253 v. 23.3.) aufstellte: "Welche Arbeitnehmervertreter in
die entscheidenden Gremien der Sozialversicherungen entsendet werden,
das bestimmen die Mehrheiten in der AK-Vollversammlung, also das
Ergebnis der AK-Wahl." Dirnberger: "Das ist falsch. Nach der
derzeitigen Gesetzeslage entscheidet ausschließlich der Präsident der
Arbeiterkammer persönlich, ohne der Verpflichtung auf Wahlergebnisse
Rücksicht zu nehmen, wen er in den Vorstand der Krankenkasse
entsendet. Künftig sollen nun die Kurien der Arbeitnehmer und
Arbeitgeber nach den Wahlergebnissen der Arbeiterkammer- und
Wirtschaftskammerwahlen besetzt werden."
Rückfragehinweis: AK-Vizepräsident
Alfred Dirnberger,
Tel.: 01/58883/1706
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