• 24.03.2000, 10:00:03
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  • OTS0081

Unternehmertum als "Wirkstoff für den Erfolg": Innovationsagentur setzt Biotech-Schwerpunkt

Wien (OTS) - Die österreichischen Forschungsaktivitäten im
Zukunftsbereich Biotechnologie können sich auch im internationalen
Vergleich sehen lassen. Großen Aufholbedarf gibt es hingegen bei der
wirtschaftlichen Verwertung der Ergebnisse. Rund 800 Forscher und
Mediziner erhielten daher dieser Tage eine blaue Box mit einem süßen
"Wirkstoff für den Erfolg". Mit dieser garantiert
nebenwirkungsfreien, dafür aber umso auffallenderen Schwerpunktaktion
will die Innovationsagentur alle im Bereich Biotechnologie tätigen
Wissenschafter auf das umfassende Beratungs- und Förderungsangebot
des "Impulsprogramms Biotechnologie" hinweisen.

Die von der Innovationsagentur im Auftrag des Wirtschafts- und
Wissenschaftsministeriums im Mai 1999 gestartete Initiative soll neue
Impulse für den zukunftsträchtigen Sektor Biotechnologie setzen und
Wissenschafter verstärkt zur wirtschaftlichen Verwertung ihrer
Forschungserkenntnisse animieren. Das Ziel liegt voll im Trend:
Internationale Entwicklungen zeigen das zunehmende Interesse junger
Wissenschafter an unternehmerischer Tätigkeit.

Business in Biotech

Die im Rahmen des Informationsschwerpunkts präsentierte Broschüre
"Business in Biotech" bietet den Biotechnologen und Medizinern alle
grundlegenden Informationen für den Sprung in die Selbstständigkeit.
Das praxisorientierte Handbuch für Unternehmensgründer mit Beiträgen
von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Recht informiert über
essenzielle Themen wie Patente, Lizenzen und Schutzrechte, aber auch
über Unternehmensgründung, Standortsuche, Anstellung von Mitarbeitern
oder Finanzierung. Die Broschüre ist in deutsch und englisch gegen
eine geringe Schutzgebühr von ATS 150 bei der Innovationsagentur
erhältlich (Fax 216 52 93-99, E-Mail [email protected],
www.innovation.at).

Der Ratgeber ist aber nur ein Vorgeschmack auf die umfassenden
Leistungen, mit denen das Impulsprogramm ehrgeizigen Forschern und
Erfindern bei der wirtschaftlichen Nutzung guter Ideen auf die
Sprünge hilft. Das Biotech-Serviceangebot reicht von der
Unterstützung bei der Patentierung und Lizenzierung über vielseitige
Hilfen bei der Unternehmensgründung und bei Behördenkontakten,
Beratung in gewerberechtlichen Aspekten und bei der Standortwahl bis
zur Suche nach freien Labor-Kapazitäten.

Besonders umfangreich sind die Leistungen im Bereich der
Finanzierung. Um den Start in die Selbstständigkeit zu ebnen, hat die
Innovationsagentur ein Netzwerk geschaffen, in das öffentliche und
private Förderungs- und Finanzierungsinstitute eingebunden sind. Die
finanziellen Starthilfen reichen von Landes-, Bundes- und
EU-Förderungen bis zum Venture-Finanzierungsprogramm Seedfinancing,
das Unternehmensgründungen im Bereich neuer Technologien mit einer
speziell auf die Startphase zugeschnittenen Finanzierung unterstützt.

40 neue Biotech-Unternehmen mit 1600 Arbeitsplätzen

Österreich hat bei der wirtschaftlichen Nutzung biotechnischen
Wissens einiges wettzumachen. So liegt unser Land in einem von der
European Molecular Biology Organization (EMBO) durchgeführten
Vergleich der Forschungsaktivitäten von 43 Staaten auf dem Sektor
Biologie- und Biochemie auf dem achten, im Bereich Molekularbiologie
und Gentechnik sogar auf dem sechsten Platz. Ganz anders sieht es
dagegen bei den Unternehmensgründungen aus. Während es 1997 in
Österreich fünf junge Biotech-Unternehmen gab, war die
Unternehmensaktivität in Ländern mit vergleichbarer
wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit weitaus
höher.

Mit dem im Mai 1999 gegründeten Impulsprogramm der Innovationsagentur
gelang die Trendwende: Bereits in den ersten Monaten wurde die
Gründung von weiteren sechs Biotech-Unternehmen initiiert. Auf Basis
der Forschungsleistungen und der Wirtschaftskraft sehen Experten für
Österreich ein Potenzial von mindestens 40 jungen Biotech-Unternehmen
mit durchschnittlich 40 Beschäftigten. Das bedeutet die Chance auf
rund 1600 innovative neue Arbeitsplätze. Der Schwerpunkt "Wirkstoff
für Ihren Erfolg" soll nun viele weitere Forscher zu erfolgreichen
Unternehmern machen.

Life Science Unternehmen in Österreich

Als Orientierungshilfe für ausländische Unternehmen, die auf der
Suche nach Kooperationspartnern sind, hat die Innovationsagentur in
Zusammenarbeit mit dem Wiener Wirtschaftsförderungsfonds WWFF und dem
Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperationen BIT
nun auch eine Übersicht mit einem Spektrum von in Österreich tätigen
Life Science-Unternehmen herausgebracht: Das Company Directory
"Biotech in Austria" bietet Kennziffern wie Beschäftigtenzahl,
Kernkompetenzen und internationale Aktivitäten von in Österreich
ansässigen Biotech-Start-ups, Medizintechnik- sowie
Pharmaunternehmen. Die Broschüre in englischer Sprache kann kostenlos
bestellt werden: Eva Beck/Innovationsagentur:
[email protected], Barbara Lohwasser/BIT: [email protected]
oder Margit Moser: [email protected].

Die Innovationsagentur Ges.m.b.H. unterstützt seit 1984
österreichische Forscher und Unternehmen bei der Realisierung
innovativer Ideen und Projekte. Um unbürokratisch und effizient zu
helfen, bietet sie maßgeschneiderte Servicepakete an. Dazu gehören
das Seedfinancing-Programm, eine speziell auf die
Unternehmens-Startphase zugeschnittene Finanzierung, die Börse für
Business Angels i2, die über Kapital und Erfahrung verfügende
Investoren und ideenreiche Unternehmer zusammenbringt, oder die
Patentverwertungsagentur Tecma, die universitäre Forscher, Erfinder
und Unternehmer bei der Vermarktung von aussichtsreichen Produkten,
Verfahren und Anwendungen unterstützt. Im Auftrag des
Wirtschaftsministeriums führt die Innovationsagentur jährlich den
Staatspreis für Innovation durch.

Rückfragehinweis: Dr. Sonja Hammerschmid,
Projektleiterin Impulsprogramm
Biotechnologie der Innovationsagentur,
Telefon 01-216 52 93/345,
E-Mail [email protected]

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