Ehrenzeichen/Sausgruber

LH Sausgruber ehrte verdienstvolle Persönlichkeiten BILD Überreichung von Bundes- und Landesauszeichnungen

Bregenz (VLK) - Im Montfortsaal des Landhauses überreichte Landeshauptmann Herbert Sausgruber am Sonntag, 19. März, eine
Reihe von Bundes- und Landesauszeichnungen. Unter den
Geehrten befanden sich verdienstvolle Persönlichkeiten aus
den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bildung, Soziales und
Sicherheit. ****

Das Große Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg erhielten
der langjährige Militärkapellmeister Professor Erich Hendl,
der Leiter des Vorarlberger Blindenbundes Manfred Schuler
sowie der Schauspieler und Regisseur Kurt Sternik.

Professor Erich Hendl (Jahrgang 1944) übernahm 1979 die
Leitung der Militärmusik Vorarlberg. Als Komponist (u.a. des offiziellen Traditionsmarsches des Landes Vorarlberg), als musikalischer Botschafter Österreichs bei Konzertreisen mit
seiner Militärmusik und als Vater des Kapellmeisterlehrganges
bei der Militärmusik erwarb er sich große Verdienste. Hendl begründete auch die Bregenzer Festspielhauskonzerte der Militärmusik Vorarlberg, die heute ein fester Bestandteil im Kulturkalender sind.

Manfred Schuler (1952) leitet seit 1986 ehrenamtlich den Vorarlberger Blindenbund, der, so Landeshauptmann Sausgruber,
"mit seinen mehr als 200 Mitgliedern eine wichtige Stütze im sozialen Netz unseres Landes ist". Zu Schulers großen
Verdiensten zählen die Installierung der Frühförderstelle des Blindenbundes, die Fertigstellung des Mehrzwecksaales im
Blindenheim Schwarzach-Ingrüne sowie die Einführung des Orientierungs- und Mobilitätstrainings für erblindete
Menschen.

Kurt Sternik (1943) ist seit 1970 treues Ensemble-Mitglied
am Theater für Vorarlberg. Unvergessen bleiben seine Nestroy-Verkörperungen auf der Bühne, aber auch seine Darbietungen in Stücken von Shakespeare, Anouilh, Schnitzler und Ibsen. Seit
1974 führt Sternik auch Regie. Alle Opernproduktionen der
letzten Jahre am Theater für Vorarlberg wurden von ihm
gemeinsam mit dem Symphonieorchester Vorarlberg aufgeführt.

Mit dem Verdienstzeichen des Landes Vorarlberg ehrte Landeshauptmann Sausgruber die Obmann-Stellvertreterin des Vorarlberger Blindenbundes Herta Gächter, die Trachtennäherin
Erna Manahl, die Kinderdorfmutter Friederike Pöpperl, den Kneipp-Arzt Helmut Butzer, den Lehrlingsausbildner Emil
Kessler, den früheren Leiter der Volkshochschule Bregenz-Vorkloster Kurt Lang, den ehemaligen Schriftführer des
Vorarlberger Volksliedwerkes Hans Lutz, den Mitbegründer des Landesblumenschmuck-Wettbewerbes Richard Neuhauser, den langjährigen Hotel Ifen-Geschäftsführer Otto Simon, den
früheren Ortsvorsteher von Sonntag-Buchboden und Mitbegründer
des Heimatwerkes Großes Walsertal Johann Türtscher sowie den Architekten Rudolf Wäger.

Herta Gächter (1949) engagiert sich seit mittlerweile 38
Jahren ehrenamtlich im Blindenbund, seit nunmehr 13 Jahren
als Obmann-Stellvertreterin. Erna Manahl (1929) hält seit
vielen Jahren die Trachtenpflege in Bludenz, im Montafon,
Großen Walsertal, Walgau und Brandertal hoch. Als
Kursleiterin vermittelt sie die Kunst des Trachten nähens
weiter. Friederike Pöpperl (1925) war 18 Jahre lang vielen
Kindern im Kinderdorf Dornbirn eine liebe- und humorvolle
sowie konsequente und lebenserfahrene Erzieherin.

Helmut Butzer (1923) war bis vor kurzem 1.
stellvertretender Vorsitzender im österreichischen Kneipp-Ärztebund und erwarb sich große Verdienste um die ärztliche
bzw. medizinische Fundierung der Vorarlberger Kneipp-
Bewegung. Emil Kessler (1940) hat sich als Leiter der
technischen Ausbildung bei den Vorarlberger Illwerken sowie
im Landesberufsausbildungsbeirat und als Vorsitzender in Lehrabschlussprüfungskommissionen um die duale Ausbildung von Jugendlichen verdient gemacht. Kurt Lang (1933) hat viele
Jahre lang neben seinem Beruf als Hauptschullehrer die Volkshochschule Bregenz-Vorkloster geleitet und in dieser
Zeit das Kurs- und Vortragsangebot wesentlich erweitert. Hans
Lutz (1914) war Direktor der Hauptschule Bregenz-Rieden und
Obmann des Katholischen Lehrervereins. Als engagiertes
Mitglied im Vorarlberger Volksliedwerk war er maßgeblich an
der Produktion und Verteilung des Vorarlberger Liederbuches beteiligt.

Richard Neuhauser (1920) war maßgeblich an der Gründung
des Landesblumenschmuck-Wettbewerbes beteiligt und hat durch
seine Beratung mancher Ländle-Gemeinde regional und
europaweit zu Blumenschmuck-Preisen verholfen. Otto Simon
(1928) war viele Jahre lang Geschäftsführer des damaligen 5-Sterne-Hotels Ifen in Hirschegg. Als Gemeindevertrete und in
der Wirtschaftskammer vertrat er die Interessen des
Vorarlberger Tourismus. Johann Türtscher (1917) erwarb sich Verdienste als Ortsvorsteher von Sonntag-Buchboden, als
Obmann des Fremdenverkehrsvereines Großes Walsertal sowie als Gründungsmitglied des Heimatwerkes und des
Heimatpflegevereines Großes Walsertal. Rudolf Wäger (1941)
gilt als Vorreiter der Solararchitektur durch Passivnutzung
und hat die Vorarlberger Holzbauschule maßgeblich mitgeprägt.

Thusnelda Hammerer (1948) aus Egg erhielt von
Landeshauptmann Sausgruber die Rettungsmedaille des Landes.
Sie rettete im vergangenen Sommer auf der Alpe Schetteregg
unter Einsatz des eigenen Lebens ein 17-jähriges Mädchen, das
von einem wild gewordenen Stier attackiert und schwer
verletzt wurde.

Die Sicherheitsmedaille des Landes überreichte
Landeshauptmann Sausgruber an den Leiter der
Zollwacheabteilung Hörbranz, Eduard Moosbrugger (1940). Er
hat durch seine verantwortungsbewusste und fachkundige
Tätigkeit maßgeblichen Anteil an vielen Erfolgen gegen die Drogenkriminalität und gegen Verstöße im Kraftfahrbereich.

Bundesauszeichnungen

Der Leiter der Musikschule Dornbirn und Vater des Jugendsymphonieorchesters Guntram Simma (1949) erhielt von Landeshauptmann Sausgruber das Dekret über seine Ernennung
zum Professor. Unter Simmas Leitung wuchs die Musikschule
Dornbirn zu einem beachtlichen Unternehmen heran: 1979 unterrichteten noch 15 Lehrer rund 700 Schüler. Heute
unterhält die Musikschule Außenstellen an vielen Dornbirner Schulen und 90 Musikschullehrer aus ganz Europa unterrichten
mehr als 2000 Schüler. Die "Simmaphoniker" unternahmen
erfolgreiche Konzertreisen und errangen Preise bei namhaften Bewerben.

Egon Blum (1940) erhielt das Große Ehrenzeichen für
Verdienste um die Republik Österreich. Er gilt als Lehrlings-Pionier und hat der Berufsausbildung in Vorarlberg seinen
Stempel aufgedrückt. Die Firma Blum ist heute mit 130
Lehrlingen der größte Ausbildungsbetrieb in Westösterreich, Blum-Lehrlinge sind immer wieder bei Berufsolympiaden
erfolgreich. Egon Blums Bemühen um eine hochwertige,
europareife Berufsausbildung in Vorarlberg ist seit Jahren richtungsweisend und beispielgebend.

Rudolf Scherrer (1921) wurde mit dem Silbernen
Verdienstzeichen der Republik Österreich ausgezeichnet. Er
war als Landesjägermeister-Stellvertreter maßgeblich am Zustandekommen des neuen Jagdgesetzes und der Jagdverordnung beteiligt. Zudem leitet er das gesamte Ausbildungswesen der Vorarlberger Jägerschaft.
(gw,nvl)

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