Internationaler Tag des Waldes / Schwarzkiefer - Baum des Jahres 2000 - BILD (web)

Wien (OTS) - Am 21. März 2000 findet der internationale Tag des Waldes statt. Anlaß für das Kuratorium "Rettet den Wald" die "Schwarzkiefer" als "Baum des Jahres 2000" zu präsentieren.

Der internationale Tag des Wald wurde durch die FAO (Organisation für Ernährung und Entwicklung der UNO) Ende der 70er Jahre ins Leben gerufen. Ziel dieser UNO-Aktivitäten ist es, über die Bedeutung unserer Wälder als unverzichtbare Ökosysteme, Schutzwälder, Erholungsorte und Artenpools zu informieren.

Die Schwarzkiefer ist die einzige Baumart in Österreich, die extreme, flachgründige und trockene Standorte besiedelt, so die ökologische Gründe des Kuratorium "Rettet den Wald" für den Baum des Jahres 2000. Ziel der Aktion "Baum des Jahres", die vom Land- und Forstwirtschaftsministerium unterstützt wird, ist es, auf die Bedeutung und Gefährdung einer heimischen Baumart hinzuweisen und die ökologische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung des Ökosytems Wald verstärkt bewusst zu machen.

Mit ihren Beständen im südlichen Niederösterreich, in der Steiermark, Kärnten und Burgenland stellt die Schwarzkiefer das nördlichste und größte zusammenhängende Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa dar. Die Schwarzkiefer ist gegen Trockenheit und Hitze sehr widerstandsfähig, ihre ökologische Bedeutung liegt vor allem darin, da sie in flachgründigen, trockenen und steinigen Kalk- und Dolomitgebieten zu Hause ist, so das Kuratorium "Rettet den Wald". Diese Fähigkeit nutzte schon Maria Theresia und versuchte mit der Pflanzung von Schwarzkiefern eine Erosion der landwirtschaftlich genutzten Flächen im südlichen Niederösterreich erfolgreich zu verhindern.

Lag die wirtschaftliche Bedeutung der Schwarzkiefer bis in die 70er Jahre fast ausschließlich in der Harzproduktion, so wird heute das Schwarzkiefernholz als Bauholz, für Außenverkleidungen und im Innenausbau immer begehrter. Die Bühnenbretter in der Staatsoper und imVolkstheater stammen aus Schwarzkiefernholz, da dieses nicht mehr knarrt.

Heutige Gefährdungen der Kiefer bestehen durch Frost-, Trockenheit-, Immissions- und Ozoneinwirkungen, Nährstoffmangelerscheinungen und Hagelschäden. Aber auch Insekten wie die Kieferngallmücke, der Kiefernspinner, der Kiefernschwärmer und die Kiefernbuschhornblattwespe , sowie Pilzinfektionen gefährden die Bestände der Kiefer.

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