Standardisierte Tests zeigen auf: Alkoholreduziertes Bier - ein Beitrag zur Verkehrssicherheit

Alkoholunfälle nehmen wieder zu: 0,5-Promille-Grenze offenbar mit weniger Wirkung als noch vor zwei Jahren, wie eine veröffentlichte Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigte. Standardisierte Tests zeigen: Rund 40% weniger Alkohol bedeuten 50% bis 60% weniger Promille. Experten bestätigen: "Beitrag alkoholreduzierter Biere zur Verkehrssicherheit ist evident." Appell an LenkerInnen: "Wenn schon Bier, dann auf jeden Fall alkoholreduziert."

Linz (OTS) - Jüngst veröffentlichte Statistiken zeigen: Die Zahl der Alkoholunfälle auf Österreichs Straßen nimmt wieder zu. Einer Meldung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zufolge gingen 1999 insgesamt 2.468 Unfälle mit Personenschaden auf das Konto von ,Alkolenkern'. Gegenüber 1998 (2.225 Unfälle) bedeutet dies eine Steigerung um fast 11 Prozent. Die Einführung der 0,5-Promille-Grenze scheint also an "Biss" zu verlieren.

Selbstverständlich ist Alkohol am Steuer kein Kavaliersdelikt und verantwortungsvolle Lenkerinnen und Lenker wissen sich auch entsprechend zu verhalten. Trotzdem: Maßvoller Genuss ohne Reue ist -zumindest, was Bier betrifft - möglich: "Es ist evident, dass alkoholreduziertes Bier ein Beitrag zur Verkehrssicherheit ist," erklärt dazu Univ.-Prof. Dr. Manfred Walzl, Neurologe und Leiter des gemeinsamen Fachbereiches an der Landesnervenklinik Graz.

Alkoholreduzierte Biere: rund 2/3 weniger Promille

Seit rund einem Jahr führt Walzl in Kooperation mit dem Institut für Medizinische Chemie an der Universität Graz (Univ.-Prof. Dr. Gilbert Reibnegger) sowie mit Unterstützung der Bundespolizeidirektionen Graz und Wien standardisierte Tests in Sachen Biergenuss und Alkoholisierungsgrad durch.

Vergleiche zwischen Vollbier (5,5% Alkoholgehalt) und alkoholreduziertem Bier (nicht mehr als 3% Alkoholgehalt, wie z.B. Zipfer Medium, Kaiser 2,9 und Reininghaus Nimm s leicht) haben dabei eindeutig nachgewiesen: Ein Minus von (nur) 2,5% Alkohol bedeutet fast bis zu 2/3 weniger Promille.

Weniger Alkohol, trotzdem voller Geschmack

Nach drei Krügerl Vollbier kommt der Biergenuss zur Entfaltung, jedoch liegt der Promille-Wert mit durchschnittlich 0,69 über der erlaubten 0,5-Promille-Grenze und sollte daher ausschließlich "ohne Auto" genossen werden. Drei Halbliter-,Einheiten' alkoholreduziertes Bier, unter den gleichen Bedingungen genossen, lässt jedoch den ,Spiegel' auf durchschnittlich nur 0,28 Promille steigen. Im Klartext: Rund 40% weniger Alkohol bedeutet 50% bis 60% Prozent weniger Promille - und das bei 100% Geschmack, wie die Test-TeilnehmerInnen bestätigen.

Bei Leichtbieren nimmt Alkoholisierung schneller ab

"Die Leber wird mit kleineren Mengen Alkohol leichter fertig. Das heißt, dass die Alkoholisierung bei Leichtbier auch wesentlich schneller abnimmt," erklärt dazu Reibnegger. Noch ein ,Phänomen' war bei den Tests auffällig: Bei manchen Test-TeilnehmerInnen zeigte der Alkomat nach dem ersten Krügerl alkoholreduziertem Bier gar 0,0 Promille an. "Alkohol bis zu 0,1 Promille wird wahrscheinlich gleich von der Magen- und Darmschleimhaut ,vernichtet' und gelangt so gar nicht in den Blutkreislauf", so Reibnegger.

"Die Bewusstseinsbildung für eine Reduktion des Alkoholkonsums insgesamt ist gesellschaftspolitisch enorm relevant, deshalb gilt es vor allem, das Verantwortungsbewusstsein, insbesondere auch bei den Gastwirten, zu wecken. Im Straßenverkehr gilt es: Wenn schon Bier, dann auf jeden Fall alkoholreduziert", bringt Reibnegger die Thematik auf den Punkt.

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