- 15.03.2000, 11:01:17
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Ederer: Wien setzt erfolgreiche Innovationspolitik fort=
Wiener Wirtschaftsbeirat legt erste Ergebnisse vor
Wien, (OTS) Die ersten Ergebnisse der Arbeit des Wiener
Wirtschaftsbeirates, der von Finanz- und Wirtschaftsstadträtin
Mag. Brigitte Ederer und WKW-Präsident KR Walter Nettig ins Leben
gerufen wurde, liegen nun vor. Dieses, von hochkarätigen Experten
besetzten Gremium, ist ein zentrales Element im erfolgreichen Kurs
in der Innovations- und Technologiepolitik in Wien. Mit der
Unterstützung der Fachhochschulentwicklung einerseits sowie einer
Verstärkung der vorhandenen Kompetenzen im Bereich "Usability",
also der nutzerfreundlichen Bedienung von technischen Geräten
andererseits werden wirtschaftspolitische Impulse gesetzt, die die
Standortqualität Wiens nachhaltig erhöhen.
Wien unterstützt Innovation und Qualität der Wiener
Fachhochschulen
"Fachhochschulen stellen einen wichtigen Ausbildungsbereich
und eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche
Entwicklung des Wirtschaftsstandortes dar", ist Ederer überzeugt.
Der Bedarf an Fachhochschullehrgängen wird auch dadurch
dokumentiert, dass nach den bisherigen Erfahrungen die Abgänger
dieser Lehrgänge hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben,
was ein wesentlicher Grund der Befassung des Wiener
Wirtschaftsbeirates mit der Thematik Fachhochschulen war.
In Wien haben sich Fachhochschulen in den letzten Jahren
recht dynamisch entwickelt, obwohl es im Gegensatz zu anderen
Bundesländern im wesentlichen keine finanzielle Unterstützung der
Lehrgänge seitens der Stadt Wien gegeben hat. Eine vom Wiener
Wirtschaftsbeirat angeregte Untersuchung hat die bisher
zurückhaltende Haltung Wiens insofern bestätigt, als festgestellt
wurde, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln der Betrieb
der Lehrgänge bestritten werden konnte (Hans Pechar: Wien als
Fachhochschulstandort). Allerdings wird auch festgestellt, dass
zum einen Erweiterungs- bzw. Qualitätsverbesserungsinvestitionen
schwieriger durchzuführen sind und zum anderen die Finanzierung
der Entwicklungsarbeiten für die Lehrgänge ein Problem darstellt.
Die Stadt Wien folgt daher der Empfehlung des Wiener
Wirtschaftsbeirates zur Unterstützung dieser beiden Bereiche.
Insgesamt wird die Stadt Wien ab heuer bis einschließlich 2004
max. 150 Mio. Schilling zur Verfügung stellen. Derzeit werden die
konkreten Förderrichtlinien erstellt. Von dieser Maßnahme nicht
betroffen ist der Bereich der Sozialakademien und der
Pädagogischen Akademien. Fachhochschullehrgänge in diesem Bereich
unterliegen einer gesonderten Beurteilung und auch einem
speziellen Modus der finanziellen Unterstützung.
Derzeit existieren in Wien 13 Fachhochschullehrgänge. Nach
den derzeit bekannten Vorhaben, ist erfreulicherweise davon
auszugehen, dass es in den nächsten fünf Jahren nahezu zu einer
Verdoppelung der Lehrgänge kommt. "Mit der Unterstützung Wiens ist
einerseits garantiert, dass jeder geplante Lehrgang eine echte
Chance auf Realisierung hat" ist die Finanz- und
Wirtschaftsstadträtin überzeugt, "denn, der Hemmschuh der hohen
Entwicklungskosten fällt weg. Andererseits kann die hohe Qualität
der Ausbildung durch eine zusätzliche Unterstützung Wiens weiter
abgesichert werden".
Wien setzt auf Benutzerfreundlichkeit
Ein Ziel der Wiener Wirtschaftspolitik ist die Etablierung
Wiens als international bedeutsamer Technologiestandort. Zur
Erreichung dieses Ziels ist es notwendig, Themenführerschaft in
bestimmten Technologiefeldern zu sichern. "Wien ist bisweilen zu
vornehm und zurückhaltend, was die eigene Technologiekompetenz
anbelangt. Wir müssen hier mit mehr Selbstbewusstsein agieren", so
Ederer. Ein Bereich, den der Wiener Wirtschaftsbeirat aufgezeigt
hat, indem ausgezeichnete Grundlagen vorhanden sind, ist die
"Usability". "Usability" bedeutet die einfache Benutzbarkeit von
technischen Produkten und ist eine komplexe interdisziplinäre
wissenschaftliche Methode. Dabei wird vom Beginn bis zur letzten
Stufe der Produktentwicklung darauf geachtet, dass
Benutzbarkeitsaspekte mitbedacht werden. "Bei der zunehmenden
Komplexität von technischen Geräten, ist das von entscheidender
Bedeutung, da der Endverbraucher erwartet, nicht stundenlang
Gebrauchsanweisungen studieren zu müssen, bis er das Gerät
bedienen kann", hielt die Finanz- und Wirtschaftsstadträtin fest.
Dass die einfache Benutzbarkeit ein Wettbewerbsvorteil ist, zeigt
das Beispiel Frequentis, wo der Geschäftsführer betont, einen
großen Auftrag hauptsächlich aufgrund der ausgezeichneten
Benutzerfreundlichkeit seiner Systeme - die in Wien entwickelt
wurden - erhalten zu haben. Gerade die Benutzbarkeit ist also
zunehmend ein kritischer Erfolgsfaktor für den Absatz von
Produkten. In Wien existiert exzellentes Know-how in diesem
Bereich, der weiter ausgebaut werden soll. Der Wiener
Wirtschaftsbeirat ist davon überzeugt, dass es im Bereich der
"Usability" realistisch ist, internationale Themenführerschaft zu
entwickeln.
Dass Wien gerade in der Benutzerfreundlichkeit führend ist,
freut Ederer besonders, denn "wer kennt nicht die Probleme mit dem
Programmieren des Videorecorders. Um das bestehende Know-how in
Wien weiterzuentwickeln wird ein eigenes Zentrum für Usability in
Wien entstehen, das einerseits die internationale Bedeutung des
Technologiestandorts Wien erhöht und andererseits wichtige Impulse
für die Wiener Wirtschaft setzen kann. Ehrgeiziges Ziel ist es,
eine Marke ‘Vienna Usability’ zu entwickeln, die internationales
Qualitätsmerkmal wird, vergleichbar etwa mit Ruf eines Chips von
Intel", so Ederer abschließend. (Schluss) sto
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Harry Stockbauer
Tel.: 4000/81 858
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