Ederer: Wien setzt erfolgreiche Innovationspolitik fort

Wiener Wirtschaftsbeirat legt erste Ergebnisse vor

Wien, (OTS) Die ersten Ergebnisse der Arbeit des Wiener Wirtschaftsbeirates, der von Finanz- und Wirtschaftsstadträtin
Mag. Brigitte Ederer und WKW-Präsident KR Walter Nettig ins Leben gerufen wurde, liegen nun vor. Dieses, von hochkarätigen Experten besetzten Gremium, ist ein zentrales Element im erfolgreichen Kurs in der Innovations- und Technologiepolitik in Wien. Mit der Unterstützung der Fachhochschulentwicklung einerseits sowie einer Verstärkung der vorhandenen Kompetenzen im Bereich "Usability", also der nutzerfreundlichen Bedienung von technischen Geräten andererseits werden wirtschaftspolitische Impulse gesetzt, die die Standortqualität Wiens nachhaltig erhöhen.

Wien unterstützt Innovation und Qualität der Wiener Fachhochschulen

"Fachhochschulen stellen einen wichtigen Ausbildungsbereich
und eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes dar", ist Ederer überzeugt. Der Bedarf an Fachhochschullehrgängen wird auch dadurch dokumentiert, dass nach den bisherigen Erfahrungen die Abgänger dieser Lehrgänge hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, was ein wesentlicher Grund der Befassung des Wiener Wirtschaftsbeirates mit der Thematik Fachhochschulen war.

In Wien haben sich Fachhochschulen in den letzten Jahren
recht dynamisch entwickelt, obwohl es im Gegensatz zu anderen Bundesländern im wesentlichen keine finanzielle Unterstützung der Lehrgänge seitens der Stadt Wien gegeben hat. Eine vom Wiener Wirtschaftsbeirat angeregte Untersuchung hat die bisher zurückhaltende Haltung Wiens insofern bestätigt, als festgestellt wurde, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln der Betrieb
der Lehrgänge bestritten werden konnte (Hans Pechar: Wien als Fachhochschulstandort). Allerdings wird auch festgestellt, dass
zum einen Erweiterungs- bzw. Qualitätsverbesserungsinvestitionen schwieriger durchzuführen sind und zum anderen die Finanzierung
der Entwicklungsarbeiten für die Lehrgänge ein Problem darstellt.

Die Stadt Wien folgt daher der Empfehlung des Wiener Wirtschaftsbeirates zur Unterstützung dieser beiden Bereiche. Insgesamt wird die Stadt Wien ab heuer bis einschließlich 2004
max. 150 Mio. Schilling zur Verfügung stellen. Derzeit werden die konkreten Förderrichtlinien erstellt. Von dieser Maßnahme nicht betroffen ist der Bereich der Sozialakademien und der
Pädagogischen Akademien. Fachhochschullehrgänge in diesem Bereich unterliegen einer gesonderten Beurteilung und auch einem
speziellen Modus der finanziellen Unterstützung.

Derzeit existieren in Wien 13 Fachhochschullehrgänge. Nach
den derzeit bekannten Vorhaben, ist erfreulicherweise davon auszugehen, dass es in den nächsten fünf Jahren nahezu zu einer Verdoppelung der Lehrgänge kommt. "Mit der Unterstützung Wiens ist einerseits garantiert, dass jeder geplante Lehrgang eine echte Chance auf Realisierung hat" ist die Finanz- und Wirtschaftsstadträtin überzeugt, "denn, der Hemmschuh der hohen Entwicklungskosten fällt weg. Andererseits kann die hohe Qualität der Ausbildung durch eine zusätzliche Unterstützung Wiens weiter abgesichert werden".

Wien setzt auf Benutzerfreundlichkeit

Ein Ziel der Wiener Wirtschaftspolitik ist die Etablierung Wiens als international bedeutsamer Technologiestandort. Zur Erreichung dieses Ziels ist es notwendig, Themenführerschaft in bestimmten Technologiefeldern zu sichern. "Wien ist bisweilen zu vornehm und zurückhaltend, was die eigene Technologiekompetenz anbelangt. Wir müssen hier mit mehr Selbstbewusstsein agieren", so Ederer. Ein Bereich, den der Wiener Wirtschaftsbeirat aufgezeigt hat, indem ausgezeichnete Grundlagen vorhanden sind, ist die "Usability". "Usability" bedeutet die einfache Benutzbarkeit von technischen Produkten und ist eine komplexe interdisziplinäre wissenschaftliche Methode. Dabei wird vom Beginn bis zur letzten Stufe der Produktentwicklung darauf geachtet, dass Benutzbarkeitsaspekte mitbedacht werden. "Bei der zunehmenden Komplexität von technischen Geräten, ist das von entscheidender Bedeutung, da der Endverbraucher erwartet, nicht stundenlang Gebrauchsanweisungen studieren zu müssen, bis er das Gerät bedienen kann", hielt die Finanz- und Wirtschaftsstadträtin fest. Dass die einfache Benutzbarkeit ein Wettbewerbsvorteil ist, zeigt das Beispiel Frequentis, wo der Geschäftsführer betont, einen großen Auftrag hauptsächlich aufgrund der ausgezeichneten Benutzerfreundlichkeit seiner Systeme - die in Wien entwickelt wurden - erhalten zu haben. Gerade die Benutzbarkeit ist also zunehmend ein kritischer Erfolgsfaktor für den Absatz von Produkten. In Wien existiert exzellentes Know-how in diesem
Bereich, der weiter ausgebaut werden soll. Der Wiener Wirtschaftsbeirat ist davon überzeugt, dass es im Bereich der "Usability" realistisch ist, internationale Themenführerschaft zu entwickeln.

Dass Wien gerade in der Benutzerfreundlichkeit führend ist, freut Ederer besonders, denn "wer kennt nicht die Probleme mit dem Programmieren des Videorecorders. Um das bestehende Know-how in
Wien weiterzuentwickeln wird ein eigenes Zentrum für Usability in Wien entstehen, das einerseits die internationale Bedeutung des Technologiestandorts Wien erhöht und andererseits wichtige Impulse für die Wiener Wirtschaft setzen kann. Ehrgeiziges Ziel ist es, eine Marke ‘Vienna Usability’ zu entwickeln, die internationales Qualitätsmerkmal wird, vergleichbar etwa mit Ruf eines Chips von Intel", so Ederer abschließend. (Schluss) sto

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