• 13.03.2000, 08:49:25
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Scharlach=

Wien (OTS) - Scharlach ist eine der typischen Kinderkrankheiten und
wird durch Bakterien hervorgerufen. Noch vor einigen Jahrzehnten ist
diese Krankheit manchmal sogar tödlich verlaufen. Heute lässt sie
sich mit Antibiotika einfach behandeln. "Wichtig ist, das Kind rasch
zu einem Arzt zu bringen. Nur er kann den Erreger feststellen und das
entsprechende Antibiotikum verschreiben. Richtig behandelt, ist
Scharlach schon nach fünf Tagen nicht mehr ansteckend", sagt Dr.
Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz.

Scharlach hat zahlreiche Symptome. Es beginnt meist mit plötzlichem
hohen Fieber. Halsschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Übelkeit
sowie ein weißer Belag auf der Zunge, die sich später himbeerfarben
verfärbt, sind typische Anzeichen. Nach etwa zwei Tagen bildet sich
an Bauch, Brust und Hals ein Hautausschlag. Feinböck: "Dabei
entstehen zahlreiche, eng aneinanderliegende rote und rauhe Flecken.
Nach etwa ein bis zwei Wochen gehen die meisten Symptome zurück. Die
Haut beginnt sich zu schälen."

Übertragen wird Scharlach durch eine Tröpfcheninfektion, also durch
Anhusten oder Niesen. Es dauert bis zu fünf Tage, bis die Krankheit
ausbricht. Um ernste Komplikationen zu vermeiden, muss die Krankheit
rasch behandelt werden. "Scharlach kann unbehandelt rheumatisches
Fieber, Herzmuskel- oder Nierenentzündungen, eitrige Abszesse im
Rachen oder eine Mittelohrentzündung auslösen. Durch die Behandlung
mit Antibiotika sind schwere Folgeerkrankungen aber nur mehr
selten", sagt Feinböck.

"Während der ersten Tage sollte das Kind im Bett bleiben. Die
Antibiotika sollten unbedingt so lange verabreicht werden, wie es der
Arzt verordnet hat. Etwa nach fünf Tagen ist Scharlach nicht mehr
ansteckend. Ohne Antibiotika bleibt es dies noch für mehrere Wochen.
Halswickel, Gurgeln mit Kamille, Bestrahlungen mit Rotlicht und kalte
Umschläge können die Beschwerden lindern, ersetzen aber nicht die
Behandlung mit Antibiotika", so Feinböck.

Die Erkrankung an Scharlach führt im Gegensatz zu anderen
Kinderkrankheiten zu keiner Immunität. Da es mehrere auslösende
Bakterientypen gibt, kann Scharlach sogar noch mehrmals auftreten.
Die Krankheit verläuft dann aber meist in einer schwächeren Form.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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