Lord Norman Foster entwickelt für Aspanggründe Masterplan

Wien, (OTS) Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg hat gemeinsam mit dem Projektbetreibern von Eurogate - Bank Austria Immobilien, Bundesimmobiliengesellschaft, Foster & Partners, ARGE Eurogate am Mittwoch in einem Pressegespräch Lord Norman Foster als "Masterplan"-Ersteller für das 22 Hektar große Gebiet der Aspanggründe genannt.

Lord Norman Foster, ein international renommierter Architekt aus London, hatte schon vor zwei Jahren im Beisein des Bundesministers für Wirtschaft und der Wiener Stadtregierung die Ergebnisse seiner Vorstudien zu diesem Stadtentwicklungsgebiet im
3. Wiener Gemeindebezirk präsentiert.

"Aus Sicht der Stadt Wien ist dieses 22 Hektar große Land im Herzen von Erdberg ein Hoffnungsgebiet," sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg. "Ich freue mich daher, dass es den Projektbetreibern gelungen ist, für diese wichtige stadtpolitische Aufgabe einen internationalen Hochkaräter aus dem Fach der Architektur dafür gewonnen zu haben."****

Vizebürgermeister und Planungsstadtrat Dr. Bernhard Görg und die ARGE Aspanggründe (Grundeigentümer und Wiener Projektentwicklungsgesellschaften ) waren vor einigen Monaten übereingekommen, diesen Planungsprozess in Form eines Masterplans zu starten, der konkrete Bebauungsmöglichkeiten des Entwicklungsgebietes zum Ziel hat.

Ein Masterplan ist ein umfassendes Planungskonzept für eine ausgewogene städtebauliche Entwicklung. Es beinhaltet ein Konzept der Flächennutzung (Wohnnutzung, Arbeitsstätten, Flächen für Infrastruktur und Erholungsflächen), ein Erschließungs- und Verkehrskonzept, die Baumassenverteilung als Herzstück des Gestaltungsentwurfs, die Gliederung der baulichen Entwicklung in Etappen und ein Finanzierungskonzept.

"Wir werden natürlich nach einer ausführlichen fachlichen Diskussion auch den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern suchen," so der Vizebürgermeister weiter. "Es hat sich speziell nach der Präsentation der Ideen von Norman Foster vor zwei Jahren gezeigt, dass Bürgereinbindung uns als Stadt ein wesentliches Anliegen bei der weiteren Vorgangsweise mit diesem Hoffnungsgebiet sein muss."

Für die Ausarbeitung des Masterplanes wurde in den letzten Monaten sowohl von der ARGE als auch von der Wiener Stadtplanung
ein Arbeitsteam zusammengestellt, das den technischen Planungsprozess begleitet und unterstützt. Mehrere Wiener Zivilingenieure (Verkehrsplaner, Strukturplaner, Grünraumplaner, etc.) sind dabei eingebunden. Zusätzlich wurde von der Wiener Stadtplanung ein erster Zielkatalog zur Verfügung gestellt.

Folgende Projektziele sollen dabei erreicht werden: Das
derzeit brachliegende Gebiet soll künftig

o zu einem urbanen Stadtviertel mit sorgfältig geplantem

Nutzungsmix
o zu einem AAA-Standort innerhalb des Stadtraumes, vor allem

wegen seiner guten Verkehrsinfrastruktur und seinem
Flughafenbezug (S7 und A4), werden.

Ein Masterplan wird in mehreren Arbeits- und Diskussionsschritten - beginnend mit einer Analyse- und Sondierungsphase - erstellt. Der technisch ausgereifte Entwurf des Masterplanes muss letztlich auch politisch abgesegnet werden ,
wobei schon angesichts der Größe und Bedeutung des Projektes eine vorbereitende öffentliche Diskussion unter Einbeziehung der Bezirksvertretung notwendig ist.

Um welches Gebiet handelt es sich:

Das Gesamtareal der Aspanggründe ist in zwei Bereiche
geteilt: Der südliche Bereich von ca. 13,8 ha gehört der Republik Österreich. Hinsichtlich dieser Flächen ist die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) vertretungsbefugt.

Über den nördlichen Bereich der Aspanggründe von ca. 8,2 ha -jener Teil der der ÖBB gehört - ist die Bauträger Austria Immobilien GmbH (BAI) vertretungsbefugt, die bei diesem Projekt
eine Partnerschaft mit der ARWAG Bauträger GmbH und der P + E Planungs- und ErrichtungsgesmbH (ein Unternehmen der WED-Gruppe) eingegangen ist.

Entwicklungsziele für die Aspanggründe (Vorgaben der Stadtplanung - "Pflichtenheft")

o Die nachstehenden Angaben gelten unter der Vorbedingung, dass

die tiefgelegte S7-Trasse mit einer Station St. Marx und zeitversetzt (etwa 2008) eine zusätzliche S-Bahn-Station Landstraßer Gürtel an der Stammstrecke die Erschließung des Areals mit Öffentlichem Verkehr wesentlich verbessert.
o Die Entwicklung der rund 22 Hektar großen Fläche

berücksichtigt alle Aspekte der Stadt-, Raum- und Umweltverträglichkeit.
o Öffentliche Grünflächen gesamt mindestens 1,5 ha
o Öffentliche Verkehrsflächen (inklusive Abstandsflächen am

Gürtel): 3 bis maximal 6 ha
o Bebaute Flächen im Nettobauland: maximal 9 ha
o Bruttogeschossflächen (BGF): maximal 450 000 m² gesamt
o Wohnanteil: 25 bis maximal 50%
o Einzelhandelsanteil: maximal 7,5%
o Interne Erschließung ohne Belastung angrenzender, bestehender

Straßenzüge
o Anteil der Kubatur über einer Gebäudehöhe von 21 Meter:

maximal 25%
o Sicherstellung äquivalenter Infrastrukturflächen für Schulen

und Kindergärten
o Schonung des Grünbestandes
o Schaffung eines attraktiven Fuß- und Radwegenetzes und

Verknüpfung mit den umliegenden Stadtteilen
o Ausrichtung der Flächennutzung und Baumassenverteilung auf

die Erschließung mit Öffentlichen Verkehr
o Nachweis der wirtschaftlichen etappenweisen Umsetzung, wobei

ein Zeitraum bis 2015 als realistisch angenommen werden muss.

Der skizzierte Planungsprozess ist eingebettet in eine großräumige Planung für den Erdberger Mais und wird parallel mit den Planungen Umfeld Gasometer und dem fast gleich großem Entwicklungsgebiet Schlachthof St. Marx geführt. Mit den Planungsarbeiten für das Arsenal (Team "Junge Architekten") und
dem Bereich Bahnhof Wien wird praktisch der komplette SÜDOST-SEKTOR Wiens neu geplant, womit die Stadtentwicklung einen deutlichen Schritt zur Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Wien unternimmt.

Dass dafür ein so bedeutender Architekt wie Lord Norman
Foster zur Mitarbeit gewonnen werden konnte, soll die hoch
gesteckte Erwartungshaltung zum Entwicklungspotenzial des Gebietes unterstreichen.(Schluss) lei

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