300.000 Menschen ohne Trinkwasser - Österreichisches Rotes Kreuz startet Wasserprojekt in Mozambique

Wien (OTS) - "Ich bin selbst vor den Fluten geflohen" berichtet Joe Gramann, Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes, nach seiner Rückkehr aus Mozambique. Nach seinem siebentägigen Evaluierungsaufenthalt in der südlichen Provinz Gaza, die am meisten von den Fluten betroffen ist, hat das Österreichische Rote Kreuz den Bau und die Sanierung von Wasserpumpen beschlossen. Für die Finanzierung des Projektes hat das Österreichische Rote Kreuz 1,5 Millionen Schilling bereit gestellt. Medikamente im Wert von 180.000 Schilling sind bereits in das Krisengebiet entsendet worden.

"Es klingt paradox: Wasser ist im Überfluss vorhanden - aber die betroffene Bevölkerung durstet", so Gramann. "Die Wasserversorgung ist zum Teil komplett zusammengebrochen. Rund 300.000 Menschen sind obdachlos und haben kein Zugriff auf Trinkwasser. Die katastrophalen hygienischen Bedingungen haben dazu geführt, dass bereits Seuchen ausgebrochen sind. Es gibt zahlreiche Malariafälle." Nach einer dringenden Anforderung des Internationalen Roten Kreuzes hat das Österreichische Rote Kreuz 120.000 Tabletten zur Bekämpfung von Malaria, aber auch Aspirin und Paracetamol-Tabletten nach Mozambique geschickt. "1,7 Tonnen Rehydrierungssalz für Kinder sind ebenfalls unterwegs."

"Nach den ersten Überflutungen wären zwei Drittel der Handpumpen wiederherstellbar gewesen. Doch die anhaltenden Regenfälle haben die Situation weiterhin verschlechtert. Viele Brunnen sind komplett zerstört. Es müssen neue Brunnen gebohrt werden", erzählt Gramann. Das Österreichische Rote Kreuz hat einen Wassertechniker aus Angola beauftragt, den genauen Bedarf zu evaluieren. Eine neue Handpumpe -inklusive bohren, einrichten und schulen - kostet 5000 US Dollar, rund 70.000 Schilling. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung einer Wasserpumpe belaufen sich auf 1500 US Dollar, rund 21.000 Schilling.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten Kreuz durchgeführt, die auf eine gute Infrastruktur im Süden und Osten Afrikas zurückgreifen kann. "Sobald das Wasser zurückgegangen ist und sich die Situation entspannt hat, können wir mit dem Projekt beginnen", so Gramann. "Die Föderation hat seit 1994 in allen Ländern Südost Afrikas Wassertechniker eingeschult, auf die wir nun zurückgreifen können".

Die diesjährige Kampagne für Katastrophenhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes läuft unter dem Motto "Wasser ist Leben". Mit den Spenden werden Wasser-Projekte finanziert, wie die Wiederherstellung einer funktionierenden Infrastruktur für die Wasserversorgung. Auch das Projekt in Mozambique wird Dank dieser Spenden finanziert werden können.

Das Österreichische Rote Kreuz ersucht um Spenden auf das PSK-Konto:
2.345.000, Kennwort "Wasser".

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