- 02.03.2000, 11:34:58
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300.000 Menschen ohne Trinkwasser - Österreichisches Rotes Kreuz startet Wasserprojekt in Mozambique=
Wien (OTS) - "Ich bin selbst vor den Fluten geflohen" berichtet Joe
Gramann, Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes, nach seiner
Rückkehr aus Mozambique. Nach seinem siebentägigen
Evaluierungsaufenthalt in der südlichen Provinz Gaza, die am meisten
von den Fluten betroffen ist, hat das Österreichische Rote Kreuz den
Bau und die Sanierung von Wasserpumpen beschlossen. Für die
Finanzierung des Projektes hat das Österreichische Rote Kreuz 1,5
Millionen Schilling bereit gestellt. Medikamente im Wert von 180.000
Schilling sind bereits in das Krisengebiet entsendet worden.
"Es klingt paradox: Wasser ist im Überfluss vorhanden - aber die
betroffene Bevölkerung durstet", so Gramann. "Die Wasserversorgung
ist zum Teil komplett zusammengebrochen. Rund 300.000 Menschen sind
obdachlos und haben kein Zugriff auf Trinkwasser. Die katastrophalen
hygienischen Bedingungen haben dazu geführt, dass bereits Seuchen
ausgebrochen sind. Es gibt zahlreiche Malariafälle." Nach einer
dringenden Anforderung des Internationalen Roten Kreuzes hat das
Österreichische Rote Kreuz 120.000 Tabletten zur Bekämpfung von
Malaria, aber auch Aspirin und Paracetamol-Tabletten nach Mozambique
geschickt. "1,7 Tonnen Rehydrierungssalz für Kinder sind ebenfalls
unterwegs."
"Nach den ersten Überflutungen wären zwei Drittel der Handpumpen
wiederherstellbar gewesen. Doch die anhaltenden Regenfälle haben die
Situation weiterhin verschlechtert. Viele Brunnen sind komplett
zerstört. Es müssen neue Brunnen gebohrt werden", erzählt Gramann.
Das Österreichische Rote Kreuz hat einen Wassertechniker aus Angola
beauftragt, den genauen Bedarf zu evaluieren. Eine neue Handpumpe -
inklusive bohren, einrichten und schulen - kostet 5000 US Dollar,
rund 70.000 Schilling. Die Kosten für die Wiederinstandsetzung einer
Wasserpumpe belaufen sich auf 1500 US Dollar, rund 21.000 Schilling.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Roten
Kreuz durchgeführt, die auf eine gute Infrastruktur im Süden und
Osten Afrikas zurückgreifen kann. "Sobald das Wasser zurückgegangen
ist und sich die Situation entspannt hat, können wir mit dem Projekt
beginnen", so Gramann. "Die Föderation hat seit 1994 in allen Ländern
Südost Afrikas Wassertechniker eingeschult, auf die wir nun
zurückgreifen können".
Die diesjährige Kampagne für Katastrophenhilfe des Österreichischen
Roten Kreuzes läuft unter dem Motto "Wasser ist Leben". Mit den
Spenden werden Wasser-Projekte finanziert, wie die Wiederherstellung
einer funktionierenden Infrastruktur für die Wasserversorgung. Auch
das Projekt in Mozambique wird Dank dieser Spenden finanziert werden
können.
Das Österreichische Rote Kreuz ersucht um Spenden auf das PSK-Konto:
2.345.000, Kennwort "Wasser".
Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle
Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at
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