- 02.03.2000, 10:26:30
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Wildwest-Privatisierer stoppen ! LinksgewerkschafterInnen: Widerstandsaktionen gegen den Ausverkauf=
Wien (OTS) - Als "Kahlschlag gegen das öffentliche Eigentum"
bezeichnet der Gewerkschaftliche Linksblock in AK und ÖGB (GLB) die
von der Bundesregierung eingeleitete Privatisierung. "Die
100-Prozent-Ausverkäufe bei Tabak, Telekom, PSK und Dorotheum sowie
die Absicht des Totalverkaufs von Voest, OMV, AUA und der Post"
stellen einen schweren Schaden für das Land dar und werden Österreich
zum Spielfeld der internationalen Großkonzerne machen. Bei diesen
Betrieben handelt es sich genauso wie beim Energiebereich um
wirtschaftsstrategische Positionen erster Ordnung. Hier paart sich
staatspolitische Verantwortungslosigkeit mit einem erschreckenden
Ausmaß an Inkompetenz und Dilettantismus. Potentielle Käufer werden
bei dieser Vorgangsweise gut lachen haben und die Werte zu
Billigstpreisen einstreifen!", meint GLB-Vorsitzender Manfred Groß.
Weit mehr als 100.000 Beschäftigte werden von dem Totalausverkauf
betroffen sein. Der Bogen der Betroffenheiten reicht von
Auslagerungen und Schließung von Betriebsstätten über
Verschlechterungen im arbeitsrechtlichen Bereich bis hin zu
Kündigungen. "Offensichtlich will die Regierung ihre Entscheidungen
kalt durchziehen. Daher müssen jetzt Gewerkschaft und Arbeiterkammer
im Sinne ihrer gesellschaftlichen Verantwortung handeln und alle nur
erdenklichen Schritte unternehmen, um die Wildwest-Privatisierer von
ÖVP und FPÖ zu stoppen. Noch ist es nicht zu spät", meint der
GLB-Vorsitzende und verlangt die Einberufung von
Betriebsrätekonferenzen und Betriebsversammlungen in den betroffenen
Bereichen und eine bundesweite Solidaritäts- und Widerstandsaktion
aller Gewerkschaften.
Rückfragehinweis: GLB: (01) 718 26 23,
e-mail: glb-zink@apanet.at
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