- 01.03.2000, 10:02:58
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Lichtenberger: Minister Schmid muß TV-Ankündigungen einlösen
Grünen fordern Fristsetzungdebatte zu österreichweitem LKW-Nachfahrverbot
"Durch die enorme Zunahme des LKW-Verkehrs in den letzten Jahren ist
die Nachtruhe und damit die Gesundheit der Anrainer massiv gefährdet.
Die Grünen haben daher schon im vergangen Jahr einen Antrag auf
Einführung eines österreichweiten Nachtfahrverbotes für LKW
eingebracht. Da bisher die Regierung völlig untätig geblieben ist,
Maßnahmen aber dringend nötig sind, verlangen die Grünen heute eine
Fristsetzungdebatte zu diesem Antrag", erklärt die Verkehrssprecherin
der Grünen, Eva Lichtenberger. "Das Nachtfahrverbot würde den
Anrainern ein Fenster der Ruhe sichern sowie Schlafstörungen und
damit Gesundheitsschäden vorbeugen", so Lichtenberger.
"Das bisherige Nachtfahrverbot, das Ausnahmen für lärmarme LKW kennt,
bietet nämlich schon jetzt keinen Schutz mehr für die Nachtruhe der
Bevölkerung. Zwar sind die meisten LKW-Flotten tatsächlich auf
lärmarm umgestellt worden, doch die Verbesserung der Lärmwerte bei
den einzelnen LKW wird durch die enorme Zunahme der Frequenz
kompensiert", so Lichtenberger. Lärmarm bedeute außerdem nicht
lautlos, vor allem nicht in Steigungs- und Gefällestrecken, sowie bei
hohen Geschwindigkeiten.
Wie sehr der Transit gestiegen ist, zeigt sich etwa an den Zahlen für
den Brenner, verweist Lichtenberger. Allein im letzten Jahr haben
laut ASAG 1,5 Millionen LKW den Paß überquert. Das entspricht einer
Zunahme gegenüber 1998 um 14 (!) Prozent. Laut ASAG-Chef Unterholzner
wird aufgrund des steigenden Transitaufkommens in zehn Jahren
überhaupt nichts mehr gehen, da die Straße völlig überlastet sein
wird. "Maßnahmen sind daher dringend geboten", fordert Lichtenberger.
"Infrastrukturminister Schmid hat in der ORF-Sendung 'Zur Sache'
gesagt, daß für ihn die Lebensinteressen der Bevölkerung an erster
Stelle kommen und dann lange nichts. Wenn er das ernst gemeint hat,
dann sollte von seiner Seite einer Einführung des Nachtfahrverbotes
nichts im Wege stehen", erwartet sich Lichtenberger Unterstützung von
seiten des Ministers.
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