Feurer: Niederösterreichs Hausbrunnen weisen erhöhte Nitratwerte auf

Die Istsituation ist wohl alles andere als eine umweltverträgliche Landwirtschaft

St. Pölten, (SPI) - In den kommenden Tagen beginnen einige Bauern im Osten Niederösterreichs bereits ihre Felder zu düngen. Dadurch wird die Nitratbelastung vieler Hausbrunnen enorm ansteigen. Abgesehen davon, dass viele Landwirte zu oft hintereinander ihre Felder zur Gülleentsorgung heranziehen, kommt in dieser Jahreszeit noch ein zusätzlicher Aspekt hinzu, der die schon angespannte Situation zusätzlich verschärft - nämlich die frühe Düngung beginnend mit Februar. Die Pflanzendecke von Winterraps und Wintergetreiden ist in dieser Zeit noch viel zu dünn, um den Dünger bei starken Niederschlägen auch entsprechend aufnehmen zu können. In diesem Fall kann das Nitrat sehr rasch und einfach in die Hausbrunnen und somit in unsere Wasserversorgung gelangen", schildert der Umweltsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Werner Feurer, die Situation.****

Laut Untersuchungen der Umweltberatung weisen schon 40 Prozent der niederösterreichischen Hausbrunnen erhöhte Nitratwerte auf. Das Trinkwasser von diesen Brunnen übersteigt um einiges den unbedenklichen Nitrat-Grenzwert von 50 mg je Liter. Die Stickstoffverbindung Nitrat ist zwar an sich relativ harmlos, es kann sich jedoch sehr leicht über Abbauprozesse in das gefährliche Nitrit umwandeln. Das Nitrit kann die Gesundheit von Kindern erheblich gefährden. Bei Kleinkindern kann diese Substanz sogar zur Blausucht führen, die oft tödlich ausgehen kann. "Vertreter der Landwirtschaft sprechen immer von "Umweltverträglicher Landwirtschaft". Wenn diese Landwirtschaft mit Massentierhaltung, umfangreicher Gülleentsorgung und häufiger Düngung zu einer Gesundheitsgefährdung führt, kann wohl nicht von einer Umweltverträglichkeit gesprochen werden. Trotz der Wichtigkeit der Landwirtschaft muss der Gesundheit der Menschen in diesem Land ein noch größerer Stellenwert eingeräumt werden. Ich appelliere daher an die Verantwortungsträger, im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung Maßnahmen zu forcieren, welche die Nitratwerte im Grundwasser senken helfen", so LAbg. Werner Feurer.
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