Hotellerie, Reisebüros und Seilbahnen setzen sich zur Wehr

Unterlassungsklage gegen diskriminierende Anzeige - Schritte gegen Skikursverbot wallonischer Regionalminister

Wien(PWK) Die gesetzlichen Interessenvertretungen der Hotellerie, der Reisebüros und der Seilbahnen setzen sich massiv gegen unzulässige Diskriminierungen aus dem Ausland zur Wehr: in einer gemeinsamen Aktion haben der Fachverband Hotellerie, der Fachverband Reisebüros und der Fachverband Seilbahnen jetzt rechtliche Schritte eingeleitet, um gegen derartige unlautere Übergriffe gegen die österreichische Tourismuswirtschaft wirkungsvoll vorgehen zu können. Konkrete Anlassfälle sind ein Inserat des deutschen online-Reiseveranstalter Tiss.com sowie der den Regeln und noch mehr dem Geist der EU widersprechende Erlass der wallonischen Regionalregierung in Belgien, der Schulveranstaltungen in Österreich verbietet.

In der Frage der umstrittenen Anti-Österreich-Anzeige von "Tiss.com" in der "Süddeutschen Zeitung" hat eine inzwischen vorgenommene Überprüfung einen klaren Verstoß gegen das Verbot des unlauteren Wettbewerbs ergeben. Unter Klagsandrohung soll nun eine Unterlassungserklärung erwirkt werden.

Des europäischen Binnenmarkts total unwürdig erscheint der vielkritisierte Erlass der Minister Pierre Hazette und Jean-Marie Nollet vom 14. Februar, Schulveranstaltungen in Österreich zu untersagen. Als Folge dieses Erlasses haben bereits mehrere belgische Gruppen ihre vorwiegend in Salzburg geplanten Wintersportwochen abgesagt. Die Maßnahme hat also bereits zu Stornos und damit zu einem nachweisbaren wirtschaftlichen Schaden geführt. Im Interesse ihrer Mitglieder werden die drei Fachverbände in der Wirtschaftskammer Österreich nun gegen die Diskriminierung vorgehen.

Die betroffenen Fachverbände weisen auch darauf hin, dass die offenbar politisch motivierten Erlässe wenig Resonanz in der belgischen Bevölkerung finden. Die Bevölkerung sei in diesem Fall klüger als ihre Politiker und wisse in ihrer überwiegenden Mehrheit zwischen dem völkerverbindenden Tourismus und fragwürdigen politischen Aktionen zu unterscheiden. Nach jüngsten Berichten belgischer Tageszeitungen lässt sich insbesondere der flämische Bevölkerungsteil Begiens - der 85 Prozent der belgischen Nächtigungen in Österreich stellt - nicht von den Boykottaufrufen beeindrucken. 96 Prozent der Flamen wollen, nach einer Leserumfrage von "Het Laatste Nieuws", einer der großen belgischen Tageszeitungen, auch künftig gerne nach Österreich auf Urlaub fahren. (hp)

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