- 26.02.2000, 08:05:40
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Haider in FORMAT: "Fischler nützt Österreich keinen Funken."
"Werde weiter Interviews geben" - Anti EU-Aktion Rauters ist ein "Seismograph für die Stimmung in der Bevölkerung" - Kanzler-Aufstieg nun wahrscheinlicher
Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden
Nachrichtenmagazin FORMAT nimmt FPÖ-Obmann Jörg Haider zur aktuellen
politischen Situation Stellung. Heftige Kritik übt Haider an
EU-Kommissar Franz Fischler: "Fischler wird von Brüssel besoldet und
exekutiert die negative Haltung gegenüber Österreich. Daß er das als
Österreicher so gründlich macht, enttäuscht mich. Ich kenne keinen
Österrreicher, der das Gefühl hat, daß Fischler in dieser Situation
seiner Heimat auch nur einen Funken nützt."
Kritik an seinen, immer für europaweite Aufregung sorgende Interviews
läßt Haider nicht gelten: "Ich weiß genau was ich sage, genauer als
jene, die immer sinnlos kritisieren und herumfaseln. Wenn ich
Interviews geben will, werde ich sie geben. Es gibt anscheinend eine
programmierte Ängstlichkeit bei manchen, die politische
Standfestigkeit nicht gewöhnt sind."
Die umstrittene Aussage Haiders, der Euro sei "eine Fehlgeburt",
nimmt der Landeshauptmann nicht zurück: "Ich habe darauf hingewiesen,
daß der Euro falsch vorbereitet wurde. An dieser Einschätzung halte
ich nach wie vor fest." Verständnis äußert Haider für den Vorstoß von
Burgenlands FP-Klubobmann Rauter, der eine Intitiative für eine
EU-Ausstieg starten will: "Für mich ist die Idee Rauters ein
Seismograph für die Stimmung in der Bevölkerung. Die EU verursacht
durch ihr unglaubliches, nicht vertragskonformes Vorgehen, daß sich
selbst Befürworter jetzt fragen, was wir da überhaupt noch wollen."
Haider teilt auch die Meinung von FPÖ-Nationalrätin Partik-Pablé die
konstatiert hatte, daß die Mehrheit in Österreich gegen die EU
eingestellt ist. Haider: "Also das stimmt mit Sicherheit. Ich kann
das für Kärnten bestätigen. Da haben 70 Prozent für den Beitritt
gestimmt. Jetzt wäre keine Mehrheit möglich."
Haider bekräftigt seinen Wunsch Bundeskanzler werden. Diesem Ziel sei
er in den letzten Wochen sogar nähergekommen: "Es ist
wahrscheinlicher geworden. Die Linken werden das sicher nicht
verhindern können."
Rückfragehinweis: FORMAT-Innenpolitik 0664-2547598
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