Haider in FORMAT: "Fischler nützt Österreich keinen Funken."

"Werde weiter Interviews geben" - Anti EU-Aktion Rauters ist ein "Seismograph für die Stimmung in der Bevölkerung" -Kanzler-Aufstieg nun wahrscheinlicher

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT nimmt FPÖ-Obmann Jörg Haider zur aktuellen politischen Situation Stellung. Heftige Kritik übt Haider an EU-Kommissar Franz Fischler: "Fischler wird von Brüssel besoldet und exekutiert die negative Haltung gegenüber Österreich. Daß er das als Österreicher so gründlich macht, enttäuscht mich. Ich kenne keinen Österrreicher, der das Gefühl hat, daß Fischler in dieser Situation seiner Heimat auch nur einen Funken nützt."

Kritik an seinen, immer für europaweite Aufregung sorgende Interviews läßt Haider nicht gelten: "Ich weiß genau was ich sage, genauer als jene, die immer sinnlos kritisieren und herumfaseln. Wenn ich Interviews geben will, werde ich sie geben. Es gibt anscheinend eine programmierte Ängstlichkeit bei manchen, die politische Standfestigkeit nicht gewöhnt sind."

Die umstrittene Aussage Haiders, der Euro sei "eine Fehlgeburt", nimmt der Landeshauptmann nicht zurück: "Ich habe darauf hingewiesen, daß der Euro falsch vorbereitet wurde. An dieser Einschätzung halte ich nach wie vor fest." Verständnis äußert Haider für den Vorstoß von Burgenlands FP-Klubobmann Rauter, der eine Intitiative für eine EU-Ausstieg starten will: "Für mich ist die Idee Rauters ein Seismograph für die Stimmung in der Bevölkerung. Die EU verursacht durch ihr unglaubliches, nicht vertragskonformes Vorgehen, daß sich selbst Befürworter jetzt fragen, was wir da überhaupt noch wollen." Haider teilt auch die Meinung von FPÖ-Nationalrätin Partik-Pablé die konstatiert hatte, daß die Mehrheit in Österreich gegen die EU eingestellt ist. Haider: "Also das stimmt mit Sicherheit. Ich kann das für Kärnten bestätigen. Da haben 70 Prozent für den Beitritt gestimmt. Jetzt wäre keine Mehrheit möglich."

Haider bekräftigt seinen Wunsch Bundeskanzler werden. Diesem Ziel sei er in den letzten Wochen sogar nähergekommen: "Es ist wahrscheinlicher geworden. Die Linken werden das sicher nicht verhindern können."

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