AUGE und STRASSENVERKEHR

Wien (OTS) - Vor kurzem fand in Seefeld/Tirol ein augenärztlicher Kongress zum Thema "Verkehrsophthalmologie" statt (Leitung Frau Prof. Lilly Speicher von der Augenklinik Innsbruck, Vorstand Prof. Göttinger). International anerkannte Experten wiesen in mehreren Referaten auf die besonders große Wichtigkeit eines intakten visuellen Systems (Sehen und Verarbeiten optischer Sinneseindrücke) für Verkehrsteilnehmer hin. Statistiken bewiesen eindrucksvoll, dass bei Unfall-Lenkern die Sehleistung signifikant reduziert war. Unter Sehleistung versteht man nicht allein die Sehschärfe, sondern auch andere Funktionen, wie z.B. Gesichtsfeld, Dämmerungssehen und Blendungsempfindlichkeit, die für die Verkehrstauglichkeit von ausschlaggebender Bedeutung sind. So kann eine genau angepasste Brille wohl die Tagessehschärfe verbessern, andere Mängel jedoch nicht ausgleichen. Gründliche augenärztliche Untersuchungen - auch zum Ausschluß etwaiger Augenkrankheiten - zur Beurteilung der Fahrtauglichkeit von Führerscheinwerbern und -besitzern (ab einem bestimmten Lebensalter) wurden gefordert. Deutliche Kritik wurde am Gesetzgeber geübt, der häufig unter Bedachtnahme wirtschaftlicher Interessen den augenärztlich geforderten Standards bei Führerscheinuntersuchungen und periodisch erforderlichen Kontrollen nicht den entsprechenden Platz einräumt.

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