• 17.02.2000, 13:04:48
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  • OTS0195

Grünewald kritisiert unwürdiges Gerangel um Forschungsförderung

Trennung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung ist antiquiert und kontraproduktiv

Wien (OTS) "Während gegen den Wunsch der Mehrheit aller Universitäten
das Wissenschaftsressort zugunsten eines riesigen
Bildungsministeriums aufgegeben wird, streiten sich nunmehr drei
Ministerien um die Forschungsförderung", kritisiert der
Wissenschaftssprecher der Grünen, Prof. Kurt Grünewald. Gerade muß
verhindert werden verhindert, denn gerade dies war jahrelang
Gegenstand breiter Kritik. "Die Trennung von Grundlagenforschung und
angewandter Forschung ist antiquiert und kontraproduktiv. Sie
entspricht nicht der Realität und erschwert notwendige Kooperationen
von Universitäten und Wirtschaft", so Grünewald.

Es sei absurd und lächerlich, wenn nunmehr das Ministerium für
Innovation den Rat für Forschung und Technologieentwicklung
beherbergen soll. "Wie sollen in einem Ministerium, dem alle
Kompetenzen für die Forschung fehlen, nun plötzlich nationale
Forschungsschwerpunke für die Zukunft formuliert werden?,", fragt
Grünewald. Die neue Form des Regierens setzt die Streiche der
rot-schwarzen Schildbürger auf der blau-schwarzen Ebene ungeniert
fort und bezeichnet den Verlust des Wissenschaftsministeriums lapidar
als Sparmaßnahme. "Das ist als Zeichen einer weitgehenden Konzept-
und einer erschreckenden Ahnungslosigkeit zu sehen, was eine moderne
interdisziplinäre und innovative Forschungspolitik betrifft. Ein
Ministerium einfach zu filetieren und zwischen ÖVP und FPÖ
aufzuteilen, kann nur als Affront gegenüber den Universitäten
angesehen werden", so Grünewald abschließend.

Rückfragehinweis: Pressebüro der Grünen im Parlament

Tel.: (01) 40110-6697
http://www.gruene.at
eMail: [email protected]

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